Fußball | Regionalliga Neu formiertes Wacker Nordhausen verliert knapp

21. Spieltag

Wacker Nordhausen hat sein erstes Pflichtspiel nach zwei Monaten Pause knapp mit 1:2 (1:1) daheim gegen Union Fürstenwalde verloren. Das aufgrund des Insolvenzantrages neu formierte Team von Interimstrainer Tino Berbig hielt die Partie vor 628 Zuschauern bis zum Schluss offen, verpasste aber ein spätes Happyend.

Spieler von Union Fürstenwalde erzielt den Treffer zum zum eins zu zwei Endstand. 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten Sa 08.02.2020 16:00Uhr 02:31 min

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Die Gäste begannen auf dem Kunstrasen-Nebenplatz des Albert-Kuntz-Sportparks selbstbewusst und eingespielt, die zu großen Teilen neu zusammengestellten Nordhäuser um Carsten Kammlott, Nils Pichinot und Co. hingegen mussten sich erst finden.

Beils Führung währt nur kurz

Mit Florian Beils erstem Ausrufezeichen (16.) wurde Wacker dann endgültig mutiger. Kurz darauf köpfte Beil eine punktgenaue Eingabe von Stepan Kores sehenswert in den linken Giebel (20.). Die Freude währte jedoch nur kurz, da Union-Mittelstürmer Kimmo Hovi nach Konter über rechts technisch piekfein via Unterkante der Latte ausglich (23.).

Geurts ist hellwach

Zu allem Übel aus Sicht der Hausherren kam Union wacher aus der Kabine. Darryl Geurts behielt nach einem Angriff über die rechte Seite im Strafraum die Ruhe und drehte das Ergebnis endgültig zugunsten der Elf von Trainer Matthias Mauksch (47.).

Im Anschluss probierte Nordhausen viel, die klareren Gelegenheiten hatte aber Fürstenwalde, das jedoch wiederholt die Vorentscheidung verpasste. Es blieb spannend bis zum Schluss. Aus dem Strafraumgetümmel heraus vergab Wacker-Joker Paul Kirchner für sein mittlerweile dezimiertes Team (Vladimir Kovac hatte Gelb-Rot gesehen/88.) die große Chance zum versöhnlichen Ende (90.+4).

Stimmen zum Spiel:

Matthias Maucksch (Fürstenwalde): "Wenn man den Spielverlauf nimmt, war es anhand der Chancen mehr als verdient, dass wir als Sieger vom Platz gehen. Wir machen uns aber das Leben selber schwer, es hier nicht frühzeitig in die richtige Richtung gerückt zu haben. Mit nur einem Tor Unterschied bleibt dann immer eine gewisse Hektik."

Tino Berbig (Nordhausen): "Die Köpfe hängen, alle sind enttäuscht, das ist ein gutes Zeichen. Die Mannschaft wollte und wir waren alles andere als klar unterlegen. Wir gehen in Führung, wollen dann aber gleich zu viel und werden zu Hause ausgekontert. Das ist ärgerlich, aber ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Machen wir so weiter, werden auch die Ergebnisse kommen."

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mhe

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Sport im Osten | 08. Februar 2020 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Februar 2020, 18:54 Uhr

16 Kommentare

Nordhausen55 vor 8 Wochen

User Marc, der Insolvenzantrag wurde von der GmbH und nicht vom Verein gestellt. Dieses Verfahren ist legtim. ob es moralisch richtig ist, ist eine andere Frage und steht jedem Verein zu es so zutun. Solange keine anderen Richtlinien vom DFB gibt. Bin fest davon überzeugt. daß jeder andere Fußballverein es auch so getan hätte. Moral hin und Moral her, interessiert doch keinen mehr.
Nun zu N.Kleofas, bin ich mit Ihnen einer Meinung. Er sollte sich mehr im Hintergrund bewegen und keine öffentlichen Aussagen geben. Auch als Präsident eventuell gleich zurück treten oder im Hintergrung bleiben. Ob die in Umlauf sich befindenen Sachen stimmen, weiß es nicht und Sie sicherlich auch nicht.
Sollte es stimmen , wird N.Kleofas nicht der gerechten Strafe entgehen und so ist aber alles noch offen. Warten wir ab.

Nordhausen55 vor 8 Wochen

Uer FCSL. Ich Kann Ihnen helfen. Ironie auf: Sportfreund bitte eine Mütze oder ähnliches aufsetzen , damit das vorhandene Haupthaar nicht körperverletzt wird und der Kopfteil keinen Schaden nimmt. Ironie zu!

Marc vor 8 Wochen

Liebe Nordhäuser Fussballfans. Nun klärt mich bitte auf, da hier von Unschuldsvermutung geschrieben wird. In Nordhausen wurde vom dortigen Club Insolvenzantrag gestellt. Insolvenzantrag wird wahrscheinlich nicht gestellt, wenn der Club gesund ist. Somit ist doch der Beweis erbracht, dass Herr Kleofas als zuständige Person nicht solide gewirtschaftet hat (Milde ausgedrückt). Ich beziehe mich nur auf Herrn Kleofas, da es anscheinend in dem Club keine anderen Gremien gibt. Im nächsten Schritt wird anscheinend noch ermittelt, ob das geltende Recht angewendet wurde. Daher ist meine Meinung weiterhin, dass ein Rücktritt oder zumindest ein nur noch im Hintergrund erscheinender Verantwortlicher (Falls vom Insolvenzverwalter gewünscht) die richtige Lösung sein sollte.

Artikel auf MDR.de