Fußball | Regionalliga Nordost Auerbach bleibt eine Heimmacht

16. Spieltag

Der VfB Auerbach hat seine beeindruckende Heimserie ausgebaut. Die Vogtländer feierten in einer umkämpften Partie gegen Union Fürstenwalde trotz fast 70-minütiger Überzahl einen glücklichen 3:2 (1:1)- Heimsieg. Es ist der fünfte Erfolg vor heimischem Publikum in Folge.

von Raphael Hondorf (aus Auerbach)

Auerbach kämpft sich zurück

Sven Köhler änderte sein Team nach der 1:2-Niederlage  beim Bischofswerdaer FV auf zwei Positionen. Der wiedergenese Paul Horschig rückte gemeinsam mit Marcin Sieber für Daniel Tarczal und Niklas Jeck ins Team. Die Hausherren mussten nach sieben Minuten den Rückstand hinnehmen. Nach einer Ecke kam Franz Hausdorf mit dem Hinterkopf an den Ball und der landete im Winkel des Auerbacher Tores.

Marcel Schlosser VfB Auerbach
Bildrechte: imago images / foto2press

Eine fragwürdige Schiedsrichterentscheidung führte dann zum Ausgleich und dazu, dass die Gäste erst den Faden und kurz im Anschluss einen Spieler verloren. Aber der Reihe nach. Zunächst entschied Schiedsrichter Eugen Ostrin nach einem vermeintlichen Handspiel auf Elfmeter für Auerbach. FSV-Kapitän Ingo Wunderlich beschwerte sich zu sehr und sah die gelbe Karte. Auch die Bank der Gäste war nicht zu beruhigen, Trainer Matthias Mauksch und ein weiterer Betreuer sahen ebenfalls den Karton. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marcel Schlosser sicher links unten (15.). Drei Minuten später senste Wunderlich dann am Seitenrand einen Auerbacher um, und sah völlig zurecht den Platzverweis.

Mit dem einen Mann mehr waren die Vogtländer natürlich am Drücker, vergaben aber reihenweise gute Chancen. Marc-Philipp Zimmermann (20./24./34.) oder Horschig (32.) zielten zu ungenau oder bekamen nicht genug Druck hinter den Ball. Die Gäste waren nach dem Platzverweis nur noch nach Fehlern der Gastgeber gefährlich.

Zimmermann macht es – wer sonst?

Im zweiten Abschnitt hatten die Sachsen mit ein paar Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen – die Pause hatte den Spielfluss genommen. Die erste richtig dicke Chance in Halbzeit zwei hatten die Gäste. Nils Stettin versuchte es aus der Distanz mit einem Gewaltschuss – der ging nur knapp neben das VfB-Gehäuse (55.). Wenig später gelang Auerbach schließlich die Führung. Nach einem Eckball bekam Torjäger Zimmermann den Ball halbrechts im Sechzehner und haute ihn trocken hoch ins kurze Eck (62.).

Jubelnder Zimmermann
Bildrechte: Markus Schädlich

Nur eine Minute später fast das nächste Tor. Amer Kadric brachte den Ball zwar im Gehäuse unter, zuvor stand ein Teamkollege aber im Abseits. Also weiterhin 2:1. Das da keine Ergebnis zum Ausruhen ist, bemerkten die Gastgeber nur kurze Zeit später. Ein Freistoß von Joshua Putze klärte VfB-Schlussmann Stefan Schmidt in höchster Not zur Ecke (70.). Bei Auerbach hatte Schlosser bei einem Freistoß das dritte Tor auf dem Fuß. Aber Richter war zur Stelle (74.).  Dann wurde es in den Schlussminuten noch einmal  turbulent. Zunächst schlief die Defensive der Hausherren und ließ die Gäste bis in den Strafraum marschieren, wo Kemal Atici zum 2:2 traf (85.). Doch dank eines Kopfballaufsetzers von Zimmermann in der Nachspielzeit blieben alle drei Punkte im Vogtland.

Das sagten die Trainer

Matthias Mauksch (Fürstenwalde): „Wir wurden zum wiederholten Mal betrogen. Und das vom gleichen Schiedsrichter. So etwas kann ich nicht mehr durchgehen lassen. Der gleiche  Mann hat uns schon bei Hertha II verpfiffen. Der Platzverweis gegen unseren Spieler ist gerechtfertigt. Da darf er nicht so blind reingehen. Aber die Elfmeterentscheidung ist nicht hinnehmbar. Ich möchte auch darum bitten, dass dieser Schiedsrichter keine Spiele mehr von uns pfeift.  Man kann ja Fehler machen, auch als Schiedsrichter, aber nicht in dieser Häufigkeit. Er macht ein Spiel – in dem wir recht gut drin sind – kaputt. Wir hatten auch in Unterzahl weiter gute Chancen. Aber im Endeffekt gehen wir als Verlierer vom Platz, weil wir in der allerletzten Aktion die Konzentration vermissen lassen haben.“

Sven Köhler: „Wir wussten, dass Fürstenwalde eine gute Mannschaft hat. Das hatten sie in den letzten Spielen nachgewiesen. Ohne den Platzverweis wäre es für uns natürlich viel schwieriger geworden heute. Den Elfmeter vorher kann ich nicht einschätzen, dafür war ich zu weit weg. Danach haben wir es in der ersten Halbzeit recht gut gemacht, die zweite Hälfte dann aber nicht mehr. Fürstenwalde hat mit viel Leidenschaft und Disziplin verteidigt. Ich hätte mir gewünscht, dass wir das 2:1 über die Zeit gebracht hätten, denn das 2:2 hat sich zwischenzeitlich wie eine Niederlage angefühlt. Aber heute  hatten wir – im Gegensatz zur Niederlage vor 14 Tagen – das Glück auf unserer Seite.“

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. November 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. November 2019, 20:13 Uhr

6 Kommentare

Preusse vor 8 Wochen

Fürstenwalde klar betrogen...aber das heißt im Fussball Tatsachenentscheidung !!! Den Kommentar vom Fürstenwalder Trainer finde ich treffend...wer beobachtet denn die "armen" Schiedsrichter und schreitet ein ? Aber wir haben ja so wenige...ein Tummelplatz für Kreisklasse-Schieris.

Roccos vor 8 Wochen

Wir können auch gut damit leben wenn wir am Ende der Saison auf einen Abstiegsplatz liegen. Das sind wir ja gewöhnt. Jedenfalls ist Auerbach nach Plauen die Nr.3 im Vogtland!

Anti_Abfuhr_Andy vor 8 Wochen

Ach wie schön :)
Unser kleiner neidischer Freund aus Plauen ist wieder mal da :)

Freut mich, das du am Sieg teilhaben möchtest :)

Wichtiger Sieg gestern!!

Schöne und erfolgreiches Wochenende an alle!!! Außer nach Pl... :D