Fußball | Regionalliga Nordost Ein Ex-Erfurter vergrößert die Nordhäuser Nöte

17. Spieltag

Wacker Nordhausen hat auch die Partie gegen Viktoria Berlin verloren und damit neben den finanziellen nun auch sportliche Sorgen. Das goldene Tor beim 0:1 (0:1) schoss ausgerechnet ein Ex-Erfurter.

Die Nordhäuser standen vor der Partie unter Druck, bei einer erneuten Niederlage wäre der Abstand zur Tabellenspitze schon auf sieben Punkte angewachsen. Dazu kamen die Finanznöte, die unter der Woche publik wurden.

Wieder auf dem Nebenplatz

Bei eisigen Temperaturen entwickelte sich vor 457 Zuschauern auf dem Nebenplatz im Albert-Kuntz-Sportpark (der Hauptplatz ist weiter nicht bespielbar) ein munteres Spiel allerdings ohne groß Höhepunkte. Auf den letzten Metern waren beide Teams zu ungenau und wenn die Gastgeber doch mal durchkamen, stand Stephan Flauder im Viktoria-Tor sicher.

So dauerte es bis zur 44. Minute bis zur ersten klaren Torchance und die war gleich drin. Der Berliner Kapitän und frühere Erfurter Christoph Menz zog nach einer Ecke einfach mal ab und traf genau ins lange Eck. Kurz danach war die erste Hälfte beendet.

Joy-Lance Mickels (FSV Wacker Nordhausen)
Joy-Lance Mickels (Archivbild) hatte den Ausgleich auf dem Fuß, aber traf nur die Latte. Bildrechte: imago images / Karina Hessland

Mickels und Pichinot treffen nur Aluminium

Im zweiten Durchgang spielte Nordhausen klarer nach vorne und kam so zu einigen Chancen. Die beste hatte Joy-Lance Mickels, der nach einem Freistoß von Lucas Scholl aus Nahdistanz nur die Latte traf (57.). Außerdem köpfte Nils Pichinot ans Aluminium. Ebenfalls den Ausgleich hatten Florian Beil und der eingewechselte Oliver Genausch kurz nacheinander auf dem Fuß, die jeweils im Strafraum den Ball nicht richtig trafen (68.).

Eine wirkliche Schlussoffensive blieb danach aber aus, einzig der eingewechselte Mateo Andacic hatte noch eine Gelegenheit, die aber in den Armen von Flauder landete (83.). So blieb es beim etwas glücklichen 1:0 für die Gäste, die auf Rang acht vorrücken. Wacker verharrt nach der sechsten Saisonpleite auf Platz fünf.

Stimmen zum Spiel:

Benedetto Muzzicato (Berlin): "Wir waren heute gegen einen starken Gegner der glückliche Sieger. In der ersten Halbzeit hat es gepasst, da haben wir ein gutes Spiel gemacht. Unser altes Problem, dass wir in der letzten Zone oft die falschen Entscheidungen treffen, hat sich heute fortgesetzt. Es war nicht leicht die Woche nach der unglücklichen Niederlage gegen Hertha II. Deswegen war es umso wichtiger, vor der Winterpause noch Punkte zu holen."

Heiko Scholz (Nordhausen): "Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt. Wir sind unglücklich nach einem Standard in Rückstand geraten. Trotzdem muss ich meiner Mannschaft und auch den Zuschauern ein Kompliment machen. Wir haben alles gegeben, aber das Glück war heute nicht auf unserer Seite. Es ist gerade nicht einfach für uns als Mannschaft."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. Dezember 2019 | 16:30 Uhr

11 Kommentare

Loko 66 vor 46 Wochen

Aber seine guten Konakte zu ETL könnten bares Geld für Lok bedeuten.
Darüber hinaus dürfte der NOCH bestehende Vetrag mit seinen Connection bessere Chancen haben verlängert zu werden.
Desweiteren habe ich geschrieben H.S. als Sportdiretor o.ä. einzusetzen und nicht als Trainer - das vesteht sich von selbst

Chili Palmer vor 46 Wochen

Ist das Durchreichen auf Rang 13 nicht bekommen? Auch ohne euer Zutun war dieser Spieltag für Grüngrau wieder ein Stückchen in die korrekte Richtung. Das bezaubernde daran: Je mehr sich euer Abstieg abzeichnet, um so weniger Not haben wir, tatsächlich aufsteigen zu müssen.
Dann noch eins: Was soll denn das Gefasel von Klatsche für NDH? Denkst du, auch wenn du es hier wiederholt herbeischreibst, wird es wahrhaftiger? Ich bitte dich! Sollte sich das Hinspielresultat gegen Heigoh irgendwie ermogeln lassen, darf das von eurer Seite als respektabler Erfolg gewertet werden.

Strafrechts-Profit-eur vor 46 Wochen

Der hat genug Schaden angerichtet, nicht nur sportlich.
Jede Menge Kosten hat der dem Verein verursacht, alles auf Kredit.
Scholz wäre das Letzte, was Lok gebrauchen könnte.

Der soll nie wieder zu Lok kommen.

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