Fußball | Regionalliga Nordost Meuselwitz vergibt zweimalige Führung

4. Spieltag

Was für ein Spiel: Der ZFC Meuselwitz führt zwei Mal, kassiert in der Schlussminute den Ausgleich und muss mit dem Punkt sehr zufrieden sein. TeBe glänzte dagegen mit herzerfrischendem Fußball.

Spielszene der Begegnung 2 min
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Der ZFC Meuselwitz muss auf den dritten Saisonsieg weiter warten. Gegen TeBe Berlin reichte es am Ende nur zu einem 2:2, was trotz des späten Berliner Treffers für die Gastgeber eher glücklich war. "Es ist traurig, aber das 2:2 ist sehr verdient. Fabian Guderitz musste noch zwei Mal retten", sagte Fabian Stenzel.

Frühes Tor bringt keine Ruhe

Der Meuselwitzer Coach wechselte wieder ordentlich durch. Mit Andy Trübenbach, Serhat Güler und Sebastian Albert standen drei Neue in der Startelf. Die Gäste begannen mit der Siegerlf vom Wochenende und viel Dampf. In der vierten Minute wirbelte Daoud Iraqi auf der linken Seite, sein Flachschuss aus 20 Metern landete am linken Pfosten. Im Gegenzug dann die Meuselwitzer Führung: TeBe-Keeper Jens Fikisi kam beim Rauslaufen zu spät, Andy Trübenbach flankte überlegt von rechts in den Strafraum, wo Serhat Güler aus zehn Metern traf – sein erster Regionalliga-Treffer für den ZFC. Doch das Tor lähmte die Gastgeber, die im ersten Durchgang mit den ballsicheren und robusten Berlinern nie zurecht kamen. Zudem landete im Aufbau der Ball immer wieder beim Gegner oder im Nichts. Eine Chance hatte Güler nach einer halben Stunde noch, als er zunächst zwei Berliner stehen ließ, dann den Ball über das Tor schaufelte. ZFC-Keeper Fabian Guderitz musste sich bei einem Elezi-Hammer strecken.

Stadionansicht
Das Stadion an der Glaserkuppe Bildrechte: imago images / Picture Point

Kurze Freude nach dem 2:1

Nach dem Wechsel machte Berlin weiter Druck, der ZFC wechselte ordentlich durch, ohne richtig in die Partie zu kommen. Der Ausgleich durch Daoud Iraqi (74.) nach tollem Doppelpass war hochverdient. Der ZFC aber hatte noch einen: Nach einer Freistoß-Eingabe ließ Keeper Fikisi den Ball prallen, Timo Mauer haute die Kugel in der 88. Minute aus spitzem Winkel unter die Latte. Doch TeBe drängte weiter und nach einem Querpass schob Talha Sennur kurz vor dem Abpfiff aus Nahdistanz ein.

Das sagten die Trainer

Markus Zschiesche (Berlin): "Als Spieler und Trainer habe ich hier noch nie was geholt. Völlig verdient haben wir heute etwas geholt. Wir hatten zehn gute Torchancen. Die Emotionen sind unglaublich, nach der Führung von Meuselwitz kurz vor Schluss und dann gleichen wir aus. Eigentlich müssten wir sauer sein, dass wir nicht die drei Punkte geholt haben. Unser Torwart hat heute etwas mitgeholfen. Wenn wir so spielen, dann wird es erfolgreich sein. Es war ein schöner Abend."

Koray Gökkurt (Meuselwitz): "Ich habe das Spiel ähnlich gesehen. Es war eine hungrige Berliner Truppe. Man ärgert sich, wenn man zwei Mal führt und den Ausgleich bekommt. TeBe hat viel investiert. Als abgeklärte Mannschaft muss man das mit mehr Ruhe spielen. Es ist eine schwierige Woche. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, ich bin aber guten Mutes."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 02. September 2020 | 21:45 Uhr

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