Fußball | Regionalliga Nordost Aufregendes Remis zwischen Lok Leipzig und Fürstenwalde

14. Spieltag

Die ersten Gegentore, der erste Punktverlust: Der 1. FC Lok Leipzig musste sich im vierten Spiel im vierten Spiel unter Cheftrainer Wolfgang Wolf nach aufregenden 90 Minuten mit einem 2:2 (1:1)-Remis daheim gegen Union Fürstenwalde zufrieden geben. Die Gäste drehten zunächst einen frühen Rückstand, ehe die Blau-Gelben im zweiten Durchgang dieser hart umkämpften Partie wieder das Zepter übernahmen.

Lok-Trainer Wolfgang Wolf wechselte im Vergleich zum 1:0-Achtelfinalsieg des Sachsenpokals beim Bischofswerdaer FV auf vier Positionen. Stammtorwart Lukas Wenzel hatte sich im Training verletzt, dafür feierte Herbert Schötterl seine Premiere zwischen den Pfosten. Romario Hajrulla ersetzte den gelbgesperrten Djamal Ziane im Angriff. Ansonsten begannen Sascha Pfeffer und Trainer-Sohn Patrick Wolf im Mittelfeld anstelle von Milan Senic und Maik Salewski.

Zwei Patzer kosten Loks frühe Führung

Lok machte vor 2.534 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion von Beginn an Druck, hatte gleich mehrere Chancen und ging auch früh in Führung: Matthias Steinborn verwertete eine flache Hereingabe von der rechten Seite aus wenigen Zentimetern ganz locker zum 1:0 (9.). Auf der anderen Seite hätte Nils Stettin umgehend ausgleich können, doch brachte seinen Kopfball aus Nahdistanz nicht im Tor unter (11.). In der Folge waren die Gastgeber überlegen und sicherten den knappen Vorsprung.

Dann aber unterlief Robert Berger ein Riesenfehler, als er einen langen Ball unterschätzte – Darryl Geurts lief durch und ließ sich von Schötterl nur per Foul im Strafraum stoppen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Joshua Putze sicher zum 1:1 (25.). Und wenige Minuten später stand der neue Keeper wieder im Mittelpunkt, als er einen haltbaren Kopfball von Lukas Stagge durchrutschen ließ – 1:2 (29.). Lok verspielte die Führung durch zwei leichtfertige Patzer – und hatte dann Schwierigkeiten, auf den Rückstand zu antworten. Die Sicherheit aus der Anfangsphase war weg. Zum Ende der ersten Halbzeit nahm der Druck der Blau-Gelben dann wieder zu, Aykut Soyak (43.) und Sascha Pfeffer (45.) vergaben zwei Möglichkeiten.

Sascha Pfeffer in Aktion
Loks Mittelfeldspieler Sascha Pfeffer wird von einem Fürstenwalder verfolgt. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Wolf-Elf kämpft sich zurück

Nach der Pause kämpften sich die Gastgeber dann endgültig zurück ins Spiel. Soyak verwandelte einen direkten Freistoß wunderschön zum 2:2-Ausgleich (56.). Danach war Lok wieder tonangebend, während die Partie zunehmend härter wurde und Schiedsrichter Daniel Bartnitziki mehr und mehr Gelbe Karten verteilte. Insgesamt sprach der Unparteiische bis Spielende elf Verwarnungen aus, darunter auch gegen Fürstenwalde-Trainer Matthias Maucksch.

Nach der Roten Karte gegen den Fürstenwalder Innenverteidiger Peter Köster (73.) spielte Lok dann sogar mehr als eine Viertelstunde in Überzahl. In der Schlussphase drückten die Gastgeber auf den Führungstreffer, doch trotz mehrerer guter Chancen – die besten vergaben der eingewechselte Stephane Mvibudulu per Kopf nach Ecke und Romario Hajrulla per anschließendem Seitfallzieher (beide 88.) – blieb es beim 2:2-Unentschieden.

Trainerstimmen zum Spiel:

Matthias Maucksch (Fürstenwalde): "Wir wollten zumindest einen Punkt mitnehmen, den haben wir gekriegt. Wir wollten mit schnellen Umschaltmomenten für Furore sorgen, das haben wir als Schwäche bei Lok Leipzig ausgemacht. Nach unserem 2:1 war Lok ein bisschen verunsichert. Es war insgesamt ein rassiges, zweikampfbetontes Spiel, das gehört zum Fußball dazu."

Wolfgang Wolf (1. FC Lok Leipzig): "Wir mussten gestern eine schlechte Nachricht verdauen. Lukas (Wenzel, d. Red.) wird länger ausfallen. Ich habe eine neues System gewählt mit zwei Spitzen. Haben verdient 1:0 geführt, dann schenken wir zwei Tore her. Das waren die einzigen Möglichkeiten, die wir zugelassen haben. Ich gebe meinem Torwart keine Schuld beim Elfmeter. In Überzahl haben wir hektisch gespielt. Letztlich muss ich mit dem Punkt zufrieden sein. Ich lasse mich nicht verrückt machen, wir sind auf einem guten Weg."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 03. November 2019 | 15:00 Uhr

4 Kommentare

Chili Palmer vor 36 Wochen

Simple Gemüter sollten versuchen, zu einfachen Lösungen zu gelangen. Zumindest, wenn einem im Falle deines ungebrochenen Mitteilungsbedürfnisses die Selbstachtung ein Stück weit wichtig ist. Sofern du dich über euern ersten Auswärtserfolg vorbehaltlos freuen kannst, tu das meinethalben, aber leg einfach mal ne längere Kommentierpause ein. Ok?
Zum Spiel: Mit unserem etatmäßigen Hüter gewinnen wir das Ding. Ansonsten ist FW der erwartet starke Gegner gewesen und das Unentschieden geht in der Summe in Ordnung. Putzige Linie des Unparteiischen, die aber letztlich beide Teams mal mehr mal weniger benachteiligt hat. Alsbaldige Genesung Lukas Wenzel!

Chemieschwein vor 36 Wochen

Keine 2500 Zuschauer mehr und es werden immer weniger .. Gegen einen dezimierten Gegner nicht gewonnen, sotwas tun nicht mal mehr Hardcorekloisten an und an einen Aufstieg glaubt da keiner mehr, außer das Rotkäppchen und der Wolf . Aber Chili - > Hauptsache gegen Bury gehätet und sich über uns ausgelassen . Der feine Unterschied, wir haben 3 Punkte geholt .

Chemieschwein vor 36 Wochen

Echt ??? Da hat ja inter bald mehr Zuschauer 😁😁😁

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