Fußball | Regionalliga Joppe legt Amt beim 1. FC Lok nieder - Wolf übernimmt vorerst

Björn Joppe (1. FC Lok Leipzig)
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Personal-Hammer in Leipzig-Probstheida: Björn Joppe ist nicht mehr Teamchef des 1. FC Lok. Gemeinsam mit seinem Assistent Ronny Surma habe der 40-Jährige "aus persönlichen Gründen" sein Amt niedergelegt, informierte der Regionalligist am Samstagmittag (19. Oktober). Auch der offizielle Cheftrainer Rainer Lisiewicz - Joppe fehlt die dafür nötige Lizenz - wird am kommenden Montag (21. Oktober) beim Heimspiel gegen den SV Babelsberg nicht mehr auf der Bank sitzen. Mit ihm werde "eine Lösung in seinem Sinne und im Sinne des Vereins gefunden", teilten die Blau-Gelben mit.

Wolfgang Wolf und Nicky Adler
Sportdirektor Wolfgang Wolf (li.) - hier mit dem verletzten Routinier Nicky Adler - betreut das Team zunächst. Bildrechte: imago images/Picture Point

Die Verantwortung wird bis auf Weiteres interimsweise Sportdirektor Wolgang Wolf übernehmen. Über Details dieser vollkommen unerwarteten Entscheidung wollte die Klubführung bislang noch keine Auskünfte geben. "Mehr können wir momentan nicht sagen", hielt sich Geschäftsführer Martin Mieth im Gespräch mit sport-im-osten.de bedeckt. Auch wer Wolf am Montagabend assistieren wird, beispielsweise der seit längerem verletzte Routinier Nicky Adler, stehe noch nicht fest, betonte Mieth: "Sobald es diesbezüglich etwas Neues gibt, werden wir die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis setzen."

Zumindest ergebnistechnisch gibt es derzeitnur wenig zu bemängeln. Der FCL verlor vor zwei Wochen zwar das prestigeträchtige Ortsderby mit 0:2 bei der BSG Chemie, steht nach dieser ersten Saisonniederlage jedoch auf Rang drei der Regionalliga Nordost und zog erst am vergangen Wochenende nach einem 4:1 bei Liga-Konkurrent VfB Auerbach ins Achtelfinale des Sachsenpokals ein.

Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge soll die Stimmung intern allerdings alles andere als rosig gewesen sein. Demnach sorgte sowohl die Trainingsintensität unter Joppe als auch dessen "arroganter Führungsstil" für Unmut in der Mannschaft, wodurch er zuletzt den Rückhalt bei den Spielern verloren habe. Die Verantwortlichen der Leipziger dankten dem gebürtigen Wuppertaler in ihrer Pressemitteilung "für seine erfolgreiche Arbeit in Probstheida ganz herzlich. Im September 2018 hatte Björn Joppe die Mannschaft in einer sehr schwierigen Phase übernommen und in der Folge aus dem Tabellenkeller geführt."

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mhe

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 19. Oktober 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2019, 10:56 Uhr

9 Kommentare

Aalfred vor 18 Wochen

Wieso kommt Probstheida nicht zur Ruhe? Woran machst du das denn genau fest? Wegen nem Trainer Wechsel? Schaut lieber auf euch und euer Umfeld..... Jetzt ergibt die Arbeitsverweigerung zum Derby auch Sinn... Freue mich auf das Rückspiel... BGG

Hase Popnase vor 18 Wochen

Das kommt jetzt selbst für mich Schämiker überraschend. Ich habe das Spielsystem ( außer gegen uns), welches der Joppe gespielt hat sehr bewundert.
Wenn da mal nicht der Sportvorstand seine Hände im Spiel hatte?
Uns Leutzschern kann es ja Recht sein.
Köstlich wie man in Probsthei nicht zur Ruhe kommt.

Christin vor 18 Wochen

„…als ostdeutscher Verein in kompletter Westhandel…“
Um Himmels Willen! Wo kommen Sie denn her? Ist ganz schlimm, wenn ein Westdeutscher in einem sächsischen Verein arbeitet! Furchtbar, oder? Ich denke, Lok will höher hinaus? Warum nicht auch mal Kompetenzen aus NRW oder NS oder weiß der Kuckuck woher? Spielt das eine Rolle überhaupt? Meine Güte, ist das kleinkariert. Dann mal schnell in die Pappe gestiegen, das Uri geöffnet und die guten Sackleinen wieder anziehen. Bloß nichts aus dem „Westen“ … Ih Pfui Teufel. #IronieAus