Fußball | Regionalliga Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Lok-Fans ein

Lok Leipzig
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Die Staatsanwaltschaft Berlin hat das Verfahren gegen Anhänger von Regionalligist 1. FC Lokomotive Leipzig im Zuge einer im vergangenen Oktober gestellten Anzeige beendet und sämtliche im Raum stehenden Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen. "Nach Auswertung der vorliegenden Videoaufzeichnungen dürfte von den Fans lediglich der Ausdruck 'Niemals' gerufen worden sein. Das Verfahren wegen der Fangesänge beim Auswärtsspiel in Berlin wurde gemäß § 170 Abs. 2 StPO eingestellt", teilte die Justizbehörde am Mittwoch (30.01.2019) mit.

Es dürfte lediglich der Ausdruck 'Niemals' gerufen worden sein.

Staatsanwaltschaft Berlin

Während der Regionalliga-Partie des 13. Spieltages, das die Blau-Gelben gegen die VSG Altglienicke im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark mit 2:4 verloren hatten, sollen die beschuldigten Anhänger im Auswärtsblock am Strophenende eines ihrer Fan-Lieder "Sieg Heil" gerufen haben.

Der Verein hatte das damals in einer offiziellen Mitteilung vehement bestritten und erklärt: "Wir können komplett ausschließen, dass unsere Fans derartiges gesungen haben. Es handelt sich hierbei um ein Fanlied, dass seit vielen Jahrzehnten in vielen Stadien gesungen wird. Es handelt sich um die Melodie des Songs 'Auld Lang Syne' aus dem Film 'Bridges of Waterloo' in der es heißt: 'Von Rostock bis nach Liverpool'. Die letzte Zeile endet hier mit 'Der 1. FC Lok Leipzig, der wird niemals untergeh'n ... niemals!'".


red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 02. Februar 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. Januar 2019, 16:14 Uhr

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13 Kommentare

31.01.2019 07:26 123lok 13

@11

Und deswegen muss es so gewesen sein?... leuchtet ein ;)

Der Gutmensch schwingt nun mal die Faschismuskeule. :-) Petri und so

30.01.2019 22:37 Gabi 12

Man sollte sich mal um solche Leute kümmern die ständig solche Anzeigen stellen, weil sie überall irgendetwas rechtes vermuten.
Es geht ja dann auch um den Bestand der Üblen Nachrede.

30.01.2019 21:44 B.Ate 11

Bei der bekanntermaßen linksalternativen Fanszene dieses so weltoffen-kosmopolitischen Traditionsvereins wäre das ja auch ein Ding der Unmöglichkeit gewesen.

30.01.2019 20:08 Steffen 10

Ja immerhin, aber das Einräumen eines Fehlers oder gar eine Entschuldigung dürfte von der MDR-Sportredaktion nicht zu erwarten sein, ich befürchte, da fehlt es an Charakter und Größe...

30.01.2019 19:50 wwdd 9

Zu 2, So unstimmig, wie beim Sänger Gaballier.

30.01.2019 18:42 Sachse43 8

Da sollten sich die Anzeigenerstatter mal gehörig die Ohren waschen und strafrechtlich, u.a. wegen übler Nachrede vor dem Kadi erscheinen und abgeurteilt werden.

30.01.2019 18:29 Wie bestellt -so geliefert 7

Blumenfreund@2 Wenn noch welche rufen würden Heil Hitler dann wäre das für sie wohl auch nicht so schlimm?

30.01.2019 18:24 Sachse43 6

Da sollten sich die Anzeigenerstatter mal gehörig die Ohren waschen und strafrechtlich, u.a. wegen übler Nachrede vor dem Kadi erscheinen und abgeurteilt werden.

30.01.2019 18:10 moneypenny 5

Ich denke, ein solches verfahren ist typisch für dieses Land, das längst nicht mehr mein Land ist und für das ich mich abgrundtief schäme.
Wenn nun noch der MDR der Unterlassungsklage im verlautbarten Fall : " Lok Lpz. - Insolvenzverschleppung " entspricht, die rufschädigenden Beiträge zurücknimmt, einhergehend mit einer satten öffentlichen Entschuldigung der öffentlichen Anstalt, ...
nein , dann ist noch nicht Alles gut, dann zeigt das nur die Widerlichkeiten, die hierzulande, ungestraft , an der Tagesordnung sind

30.01.2019 17:01 Loki2019 4

An den MDR...
Einst mit Getöse auf den fahrenden Fehlberichterstattungszug aufgesprungen... ohne investigativ RICHTIG zu recherchieren...
Wie wäre es denn mal mit einer Richtigstellung aus dem eigenen Haus und einer Entschuldigung?
Mal sehen was da noch kommt...
Wahrscheinlich nichts...