Auerbach feiert Heimsieg dank Heger
Auerbach feiert den dreifachen Torschützen Vaclav Heger. Bildrechte: Marcus Schädlich

Fußball | Regionalliga Heger schießt Auerbach zum Heimsieg

Nachholer 19. Spieltag

Für Auerbachs Vaclav Heger war es ein besonderer Tag: Drei Tore steuerte der etatmäßige Verteidiger zum 5:2-Heimsieg seines VfB Auerbach über Rot-Weiß Erfurt bei. Für die Vogtländer war es zudem der zweite Heimdreier in Serie.

Auerbach feiert Heimsieg dank Heger
Auerbach feiert den dreifachen Torschützen Vaclav Heger. Bildrechte: Marcus Schädlich

Der VfB Auerbach hat den zweiten Heimsieg in Folge eingefahren. Gegen Rot-Weiß Erfurt setzten sich die Vogtländer in einer Nachholpartie des 19. Spieltages mit 5:2 durch.

Heger stellt Weichen auf Sieg

Nach ausgeglichener Anfangsphase nahmen die Hausherren die Partie in die Hand. Lohn war das 1:0 durch Vaclav Heger, der nach starker Vorarbeit von Marcel Schlosser über die linke Seite aus fünf Metern traf (10.). Danach erhöhte Erfurt etwas den Druck, doch erneut zappelte der Ball im Tor der Gäste, als Marc-Philipp Zimmermann aus zehn Metern im Fallen abzog und auf 2:0 erhöhte (17.). Wirklich zwingend agierte Erfurt in der ersten Hälfte kaum. Eine der wenigen Gelegenheiten nutzte Petar Lela zum Anschluss nach 28 Minuten, als er im Luftzweikampf höher stieg als sein Gegenspieler und aus etwa acht Metern einköpfte.

Auerbach wirkte keineswegs geschockt. Im Gegenteil: Nur fünf Minuten später verfehlte Sebastian Schmidt nur knapp das 3:1, als er die Kugel aus zehn Metern an die Latte knallte (33.). Kurz darauf machte es Heger besser, indem er eine Flanke von Schmidt zum 3:1 vollendete (35.).

Shala für RWE mit Lichtblicken - Auerbach mit Heger

v. l. Velimir Jovanovic (Erfurt), Andis Shala (Erfurt)
Shala sorgte nach dem Wechsel nicht nur durch seinen Treffer offensiv für Belebung (Archiv). Bildrechte: imago/Matthias Koch

Im zweiten Durchgang hatte Erfurt etwas mehr Zug zum Tor. Großchancen blieben nach wie vor jedoch Mangelware. Sofern Erfurt doch die Lücke fand, war VfB-Keeper Stefan Schmidt zur Stelle, wie beim Schuss vom eingewechselten Andis Shala aus dem Gewühl heraus (62.). Auerbach hingegen hatte an diesem Abend einen Mann, der genau wusste, wo das Tor steht: Vaclav Heger. Der Verteidiger (bisher ein Saisontor) netzte nach 70 Minuten mit seinem dritten Tor des Tages zum 4:1 per Kopf ein. Erfurt steckte nicht auf und kam durch Shala aus kurzer Distanz noch zum 4:2.

Danach setzte Erfurt noch einmal zur Schlussoffensive an, jedoch ohne zählbaren Erfolg. Auf der Gegenseite machte der eingewechselte Thomas Stock in der Nachspielzeit mit dem 5:2 aus etwa elf Metern alles klar.

Stimmen zum Spiel:

Thomas Brdaric (Erfurt): "Glückwunsch an Auerbach. Ihr habt euch den Sieg absolut verdient! Wenn man so ein Spiel in dieser Höhe verliert, dann muss ich mich bei allen, die aus Erfurt mitgekommen sind, entschuldigen. Es war kein guter Tag für uns, weil wir mit den drei Punkten, die wir als Ziel ausgesetzt haben, auf Platz 5 rutschen wollten. Das ist uns nicht gelungen. Ein paar Dinge muss man aber relativieren: Wir hatten viele Verletzte und habe individuelle taktische Fehler gemacht. Die Schlüsselszene sind nicht zu unseren Gunsten verlaufen: Statt dem 1:1 fällt das 0:2, das 2:3 fällt nicht, dann bekommst du unnötig das vierte Gegentor. Aber das Ergebnis wird sich nicht mehr verändern - wir werden darüber reden."

Sven Köhler (Auerbach): "Wir wollten das gute Spiel gegen Hertha BSC II veredeln. Wir haben das gute Spiel wiederholt. Wir wissen aber selbst, dass das 5:2 in der Höhe ein Tick zu hoch ausgefallen ist. Für uns war es wichtig, dass wir stets zum richtigen Zeitpunkt getroffen haben. Obwohl die Erfurter ersatzgeschwächt waren, blieben sie stets gefährlich. Wenn da die ein oder andere Situation anders ausgeht, wird es noch einmal eng. Meine Mannschaft hat sich für eine engagierte Leistung belohnt. Der Sieg hilft uns, um weiter gut im Rennen dabei zu sein. Die zwei Siege in diesen fünf Tagen waren ganz wichtig. Vor fünf Tagen sah die Welt noch ganz anders aus. Jetzt geht es für uns darum, zu regenerieren und nach vorn zu blicken."

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 11. April 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. April 2019, 21:36 Uhr

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24 Kommentare

12.04.2019 13:41 revolvere 24

@ wicky 67
ich war mit dem sohn von meiner frau wegen seines autos mal den ganzen in erfurt, und auch so am anger und der altstadt rumgeschaut.
wenn erfurt nicht so weit von mir weg wäre, weil ich müsste ja noch weiter fahren, wie nach halle, dann wäre das kein grosses thema bei euch vorbeizuschauen.
aber nun isses so, wie es ist.
gruss

11.04.2019 22:01 wicky 67 23

@22: revolvere:

Genau! ;-)

11.04.2019 21:15 revolvere 22

@ 19 wicky 67
passt schon, wir verstehn uns.

11.04.2019 20:26 1966BB 21

@7, Zustimmung in allem geschriebenen. Nur der RWE.

11.04.2019 19:00 Der Kommentator 20

@moritz10: die Idee ist bestimmt nicht schlecht, beim thc gehts ja auch ! Nur - es gibt Zuviel Rivalität, bis sich eine gesamtthüringer einheitliche fangemeinschaft aufbaut dauert es noch Jahre. und die Millionen, die in die Stadien gepumpt wurden kann man nicht so einfach ignorieren.

11.04.2019 18:43 wicky 67 19

@16: revolvere:

In dem anderen Forum, welches der MDR als Vorbericht zum Spiel Auerbach gegen RWE gestartet hatte, babe ich ja auch ausdrücklich betont, daß ich mich in gefühlt unzähligen MDR-Foren, nicht für umsonst für den Erhalt in allen meinen vielen Beiträgen pro Regionalliga Nordost, stets mit Leib und Seele dafür ausgesprochen haben möchte!!! Und an dieser Meinung von mir wird sich auch nie und nimmer etwas ändern! Also wünschen wir uns weiterhin den Erhalt des NOFV, lieber revolvere! ;-)

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11.04.2019 15:15 revolvere 18

bei einem muss man dir auf jeden fall zustimmen, mein lieber
@ moritz 10,
eine zusammen-arbeit ist immer besser als sich gegenseitig in die fresse haun.
egal, ob das in sachsen, in thüringen oder in mecklenburg ist - zieht an einem strang und schaut zu, dass eure interessen untereinander gewahrt bleiben.
das ist die einzige chance, die ihr/wir habt/haben.
ganz klar!

11.04.2019 13:04 moritz10 17

@7: Ich stimme Dir zu, bin als altgedienter Jena-Stadiongänger (seit 1975 "im Dienst") ebenso besorgt um den Fußball in Jena im Speziellen und den in Thüringen im Besonderen. Und habe mir einfach 'mal die Frage gestellt, ob ich zukünftig in Thüringen überhaupt Profifußball sehen und erleben möchte. Die Frage habe ich mir mit "JA" beantwortet, habe 'mal alle Rivalitäts-gefühle beiseite gelassen und sehe derzeit dauer-haft nur Möglichkeiten durch Bündelung aller Kräfte im Thüringer Land mit dieser Vision:
Thüringer Profifußball-Vision mit Perspektive:
- z.B. "FC Mitteldeutschland Thüringen"
- 3 Thür. NWLZ in Jena, Erfurt, Nordhausen
- dort Kaderentwicklung für 1 Thür. Profiverein
- viel größeres Sponsorenpool-Gebiet
- Thüringen-Arena an der A4 zw. Jena u. Erfurt
- mit modernen und preiswerten öffentlichen
Verkehrsmitteln erreichbar
- attraktiver Profifußball dann möglich
Ohne Visionen gibt es keinen Erfolg !
Fußball Thüringen erwache !

11.04.2019 11:56 revolvere 16

hallo # Wicky 67
dass ich im 4. jahr nun in mv lebe, ist klar. die ganze zeit über war es so, komme ich nach vfb, war ausser dem kassenhäuschen nix da. im internet eine anfrage nach fan-utensilien starten, war zwecklos. wie ich sehe, sind sie nun dabei einen shop einzurichten. das mindeste ist der kaffee-pott.
in auerbach wird wirklich noch fussball gelebt und nicht bloss von geschwätzt, hauptsache die kasse stimmt. ich habe dort schon rbl spielen sehen. die grossen kacker wissen ja gar nicht, was auerbach für eine herrliche fussball-atmossphäre bietet. und wer die nordost weghaben will, der hat keine ahnung von dem, was er kaputt macht.
gruss an wicky
und natürlich alle vogtländer nah und fern, die sich dem vfb verbunden fühlen.

11.04.2019 11:37 Rodewischer 15

@4 Andy
Was du hier für einen Schwachsinn schreibst, zeugt von deinem Verstand.

P.S.
Auch das Erfurter Publikum war fair und man konnte nett mit ihnen plaudern.