Fußball | Regionalliga Remis zwischen Germania und Lok

26. Spieltag

Der VfB Germania Halberstadt und der 1. FC Lokomotive Leipzig haben sich in einer temporeichen und kämpferischen Partie torlos getrennt. Für die Sachsen wäre durchaus mehr drin gewesen, da die Blau-Gelben die besseren Chancen hatten.

Die Zuschauer sahen von Beginn an eine temporeiche Partie. Die erste vielversprechende Tor-Annäherung verbuchte der Leipziger Matthias Steinborn, der aus halblinker Position das Gehäuse knapp verfehlte (6.). Zwei Minuten später schlenzte auf der Gegenseite Lucas Surek die Kugel knapp am rechten Pfosten vorbei. Die Gäste kamen in der 23. Minute zur nächsten Chance: Nach einem Pass von Robert Zickert bekam Sascha Pfeffer die Kugel sechs Meter vor dem Germania-Kasten aber nicht unter Kontrolle. Kurz darauf eine weitere Gelegenheit für Lok durch Steinborn, der einen satten Schuss ans rechte Außennetz setzte (27.).

Kampf um jeden Ball - Schinke muss früh runter

Im Anschluss kämpften beide Teams leidenschaftlich um jeden Meter, obwohl weitere gute Möglichkeiten ausblieben. In der 30. Minute musste Leipzigs Paul Schinke angeschlagen vom Feld, für ihn kam Ryan Malone in die Partie. Der US-Boy hatte kurz vor der Pause eine weitere Gelegenheit für die Gäste, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei (43.).

Spieler von Halberstadt und Lok Leipzig kämpfen um den Ball. 4 min
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Lok nutzt seine Chancen nicht

Nach dem Wechsel investierte Germania in den ersten Minuten mehr, allerdings sprang dabei nichts Zählbares heraus. Mit zunehmender Spieldauer erhöhten die Gäste den Druck. In der 64. Minute hatte Malone die bis dahin beste Chance, als er frei von der Strafraumgrenze abzog und Germania-Keeper Fabian Guderitz zur Glanztat zwang. Germania blieb zwar in der Offensive bemüht, doch die rustikalen Leipziger ließen vor allem auf den Flügeln kaum etwas zu. Lok hatte indes noch eine gute Möglichkeit zur Führung, als der kurz zuvor eingewechselte Djamal Ziane aus elf Metern am erneut gut reagierenden Guderitz scheiterte (81.).

Stimmen zum Spiel:

Björn Joppe (Teamchef Lok): "Aus meiner Sicht ein sehr zerfahrenes Spiel. Wir wollten fußballerisch etwas bewegen, was auf diesem Boden leider nicht möglich war. Halberstadt ist uns sehr engagiert entgegengetreten. Die Jungs wären wohl auch noch drei Stunden länger so intensiv angelaufen. Wir hatten aus meiner Sicht die etwas klareren Chancen. Wenn wir eine Spitzenmannschaft wären, hätten wir mindestens eine davon genutzt und wären als Sieger nach Hause gefahren. So nehmen wir den einen Punkt dankbar mit. Der Schiedsrichter war nicht immer Glücklich in beiden Richtungen. Dass Salewski nicht Rot sieht, da können wir froh sein."

Maximilian Dentz (Coach Halberstadt): "Wir wollten mit aggressiver Spielweise Lok unter Druck setzen und hatten das hohe Ziel, um den ersten Heimsieg zu kämpfen. Die Qualität von Lok kennen wir und sammeln so den einen Punkt auch wieder für den Klassenerhalt. Ich stimme Björn in vielem zu, verstehe aber nicht, dass Salewski Gelb sieht und aus einer Rudelbildung von vier Spielern nur Hofgärtner die Gelbe Karte bekommt, der für ein völlig harmloses Vergehen die gleiche Strafe erhält wie der Übeltäter. Das schmerzt uns sehr, weil er damit in Rathenow fehlen wird, wo wir enorme Kampfkraft brauchen werden."

lta/bw (Halberstadt)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 24. März 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. März 2019, 18:34 Uhr

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2 Kommentare

24.03.2019 18:19 Steffen 2

...wäre kool, wenn ihr bei der Pressekonferenz auf den Namen des LOK-Trainers geachtet hättet, es war Björn Joppe (so wie bei jeder Pressekonferenz) - er wurde vor seinem Statement laut angesagt und er stand während seines Statements aufgeschrieben auf dem Namenschild vor ihm...

24.03.2019 18:07 Martinski 1

Lieber MDR! Bei den Trainer-Stimmen zum Spiel hat bei Lok Herr Joppe gesprochen, nicht wie oben angegeben, Herr Lisiewicz.

[Danke für Ihren Hinweis, wir geben das umgehend weiter, viele Grüße, Ihre MDR.de-Redaktion]