Fußball | Regionalliga Nordost Chemie gewinnt Leipziger Derby gegen Lok

11. Spieltag

Die BSG Chemie Leipzig hat das Stadtderby gegen den 1. FC Lok für sich entschieden. Chemie präsentierte sich über weite Strecken bissiger und zeigte sich im Gegensat zu Lok Leipzig vor dem Tor kaltschnäuziger.

Spieler der BSG Chemie Leipzig zieht  ab und trifft zum zwei zu null, Torwart fliegt dem Ball nur hinterher, ist chancenlos. 5 min
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Sport im Osten So 06.10.2019 16:30Uhr 05:01 min

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Die BSG Chemie Leipzig hat das Stadtderby gegen Lok Leipzig mit 2:0 (1:0) für sich entschieden und den Gästen die erste Saisonniederlage zugefügt. Während die BSG mit dem zweiten Saisonsieg auf Rang elf kletterte, bleibt Lok Dritter, mit nun drei Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Hertha II.

Lisiewicz feiert Jubiläum

Trainer Rainer Lisiewicz 1 min
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Die BSG startete mit Stefan Karau in der Startelf, der nach seiner Notbremse im Spiel gegen Hertha II vergangene Woche in Erfurt pausieren musste. Philipp Wendt (Bänderverletzung) musste dagegen passen. Bei Lok Leipzig stand Romorio Hajrulla wieder zur Verfügung, nahm aber vorerst auf der Bank Platz. Ein besonderes Spiel war es für Lok-Legende Rainer Lisiewicz, der in seinen 70. Geburtstag reingefeiert hatte. "Es ging bis früh um vier. Wenn mich Björn heute aufgestellt hätte, wäre ich trotzdem topfit gewesen." Hat er nicht, denn Joppe verfügt über ein bärenstarkes Team, welches diese Saison noch keine Niederlage kassiert hat.

Chemie von Beginn an hellwach

Dennoch tat sich Lok, das gänzlich auf Unterstützung der eigenen Anhänger verzichten musste, zu Beginn schwer. Chemie war dagegen hellwach und überzeugte teilweise auch spielerisch. Bereits nach fünf Minuten prüfte Karau per Heber aus 15 Metern das Aluminium des gegnerischen Tores. Tomas Petracek hatte die nächste vielversprechende Chance für Grün-Weiß, trat aber auf tiefem Rasen auf den Ball, anstatt aus 14 Metern abzufeuern.

Schmidt belohnt Chemies Offensivdrang

Tor fpr Chemie. Florian Schmidt (27, Chemie) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0.
Florian Schmidt jubelte nach dem 1:0. Bildrechte: Picture Point

Chemie-Akteur Florian Schmidt zeigte sich nach 28 Minuten abgezockter, als er einen Abklatscher von Lok-Keeper Wenzel nach einem Schuss von Tomas Petracek zum 1:0 aus Nahdistanz verwertete. In der Folge vergaben Tommy Kind (40.) und Petracek (50.) jeweils das 2:0, indem sie an Lok Leipzigs gut aufgelegtem Keeper Lukas Wenzel scheiterten.

Lok nutzt Chancen nicht - Heinze macht Deckel drauf

Lok war vor allem nach der Pause etwas präsenter, vergab aber seine wenigen Möglichkeiten zum Ausgleich durch Matthias Steinborn (51.) und Steven Mvibudulu (73.), die jeweils an BSG-Torwart Benjamin Bellot ihren Meister fanden. Treffsicherer zeigte sich Daniel Heinze, der aus 20 Metern sehenswert in den oberen linken Winkel zum 2:0 traf (78.). Als auch Mvibudulus trockener Schuss aus gut 20 Metern nicht den Weg ins Ziel fand (Außenpfosten/89.), war die Partie praktisch entschieden. Der eingewechselte Max Keßler hatte gar noch das 3:0 auf dem Fuß, scheiterte im Alleingang aber an Wenzel.

Das sagten die Trainer

Miroslav Jagatic (Chemie Leipizg): "Wir wussten um Loks Offensive Stärke. Sie stehen nicht zu Unrecht da oben. Wir haben den Sieg allerdings heute erzwungen – auch mit spielerischen Akzenten und uns Torchancen herausgearbeitet."

Björn Joppe (Lok Leipzig): "Wir hatten heute Sch… am Fuß. Wir haben nicht so gespielt, wie wir es machen wollten. Heute hat nichts funktioniert. Die Konter von Chemie haben dann auch gefruchtet und etwas festgesetzt. Es ist bitter. Aber es geht weiter und haut uns nicht um."

 

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 06. Oktober 2019 | 16:30 Uhr

22 Kommentare

Erich B. vor 51 Wochen

Die Niederlage tut weh. Aber mal ehrlich: unter den 10 ungeschlagenen Spielen zuvor waren viele enge, einige glückliche Punkte (Auerbach und Meuselwitz). Chemie war top eingestellt, hat Schwachstellen erkannt, 3 Punkte absolut verdient. Das musste irgendwann mal kommen. Spannend ist, wie es weitergeht. Schon am Sonnabend kann und muss Lok eine Reaktion zeigen. Es ist ja bisher eine gute Saison und Lok steht zu Recht auf Platz 3; das kann wohl niemand bestreiten.
Ach und noch was zum Thema 3. Liga. Die Frage ob Lok dort hingehört braucht eine konkrete Antwort: Sind Hertha II oder Altglienicke so viel besser? Oder VfB Lübeck?

Dreissiger vor 51 Wochen

Chili Palmer:.. Ich kommentiere allerdings nie unfair...
Na ja, diese Meinung hast Du aber exklusiv. Das zeigen u.a. auch Deine übrigen Beiträge hier. Und nun ärgere Dich nicht weiter, vielleicht gewinnt ihr auch mal wieder...

Chemieschwein vor 51 Wochen

ach Chili .. man sitzt der Frust immer noch so tief ?? ... Ihr könnt noch nicht mal jetzt akzeptieren, das Chemie am Sonntag um längen besser war als Eure Möchtegernprofis .. Die Frustfouls Eurer zusammengekauften Truppe haben Bände gesprochen .. Fazit : Wir haben alles richtig gemacht ... und Euch auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt !

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