Fußball | Regionalliga Lockdown verlängert - Regionalliga-Restart extrem ungewiss

Mit den schärferen Maßnahmen der Landesregierung rückt auch ein Start der Regionalliga Nordost in weitere Ferne. Momentan ist nicht absehbar, wann der Ball rollen wird.

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Wann und wie geht es in der Regionalliga Nordost weiter? Zumindest trainieren dürfen die Vereine. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Während in der 3. Liga auch am Wochenende wieder spielt wird, bewegt sich in der Regionalliga Nordost nichts. Der Nordostdeutsche Fußballverband war bereits vor einigen Wochen  davon ausgegangen, dass nicht vor dem 31. Januar gespielt werden kann. Mittlerweile scheint angesichts des Infektionslage und des verlängerten Lockdowns in Deutschland auch eine Rückkehr zum Spielbetrieb im Februar sehr fraglich.

Arbeitsgruppe trifft sich am 13. Januar

Till Dahlitz, beim NOFV Leiter Spielbetrieb, verwies auf das nächste virtuelle Treffen der gegründeten  Arbeitsgemeinschaft "Fortsetzung Spielbetrieb" am 13. Januar. Ob dort eine Entscheidung zur Fortsetzung des Spielbetriebs fallen wird, weiß auch Dahlitz momentan nicht.

Hubert Wolf
Hubert Wolf, Präsident des ZFC Meuselwitz. Bildrechte: IMAGO

Ähnlich sieht es Hubert Wolf, der Präsident des ZFC Meuselwitz sitzt als Vereinsvertreter in der Arbeitsgruppe. "Alle wollen so schnell wie möglich wieder spielen", erklärt er auf Anfrage von "Sport im Osten". Es gebe Modelle, wie die Saison mit "Krampf und Schmerz" auch ab dem 1. März mit vielen Mittwochsspielen noch durchgezogen werden könne, so Wolf.

Problematisch bleibt der Punkt Zuschauer. Es gibt Vereine, die ein Drittel ihrer Einnahmen aus den Zuschauer und den damit verbundenen Erlösen auf dem Catering generieren. Sollte es in der Regionalliga auf Geisterspiele hinauslaufen, würde eine große Einnahmequelle wegbrechen, anderseits müssten die Gehälter aber wieder vollumfänglich bezahlt werden.

Eingeschränkter Trainingsbetrieb

Momentan haben viele Vereine ihre Spieler teilweise oder komplett in Kurzarbeit, um Kosten zu sparen. Trainiert wird deshalb sehr eingeschränkt. In Meuselwitz treffen sich die Spieler am heutigen Mittwoch (06.01.)  erstmals wieder auf dem Platz. Auch bei Lok Leipzig und dem Chemnitzer FC wird seit einigen Tagen trainiert. Das Training ist nach wie vor möglich, weil die Landesregierungen in Sachsen und Thüringen die Regionalliga dem bezahlten Sport zugerechnet haben, damit geht das Treiben als Arbeit und nicht als Freizeitvergnügen durch. Von einer intensiven Vorbereitung sind die Regionalliga-Klubs aber weit entfernt. Aufgrund der Kurzarbeit darf und kann nicht mit der Intensität und dem Umfang wie sonst üblich trainiert werden. "Es ist eher ein fit halten", beschreibt Geschäftsführer von Lok Leipzig, Martin Mieth, die aktuelle Situation.

Teaserbild Chemnitzer FC 2 min
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MDR aktuell 21:45 Uhr Mo 04.01.2021 22:10Uhr 01:36 min

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Jena verschiebt Trainingsstart

In Jena hat man sich dagegen entschieden, die Winterpause mindestens bis zum 18. Januar zu verlängern. "Wir warten die Entwicklungen der Infektionslage in Deutschland und vor allem die Ergebnisse der Runde am 13. Januar ab", so Pressesprecher Andreas Trautmann.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 09. Januar 2021 | 14:00 Uhr

2 Kommentare

Lok vor 2 Wochen

Volle Zustimmung. Vorbereitung im April, Saisonfortsetzung im Mai. Bei den dann niedrigen Infektionszahlen geht es auch gut mit Zuschauern. Hinrunde normal beenden, der Erste steigt auf. Dazu noch die Landespokale durchziehen. Endlich mal Planbarkeit gewährleisten!

AufmerksamerBeobachter vor 2 Wochen

So kompliziert ist das doch nicht! Allen war doch spätestens im Dezember klar, das das nichts wird bis April/Mai. Danach wird die Hinrunde fertiggespielt und gut. So viele Spiele sind das nicht. Der Aufsteiger ist eh klar. Man kann noch eine Regelung finden, das Auswärtssiege 4 Punkte zählen und dann ist es das für die Saison.

Immer dieser naive NOFV 'Ei, warum können wir nicht weiterspielen, da haben wir doch extra noch getagt..'