Fußball | Regionalliga Nordost Wacker holt Dreier in Meuselwitz

14. Spieltag

Wacker Nordhausen hat sich im Thüringenduell beim ZFC Meuselwitz mit 3:1 durchgesetzt und beißt sich oben fest. In einer hitzigen, umkämpften und ausgeglichenen Partie entschieden individuelle Fehler.

Jubel nach dem 0:1 durch Felix Mueller (Innenverteidiger Nordhausen, Rueckennummer 23) (li.) beim Regionalligaspiel Meuselwitz gegen Nordhausen (01.11.2019). Es jubeln mit Müller v.l.n.r. Joy-Lance Mickels (Linksaussen Nordhausen, Rueckennummer 10), Tobias Becker (Defensives Mittelfeld Nordhausen, Rueckennummer 6), Florian Beil (Mittelstuermer Nordhausen, Rueckennummer 24), Lucas Scholl (Offensives Mittelfeld Nordhausen, Rueckennummer 14)
Bildrechte: MDR / Dirk Hofmeister

Aulig verhilft Wacker zur Führung

Wacker-Coach Heiko Scholz ließ die Rathenow-Sieger ran und die machten in den ersten zehn Minuten mächtig Dampf. Die beste Chance vergab Cihan Ucar in der fünften Minute, als er aus sechs Metern am Meuselwitzer Keeper scheitert. Die Gastgeber bissen sich aber in die Partie, kamen über die Zweikämpfe auch nach einer Viertelstunde zu Chancen. Timo Mauer stiefelte auf der linken Seite auf und davon, bekam den verunglückten Querpass zurück und scheiterte schließlich. Nun war das Spiel völlig offen, Fabian Strietzel für den ZFC und Florian Beil für Wacker hatten die Führung auf dem Fuß. Dann sorgte ZFC-Keeper Aulig für Entsetzen, als er in der 33. Minute gegen Nils Pichinot den Ball verdaddelte und anschließend den Wacker-Knipser im Strafraum umriss. Elfmeter und nur die Gelbe Karte für Aulig. Der Ex-Meuselwitzer Felix Müller verwandelte eiskalt ins rechte Eck. Der ZFC war nur kurz geschockt, Andy Trübenbach traf per Kopf kurz nach dem Rückstand den Pfosten, Mauer scheiterte anschließend am starken Fabian Guderitz.

Felix Mueller (Rueckennummer 23) erzielt per Strafstoß das 1:0 für Wacker.
Felix Mueller (Rueckennummer 23) erzielt per Strafstoß das 1:0 für Wacker. Bildrechte: MDR / Dirk Hofmeister

Wacker nutzt seine Chancen eiskalt

Nach dem Wechsel mussten sich die 500 Zuschauer gedulden, bevor es erste Aufreger gab. René Weinert und Joy Lance Mickels schubsten sich gegenseitig um, es gab Gelb. Dann Jubel auf der Glaserkuppe: Nach einem Freistoß von Luca Bürger bugsierte Henrik Ernst die Kugel aus fünf Metern ins linke Eck zum 1:1 (67.). 

Neun Minuten später reichte eine Hackenablage, um die ZFC-Defensive außer Tritt zu bekommen. Mickels schoss flach und unhaltbar ins linke Eck ein. Doch Meuselwitz hätte zurückkommen können, allerdings brachte Mauer erneut zwei Mal in aussichtsreicher Position den Ball nicht unter. So kam es, wie es so oft kommt: Wacker machte per erneutem Elfmeter (86.), wieder traf Müller, alles klar.

Zweikampf um den Ball zwischen Andy Truebenbach (Mittelstuermer Meuselwitz, Rueckennummer 9) (li.) und Cihan Ucar (Zentrales Mittelfeld Nordhausen, Rueckennummer 61) (re.) beim Regionalligaspiel Meuselwitz gegen Nordhausen (01.11.2019)
Zweikampf um den Ball zwischen dem Meuselwitzer Andy Trübenbach (9, li.) und Cihan Ucar. Bildrechte: MDR / Dirk Hofmeister

Stimmen zum Spiel:

Heiko Scholz (Trainer Nordhausen): "Ich freue mich, nach unseren schweren Wochen, über die drei Punkte. Wir hatten einen sehr starken Torwart und das nötige Glück. Im ersten Durchgang waren wir zu behäbig. Wir waren immer einen Schritt zu langsam. Wir haben Fehler gemacht, Meuselwitz hatte so Chancen. In der Defensive waren wir nicht so gut. In den letzten Wochen hatten wir Pech, deshalb haben wir heute wohl die glücklichen Punkte geholt."

Heiko Weber (Trainer Meuselwitz): "Wir wollten Wacker überraschen mit zwei Stürmern, Fabian Strietzel haben wir in die Mitte gesetzt. Das haben wir in der ersten halben Stunde gut gemacht. Timo Mauer war viermal vor dem Tor, frei durch. Was sich unser Torwart bei der Aktion gedacht hat, ist schwer nachvollziehbar. Die Mannschaft hat eine Antwort gegeben. Die wenigen Fehler hat der Gegner clever ausgenutzt. Wir hatten genügend Chancen, wenn man die nicht nutzt, verliert man gegen Nordhausen. Aber die Mannschaft hat heute alles rausgeholt."

rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 02. November 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. November 2019, 14:49 Uhr

4 Kommentare

Fan Achim vor 16 Wochen

Hallo James Bond, wollte mich nach dieser Vorstellung unseres ZFC zwar nicht äußern, aber wie Nordhäuser schon schrieb entschuldigen müssen sich die Nordhäuser nicht. Im Gegenteil, der Schieri war noch gnädig das unser Torwart nicht rot gesehen hat. Ich weiß nicht ob du das Spiel von Lok in Meuselwitz gesehen hast. Was war das damals, Lok hat sich auch nicht entschuldigen müssen. Wer mehr Tore schießt gewinnt nun mal. Und an dich Chemieschwein am Sonnabend schlagen wir in Leutzsch auf. Wir haben in 11 Jahren schon so viele Krisen erlebt und werden das auch schaffen, zumal unser bester Torschütze erst in der 82 Minute eingewechselt wurde, also ein Schachzug von Heiko Weber.. Egal Chemieschwein. lass uns ein schönes, faires Spiel sehen und der bessere soll gewinnen. Also bis Sonnabend, ich freu mich drauf.

Nordhausen55 vor 16 Wochen

He James Bond, sind Sie neidisch auf die nordhäuser Truppe? Kommt ja der blanke Neid von Ihnen zum vorschein!! Bei jedem ist der Sieg überglücklich,auch bei Lok Leipzig.
Sie haben eben ihre Torchancen resulut genutzt und was sie vorher selten getan haben. Klasse gemacht! Bei wem sollen sie sich entschuldigen? Doch wohl nicht bei Ihnen!
Außerdem ist in Meuselwitz und nicht in Mauswitz gespielt wurden

James Bond vor 16 Wochen

Ach was , Chemieschwein,... das war das Duell zweier absoluter Trainerikonen.
Auf der einen Seite Meister Weber, der schon immer für Alles eine logische Erklärung hatte und wußte, wie man Gegeners aus Leipzig begegnete, ....
und auf der anderen Seite der Trainerfuchs schlechthin, dessen überragende Fähigkeiten regionalligaweit bekannt sind.
NDH hat gewonnen ( Zum x-ten Mal überglücklich ) weil Mauswitz es geschafft hat , 2 Elfmeter aufzulegen und auch sonst jede denkbare Torgelegenheit versemmelt hat, nicht weil NDH ein Spitrzenteam ist !
Hat sich NDH eigentlich für so viel Dusel schon entschuldigt, sie konnten ja quasi nix dafür ? Das Duell der Trainerikonen geht an Heigooohhh

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