Fußball | Regionalliga Nordost Chemie-Trainer Jagatic: "Mal schauen, ob alle frei bekommen"

Für die Spieler von Chemie Leipzig gibt es kein Verschnaufen. Bereits am Dienstag (17:30 Uhr im Livestream) steht der Mannschaft von Trainer Miroslav Jagatic in Lichtenberg die nächste Bewährungsprobe bevor. Welche Spieler allerdings im Bus nach Berlin sitzen werden, das konnte der 44-Jährige noch nicht genau sagen.

Die BSG Chemie Leipzig gehört in der noch jungen Saison zu den Überraschungsteams der Regionalliga Nordost. Nach dem 1:1 am Samstag gegen die Hertha-Bubis gibt es für die Mannschaft von Chemie Trainer Miroslav Jagatic kein Verschnaufen. Bereits am Dienstag (17:30 Uhr im Livestream und in der SpiO-App) geht es zum Auswärtsspiel zum SV Lichtenberg 47.

Chemie könnte die Spitze übernehmen

Gelingt den Leutzschern im legendären Lichtenberger Hans-Zoschke-Stadion ein Dreier, würde die BSG Chemie zumindest über Nacht wieder an der Spitze stehen. Ein Gedanke, mit dem sich der BSG-Coach durchaus anfreunden kann. Die Grün-Weißen wollen etwas mitnehmen, dennoch wird es ein "Riesenakt" werden, dieses Ziel zu erreichen. Welche Mannschaft er aufs Feld schicken wird, darüber hielt sich Jagatic noch bedeckt. Von Geheimnistuerei jedoch keine Spur, denn der 44-Jährige weiß noch nicht, wer alles von seinen Spielern am Dienstag mit im Bus Richtung Berlin sitzen wird. Viele studieren, viele gehen arbeiten: "Wir müssen schauen, ob morgen alle von ihren Chefs frei bekommen. Auch davon hängt die Aufstellung ab."

Trainer Miroslav Jagatic, (Chemie Leipzig) 1 min
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Chemie Leipzig kämpft gegen Lichtenberg um die Tabellenführung in der Regionalliga. Doch es wartet eine besondere Herausforderung auf die BSG, sagt Coach Miroslav Jagatic.

Mo 31.08.2020 13:19Uhr 00:29 min

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"Geschockt" über Abt-Entlassung

Für Jagatic ist die VSG Altglienicke das Topteam der Liga. Er denkt, dass die Mannschaft von Karsten Heine keiner aufhalten kann. "Schön wäre es natürlich, wenn wir sie etwas ärgern könnten", sagte Jagataic schmunzelnd. Zudem denkt er, dass trotz des Fehlstarts der Chemnitzer FC, Carl Zeiss Jena und der FC Energie Cottbus noch kommen werden. Apropos Cottbus. Jagatic war "geschockt" über die Entlassung von Sebastian Abt. Er schätzt den ehemaligen Energie-Trainer als absoluten Fußball-Fachmann ein. "Bei ausbleibendem Erfolg greifen dann halt die Automatismen. Es gibt wenige Vereine, die da die Nerven behalten."

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 31. August 2020 | 13:00 Uhr

5 Kommentare

Gustav vor 8 Wochen

Wenn du meinst. Warum ist Chemie mehr in der Spur als die bisherigen Gegner? BFC, TeBe und Hertha II wissen genauso lange um ihre Spielklasse. Einzig bei Chemnitz und bei deiner Lok sehe ich eine verkürzte Vorbereitung, die einen unruhigen Start in die Saison begründen könnten.

Chili Palmer vor 8 Wochen

Du meinst, das fügt sich mit eurem Trainer gerade so gut wie letzte Saison, als grüngrau monatelang das Meer vom Strand aus nicht getroffen hat. Da kann man ja beruhigt sein, dass die aktuelle Tabelle offensichtlich nur auf den Umstand zurück zu führen ist, dass die Klubs noch nicht in der Spur sind.

Gustav vor 8 Wochen

Sehr sympathisches Interview. Miro und Chemie passen einfach gut zusammen.
Ich finde es auch unverständlich, wie Energie Cottbus mit Zweijahresplan den Trainer im ersten Jahr nach der dritten Niederlage (mit Meuselwitz und Viktoria Berlin gegen zwei Teams, die sich sehr gut verstärkt haben) gleich rauswirft. Da scheinen die Nerven blank zu liegen oder das Ziel war doch ein Anderes.

GWG Gustav