Fußball | Regionalliga Nordost Halberstadt kassiert fünfte Pleite und bleibt Tabellenschlusslicht

6. Spieltag

Der VfB Germania Halberstadt hat den Sprung aus der Abstiegszone verpasst. Gegen die favorisierte VSG Altglienicke musste sich das Team von Danny König am Samstag mit 0:2 (0:1) geschlagen geben. Vor allem in der ersten Halbzeit enttäuschte der Gastgeber durch sein passives Auftreten.

Die Ausgangslage vor der Partie versprach Spannung: Während Altglienicke als Tabellenzweiter den fünften Sieg im sechsten Spiel anpeilte, galt es für Schlusslicht Halberstadt den Aufwärtstrend zu bestätigen. VfB-Trainer Danny König vertraute dabei auf die identische Startelf, die auch vor zwei Wochen den ersten Saisonerfolg (2:1 gegen Energie Cottbus) unter Dach und Fach brachte.

Halberstadt zunächst ideenlos

Vor knapp 300 Zuschauern waren die Gäste aus Berlin ab der ersten Minute die spielbestimmende Mannschaft. Immer wieder kombinierte sich das Team von Karsten Heine mit ansehnlichen Aktionen in den Halberstädter Strafraum. Christian Skoda und Patrick Breitkreuz scheiterten mit ihren Abschlüssen aber am stark reagierenden VfB-Schlussmann Florian Sowade (7./20). Von den Hausherren war in der Anfangsphase so gut wie gar nichts zu sehen. Die Sachsen-Anhalter agierten äußert passiv und taten sich im Spielaufbau schwer. Auch ein gefährlicher Distanzschuss von David Vogt, der nur knapp neben dem linken Pfosten vorbeisegelte (23.), konnte die Gastgeber nicht aus ihrer Lethargie wecken. So überraschte es auch nicht, als die VSG in der 39. Minute in Führung ging: Nach einer hohen Flanke von rechts, nutzte Linus Meyer die allgemeine Verwirrung im Strafraumgetümmel aus und schob zur verdienten Führung ein.

Halberstädter Aufbäumen wird nicht belohnt

Nach dem Pausengang waren die Gäste zunächst weiter das bessere Team. Tolcay Cigerci scheiterte in der 48. Minute aber erneut an Sowade. Eine Viertelstunde später hatte Januario die Möglichkeit zum Ausgleich, vergab aber kläglich per Kopf (64.). Mit fortlaufender Spieldauer reagierte König und brachte mit Lukas Rene Ferchow, Gino Dörnte und Paul Grzega frische Kräfte ins Spiel. Die Wechsel zahlten sich aus, auf einmal war Halberstadt am Drücker: Nach einer Ecke konnte Altglienicke gerade noch auf der Linie klären (71.). Nur vier Minuten später hatte Michael Ambrosius per Kopf eine gute Möglichkeit zum Ausgleich (75.), ehe Patrick Baudis kurz darauf in VSG-Schlussmann Leon Bätge seinen Meister fand (77.). Das Aufbäumen der Hausherren wurde jedoch nicht belohnt. Zwei Minuten vor Schluss machte Altglienickes Cigerci mit einer feinen Einzelaktion den Sack zu.

Germania Halberstadt vs. Optik Rathenow - Trainer Danny König
Germania Halberstadts Trainer Danny König Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Rote Laterne bleibt beim VfB

Während die Berliner durch den letztlich verdienten Sieg vorübergehend an die Tabellenspitze springen, verliert Halberstadt auch das fünfte Spiel der laufenden Saison und bleibt Tabellenschlusslicht. Am Mittwoch (23. September) geht es für die Germania dann auswärts gegen TeBe Berlin. Altglienicke empfängt dann vor heimischer Kulisse den SV Babelsberg.

Stimmen zum Spiel:

Tolcay Cigerci (Spieler Altglienicke): "Wir hatten am Ende unsere 20 Minuten, in denen wir gewackelt haben. Doch letztendlich haben wir es gemeinsam überstanden. Wir haben das Spiel im Vorfeld analysiert und versucht, die Vorgaben unseres Trainers gut umzusetzen. Ich denke, das ist uns auch gelungen. Wir stehen nicht ohne Grund dort oben und nehmen die Favoritenrolle gerne an. Das müssen wir nun von Spiel zu Spiel weiter beweisen."

David Vogt (Spieler Halberstadt): "Es ist extrem bitter, wenn man den Spielverlauf sieht. Wir kämpfen bis zum Ende und bringen uns um den Lohn. In der zweiten Halbzeit hatten wir viele Chancen, deshalb ist es umso bitterer, dass wir am Ende keine Punkte holen. Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird und mussten von Beginn an viel verteidigen. Trotzdem haben wir versucht, nach vorne zu spielen. Im Endeffekt haben wir eine gute Mentalität in der Mannschaft und dürfen jetzt nicht lange hadern. Es ist keine einfache Situation, aber wenn wir erst einmal ein, zwei Tore schießen, sieht es schon anders aus.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Sport im Osten | 19. September 2020 | 16:30 Uhr

1 Kommentar

Dreibeiner vor 5 Wochen

Brockenhexe oder Harzer Sturkopf - die Egoisten wollten es genauso wie es gekommen ist. Verdient verloren. Gratulation!