Fußball | Regionalliga Lok mit Offensivfeuerwerk zum Auftaktsieg

1. Spieltag

Lok Leipzig hat die Saison mit einem Sieg über Hertha BSC II eröffnet. Vor über 3.115 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion lieferten die Hausherren ein Offensiv-Feuerwerk ab, mussten aber immer wieder auf gefährliche Nadelstiche der Berliner achten. Unter den Augen zahlreicher Prominenz überzeugten vor allem die Leipziger und ließen sich dabei nicht durch einen frühen Rückstand schocken.

In einer kurzweiligen und intensiven Partie haben sich Lok Leipzig und die Reserve von Hertha BSC mit einem 2:1 zum Auftakt der Regionalliga-Saison getrennt. Nachdem u.a. SFV-Präsident Hermann Winkler die Saison vor den Augen zahlreicher Prominenz auf der Tribüne wie die ehmaligen Probstheidaer Profis Jürgen Rische und Olaf Marschall, RWE-Trainer Thomas Brdaric oder Hansa-Sportvorstand Martin Pieckenhagen eröffnete, ging es heiß her im Plache-Stadion. Ein symbolischer Kanonenschuss beendete die Zeremonie.

Hitziger und intensiver Beginn – mit Blitztor für Hertha

Schlag auf Schlag ging es auch auf dem Rasen zu. Bereits nach 40 Sekunden zappelte der Ball im Netz – in dem der Gastgeber. Muhammed Kiprit bediente Berlins Jungstar Dennis Jastrzembski, welcher aus etwa zehn Metern in halblinker Position ins lange Eck einnetzte. Lok Leipzig erholte sich vom Rückstand relativ schnell und erhöhte kontinuierlich die Schlagzahl. Bereits nach sieben Minuten hatte David Urban die Riesenchance zum Ausgleich, köpfte aus Nahdistanz aber den eigenen Mann an.

Hertha indes war meist mit Defensivarbeit beschäftigt, hatte durch einen Kopfball von Florian Baak dennoch die große Möglichkeit zum 0:2 (29./Außenpfosten). Nachdem Lok den Druck auch danach weiter hochhielt, jedoch vorwiegend mit Standards kein Glück hatte, sorgte vor allem der agile Robert Berger über rechts mit präzisen Flanken für Gefahr. Ziane (26.) und Berger (30.) scheiterten noch an Hertha-Keeper Dennis Smarsch. Nachdem Jastrzembski aus zehn Metern nach einem Konter für Berlin über das Tor zielte, belohnten sich die Hausherren auf der Gegenseite für ihre Bemühungen. Aykut Soyak setzte zunächst einen Freistoß ans Außennetz (35.), kurz darauf versenkte er die Kugel aus gut 25 Metern. Hertha rettete sich mit dem 1:1 in die Kabine.

Lok drückt nach der Pause und belohnt sich

Die Gastgeber wechselten zur Pause und brachten Stephane Mvibudulu für Sascha Pfeffer. Der Angreifer leitete gleich zu Beginn der zweiten Hälfte die nächste Lok-Drangphase mit einem Hackenzuspiel auf Berger ein. An dessen Flanke rauschten zunächst zwei Lok-Spieler vorbei. Die anschließende Ecke konnte Soyak zwei Mal aus zwei Metern nicht verwerten (51.). Kurz darauf scheiterte auch Salewski nach Mvibudulus starker Vorarbeit (vorbei/53.).

Torjubel nach dem Treffer zum 2:1 durch Torschütze Robert Zickert (mi., 21, Lok) mit Patrick Wolf (li., 14, Lok) und Djamal Ziane (re., 13, Lok)
Erleichterung in Blau-Gelb - Siegtorschütze Robert Zickert lässt sich von Patrick Wolf und Djamal Ziane bejubeln. Bildrechte: Picture Point

Kevin Schulze (53.) und David Urban (57.) verpassten im Anschluss die Führung für die Gastgeber, Smarsch war jeweils zur Stelle. Nach 58 Minuten belohnte Robert Zickert die Fans mit dem 2:1 nach einem Freistoß von Soyak, welchen er volley aus Nahdistanz verwertete. Bis zum Schluss hatte Lok die Partie unter Kontrolle, musste lediglich Sekunden vor dem Ende noch einmal zittern, als Timur Gayret in der Nachspielzeit Lok-Keeper Lukas Wenzel prüfte. Kurz darauf war Schluss. Die Fans der Gastgeber spendeten frenetischen Applaus und feierten ihr Team mit "Spitzenreiter, Spitzenreiter" - Sprechchören.

Die Stimmen zum Spiel:

Andreas Neuendorf (Berlin): "Es war ein verdienter Sieg für Lok. Ein sehr intensives Spiel von beiden Teams. Wir gehen relativ schnell in Führung. Danach haben wir uns nicht gegen den Dauerdruck von Lok wehren können. In der Trinkpause haben wir ein paar Sachen besprochen. Ich war dann sehr erleichtert, als Halbzeit war. Wir hatten Umschaltmomente, in denen wir Tore hätten erzielen können. Lok hatte aber heute immer die bessere Antwort."

Björn Joppe (Leipzig): "Ich habe immer an meine Truppe geglaubt. Riesenkompliment an meine Mannschaft. Wir wollten offensiven Pressingfußball spielen. Dies haben wir über 90 Minuten getan und sind marschiert. Es war ein absolut verdienter Sieg. Wollen demütig bleiben und schauen, dass wir auch in Erfurt Erfolg haben."

mwi

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 27. Juli 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2019, 18:30 Uhr

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Torjubel bei den Spielern von Lok Leipzig 2 min
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