Fußball | Regionalliga Ein unachtsamer Moment kostet BFV das Spiel

2. Spieltag

Der Bischofswerdaer FV muss auch nach dem zweiten Spiel der noch jungen Regionalliga-Saison auf den ersten Punktgewinn warten. Im Mittwochabendheimspiel gegen den BFC Dynamo hielt „Schiebock“ ordentlich dagegen, blieb aber offensiv ohne Durchschlagskraft und passte ein einziges Mal nicht auf. BFC-Angreifer Mateusz Lewandowski nutzte das für den entscheidenden Treffer zum 1:0 (0:0)-Auswärtssieg.

Bischofswerda, das mit zwei Veränderungen im Vergleich zur Niederlage beim Berliner AK in die Partie ging (Robin Fluß und Hannes Graf für Niclas Treu und Eric Kirst), überließ mehrheitlich den Berlinern den Ball. Die bissen sich vor dem Pausenpfiff an den zwei zumeist gut postierten und eng verschiebenden Viererketten in der Hälfte der Gastgeber wiederholt die Zähne aus.

Ohne Chancen blieb der BFC allerdings nicht. Die erste Annäherung des agilen und auffälligen Daniel Schaal segelte noch zwei Meter drüber, deutlich gefährlicher wurde es knapp 120 Sekunden später, als Florian Krüger für Angriffspartner Lewandowski flach verlängerte, der BFV-Keeper Oliver Birnbaum aus zehn Metern zu einer guten Fußabwehr zwang (5./7.).

cHannes Graf (BFV) gegen Marvin Kleihs (BFC)
Hannes Graf (BFV/links) gegen Marvin Kleihs (BFC). Bildrechte: Rocci Klein

Bischofswerda bestens organisiert

So aufmerksam sie zumeist verteidigten – bis auf Krügers knapp rechts vorbeisegelnden Kopfball nach Ronny Garbuschewskis Freistoß (35.) -, woran es bei den Weiß-Blauen jedoch haperte, war ein konstruktives Offensivspiel. Die beste Gelegenheit lieferte Daniel Mareschs tückischer direkter Freistoß aus 22 Metern, den BFC-Schlussmann Damian Schobert zur Ecke klatschen ließ (28.).

Ansonsten versandeten "Schiebocks" Angriffsbemühungen in aller Regel vorzeitig. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff geriet das Schmidt-Team dann endgültig in die Bredouille. Einen Moment zu lang hatte die BFV-Hintermannschaft Lewandowski nach Chris Rehers Bogenlampen-Eingabe von der rechten Seite außer Acht gelassen, was der Angreifer kaltschnäuzig zu nutzen wusste (52.).

Zwei knifflige Strafraumszenen kurz vor Schluss

Die Gastgeber machten, taten, probierten in der Folge alles – eine wirklich gefährliche Abschlusssituation sollten sie bis zum Schlusspfiff allerdings nicht mehr erzwingen können. Zudem blieb bei zwei kniffligen Situationen im BFC-Strafraum die Pfeife von Schiri Steven Greif stumm (85./88.). Dass es bis zum Ende spannend blieb, dafür sorgten auch ungenügend ausgespielte Kontersituationen der Weinrot-Weißen. Einzig gegen die Einzelaktion des eingewechselten Steve Braun war Birnbaum noch einmal gefordert (86.). Für einen anschließenden Lucky Punch des BFV genügte das aber nicht.

Stimmen zum Spiel:

Christian Benbennek (Berlin): "Wir wussten, wie schwer es hier werden wird. Es ist klasse, wie der BFV vorn anläuft und Druck aufbaut. Aber meine Jungs haben das hier großartig gemacht – sie haben den Kampf angenommen und Mentalität gezeigt. Im Ende gab es noch zwei strittige Situationen in unserem Strafraum, wo wir vielleicht etwas Glück hatten. Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden. Wir sind mit sechs Punkten in die Saison gestartet."

Erik Schmidt (Bischofswerda): "Die Jungs sitzen geknickt in der Kabine, wir hatten uns sehr viel vorgenommen für die Partie, aber alles, was der BFC gut gemacht hat, haben wir bis zur 70. Minute vermissen lassen. Bis dahin haben sie die Partie kontrolliert und waren die aktivere, die zweikampfstärkere Mannschaft mit der besseren Mentalität. Wir müssen in Nordhausen viel bissiger sein, die Zweikämpfe besser annehmen – so wie es der BFC uns heute vorgemacht hat."

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 01. August 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2019, 21:22 Uhr

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1 Kommentar

31.07.2019 21:59 Zitsche 1

Danke Schieri Greif für die glasklaren Fehlentscheidungen.