v. l. Carsten Kammlott (Wacker Nordhausen), Noah Awassi (SV Babelsberg 03)
Bildrechte: Matthias Koch

Fußball | Regionalliga Nordhausen enttäuscht in Babelsberg

Nachholspiel vom 2. Spieltag

Wacker Nordhausen hätte mit einem Sieg beim SV Babelsberg zumindest für zwei Tage Spitzenreiter der Regionalliga werden können. Doch beim noch sieglosen Tabellenvorletzten reichte es nur zu einem 2:2 (0:1), dazu flog Lucas Scholl nach einem groben Foul vom Platz.

v. l. Carsten Kammlott (Wacker Nordhausen), Noah Awassi (SV Babelsberg 03)
Bildrechte: Matthias Koch

Beide taten sich in der ersten Hälfte im Spielaufbau schwer. Die Gäste waren das etwas aktivere Team und gingen so auch in der 32. Minute in Führung, bezeichnenderweise nach einem Standard. Einen Freistoß köpfte Florian Esdorf an die Unterkante der Latte, von wo der Ball kurz hinter der Linie aufkam. Außer einem Konter, den Pieter Wolf vollendete und Jan Glinker mit einem Schuss von halblinks zu einer Parade zwang (41.), kam von den Hausherren in der ersten Hälfte offensiv nichts.

v. l. Stepan Kores (Wacker Nordhausen), Maurice Pluntke (Wacker Nordhausen), Florian Esdorf (Wacker Nordhausen), Jubel nach Tor zum 1:0
v. l. Stepan Kores, Maurice Pluntke und Florian Esdorf (alle Wacker Nordhausen) jubeln nach dem Tor zum 1:0. Bildrechte: Matthias Koch

Genausch hat Sieg auf dem Fuß

Das sollte sich im zweiten Durchgang ändern. Elf Minuten nach Wiederanpfiff gelang erste Tom Nattermann, der nach einem abgewehrten Schuss von Tobias Dombrowa erfolgreich nachsetzte, der Ausgleich. Direkt nach dem Anstoß schafften die Filmstädter sogar das 2:1. Auslöser war Glinker, der Dombrowa den Ball in die Füße spielte (57.). Von Wacker musste nun mehr kommen und tatsächlich spielten die Südharzer nun auch zielstrebiger nach vorn. Der Lohn war der Ausgleich durch einen Kopfball von Nils Pichinot aus spitzem Winkel, bei dem Marvin Gladrow nicht gut aussah (68.). 

Die Angriffsbemühungen der Gäste erlitten danach einen üblen Rückschlag, weil Lucas Scholl wegen eines groben Fouls gegen Ugur Cepni glatt Rot sah (77.). Trotzdem drängte Nordhausen in der Schlussphase noch auf den Sieg, kam aber nur noch zu einer Chance durch den eingewechselten Oliver Genausch, bei dem Gladrow stark parierte (88.). Es blieb beim gerechten Remis, mit dem Wacker immerhin Lok Leipzig überholt und bis Freitag auf Platz zwei springt. Babelsberg rückt nach dem fünften Unentschieden der Saison auf Rang 15 vor.

Stimmen zum Spiel:

Heiko Scholz (Nordhausen): "Die Zuschauer haben ein sehr intensives und interessantes Spiel gesehen. In der ersten Halbzeit haben wir 1:0 geführt durch eine Standardsituation. Da haben wir auch nicht viel zugelassen, bis auf eine gute Chance, die abgefälscht zur Ecke ging. Wir wussten, dass das hier nicht einfach ist. Die Ergebnisse waren vielleicht nicht so, aber ich habe die paar Spiele auch gesehen, die hätten anders ausgehen können. In der zweiten Halbzeit wussten wir, dass wir zulegen und noch zwei, drei Konter fahren müssen, um das 2:0 zu machen. Und dann kam diese ominöse eine Minute, wo wir in Babelsberg ausgekontert werden. Dann zeigen unsere Jungs noch Moral und machen das 2:2. Die Rote Karte muss ich mir nochmal anschauen, eigentlich kann Scholli gar keinen foulen. Dann spielen wir endlich Fußball und haben noch zwei gute Möglichkeiten. Deswegen bin ich mit dem Punkt zufrieden."

Marco Vorbeck (Potsdam): "Ich bin total stolz auf die Mannschaft, wie sie in der zweiten Halbzeit gespielt hat. Wie sie sich gewehrt und ein 0:1 noch in ein 2:1 umgewandelt hat. Für meinen Geschmack hatten wir etwas zu viel Respekt am Anfang. Das Gegentor war natürlich wieder blöd - ausgerechnet ein Rostocker. Wo wir uns vorher drauf vorbereitet haben und gesagt haben, Hexe ist sehr kopfballstark, der ist, glaube ich, 3,50 Meter groß. Zweite Halbzeit ist die Mannschaft besser rausgekommen und hat gefightet bis zum Umfallen. Was mich irritiert, ist, dass wir nach einer Führung das Zittern kriegen. Daran müssen wir arbeiten. Am Ende bin ich gemischter Gefühle: Einerseits stolz auf die Mannschaft. Andererseits enttäuscht, dass wir wieder nur mit einem Punkt hier rausgehen."

cdi

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGENJOURNAL | 12. September 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. September 2019, 22:30 Uhr

6 Kommentare

Nordhausen55 vor 2 Tagen

An das Chemieschwein, Du hast vollkommen recht und wir sehen uns in der nächsten Saison bei uns in Nordhausen wieder. Chemie ist dann zu Gast bei unserer 2. Mannschaft zu den Pflichtspielen. Und die spielt in der Oberliga. Also herzlich willkommen Chemieschwein. Ihr tuts doch gerne in unsere schöne Stadt zu kommen, stimmts.
Und wieder das Thema Zuschauerzahlen. Schlimm,wieder hast du nichts weiter zusagen und reitst auf diese Thema rum. Mehr haste nicht drauf wie das mit den Zuschauern

Chemieschwein vor 2 Tagen

Wie ich die Sache so sehe , werden wir wohl nächste Saison wieder in euer Bergdorf kommen , wir tuns doch gerne , da sind mal mehr als 350 Zuschauer da ...

Nordhausen55 vor 2 Tagen

@Chemieschwein, das gefassele von Dir ist unerträglich und nicht mehr ertragbar, hoffentlich steigt ihr wieder ab und dein Kommentare nicht mehr hier zu lesen sind. Wäre dies schön!

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