Fußball | Regionalliga Lok-Geschäftsführer Mieth: "Auf- und Abstiegsregelung beibehalten"

Lok Leipzig will wie die Mehrheit der Klubs die Regionalliga-Saison zu Ende spielen. Das Ziel der Messestädter ist der Aufstieg in die 3. Liga. Doch die Zeit wird langsam knapp. Wir sprachen mit Lok-Geschäftsführer Martin Mieth im "SpiO"-Talk.

Mehrheit für Fortsetzung und einvernehmliche Lösungen

Martin Mieth bestätigte am Freitag (17.04.20), dass die Mehrheit der Vereine für eine Fortsetzung der Saison mit Abschluss bis zum 30. Juni sei. Damit solle auch die Auf- und Abstiegsregelung beibehalten werden, so der Lok-Geschäftsführer. Dennoch sei die Liga auch von den Entscheidungen der Politik abhängig.

Nächste Besprechungsrunde Anfang Mai

Nach der nächsten Entscheidung durch die Bundesregierung, wie mit der Corona-Krise umgegangen wird, werde es Anfang Mai die nächste Besprechungsrunde zwischen dem Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) und den Regionalligisten geben. Vor der Videokonferenz am Donnerstag hatte sich die Mehrheit der Vereine noch für einen Abbruch ausgesprochen.

Für Lok Leipzig ist der Aufstieg in die 3. Liga das Ziel. Mieth betonte: "Wir arbeiten seit 2015 mit allen Mitteln darauf hin und wollen eine faire Lösung im Sinne des Sports."

Livestreams von MDR/RBB helfen Klubs finanziell

Dass MDR/RBB die Vereine mit Livestreams auf deren Homepage unterstützen wollen, wurde von den Klubs "wohlwollend aufgenommen", erklärte Mieth. Die Vereine seien auf Zuschauer angewiesen und es sei eine große Hilfe, auch dahingehend, dass man die Saison sportlich weiter bestreiten könne.

Die Vermarktung über die Livestreams könnte auch Lok finanzielle Vorteile und je nach Gegner mehr Zuschauer bringen, auch wenn das Stadionerlebnis nicht ersetzt werde. Obwohl Lok grundsätzlich gegen Geisterspiele sei, werde die Möglichkeit zur Durchführung intern geprüft. "Wenn es die einzige Möglichkeit ist, eine sportliche Entscheidung der Saison herbeizuführen, würden die Fans das auch unterstützen", resümierte Mieth.

fth

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 17. April 2020 | 19:30 Uhr

12 Kommentare

Thommi Tulpe vor 10 Wochen

Es ist Ihre ganz persönliche Wahrnehmung. Ich hatte mich - nach meinen grammatischen Kräften - um Verständliches OHNE persönliche Wertung bemüht. Für Ihre "Sportskanone" Mieth sind auch für Lok Geisterspiele vorstellbar. Auch mal den MDR-Videotext lesen! Der "normale" Bürger ist aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Es gibt Kontaktbeschränkungen. "Hüppen" im Fall von Geisterspielen nicht auch bei Lok 22 Männer inklusive Schiedsrichtern, Linienrichern und Balljungen über den Platz bzw. an den Seitenlinien hin und her?

Chili Palmer vor 11 Wochen

Na ja, die von dir erwähnten Majoritäten ändern sich gerade etwas. Scheint in deiner verklärten Wahrnehmung nicht so die Rolle zu spielen - kennen wir von dir. In deinem Urteilsvermögen auch ständig am Ziel vorbei zu schrammen ist bemerkenswert konsequent.
Ob wir unsere erste in Zukunft weiter unter professionellen Bedingungen arbeiten lassen können ist sicher fraglich. Ein ehernes Naturgesetzt allerdings war, ist und wird immer sein: Wir oben, ihr unten.

Chili Palmer vor 11 Wochen

Du Thommi, lies noch mal bei dir nach. Für mich klingt das abschätzig. Falls nicht, hast du recht und ich meine Ruhe. Aber die Sonderrolle für Lok, von der du schreibst, die müßtest du uns dann doch kurz erläutern.