Fußball | Regionalliga Auch bei Abstieg: Trainer und Torjäger bleiben in Auerbach

Noch ist unsicher, in welcher Liga der VfB Auerbach kommende Saison spielt. Sicher ist aber, dass Trainer Sven Köhler am Ball bleibt - unabhängig von der Spielklasse. Und auch ein Torjäger hat "Ja" zum VfB gesagt.

Umarmung zwischen Sven Köhler (Trainer VfB Auerbach) (li.) und Marc-Philipp Zimmermann (Mittelstürmer VfB Auerbach, Rueckennummer 33) (re.)
Bleiben in Auerbach: Sven Köhler und Marc-Philipp Zimmermann. Bildrechte: IMAGO / opokupix

Der höchst abstiegsbedrohte Fußball-Regionalligst VfB Auerbach kann auch in der neuen Saison auf seinen Trainer Sven Köhler setzen. Köhler verlängerte seinen Vertrag bis 2024 . Auch Torjäger Marc-Philipp Zimmermann und Torhüter Stefan Schmidt bleiben dem Verein - unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit - erhalten.

"Wir sind überaus glücklich darüber, dass beide Spieler und der Trainer diese Loyalität für unseren Verein zeigen und so für die letzten Spiele und die Mannschaft ein positives Zeichen setzen“, sagte VfB-Präsident Knut Beyse in einer Pressemitteilung. Zimmermann ist seit Jahren die Lebensversicherung der Vogtländer. Der 32-jährige Top-Stürmer erzielte in 148 Pflichtspielen 89 Tore für den VfB. Er spielt seit Januar 2017 in Auerbach. Der 33-jährige Schmidt ist sogar noch ein halbes Jahr länger da und stand bisher in 169 Pflichtspielen im Tor.

Köhler: Schon länger Gespräche geführt

Seit 2018 arbeitet Sven Köhler als Cheftrainer in Auerbach. Dass er an Bord bleiben wird, war keine Überraschung. "Wir haben uns schon vor längerer Zeit zusammengesetzt und darüber geredet", erzählt er "Sport im Osten". Dass er mit Zimmermann und Schmidt auch künftig auf zwei Topspieler setzen kann, dürfte seine Entscheidung noch erleichtert haben. Damit ist auch im Falle des Abstiegs ein starkes Grundgerüst sicher.

Farid Abderrahmane (Lok Leipzig, 8) und Marc-Philipp Zimmermann (VfB Auerbach, 33) im Zweikampf
Bildrechte: IMAGO / foto2press

Ziel sei es jetzt aber, die "Saison ordentlich zu Ende bringen. Ein kleines Fünkchen Hoffnung besteht ja noch", sagt Köhlerr, gibt aber zu: "Die Wahrscheinlichkeit ist gering". Der Fokus liege eher darauf, im eigenen Kader zu schauen, wer bereit ist, in die Oberliga mitzugehen. Köhler glaubt, dass im Falle eines Abstiegs einen größeren Umbruch geben wird. "Sollten wir absteigen, werden wir versuchen, das ganze Ding rückgängig zu machen", meint er kämpferisch.

Köhler bleibt hauptamtlicher Trainer

Köhler wird auch im Falle des Abstiegs als hauptamtlicher Trainer arbeiten. Allerdings wird sich sein Aufgabengebiet nach dem Rückzug von Volkhardt Kramer erweitern. "Wir werden Aufgaben, die Volkhardt inne hatte, auf mehrere Schultern verteilen. Das ist völlig in Ordnung", sagt der 56-Jährige, der einst in Chemnitz und Halle unter Profibedingungen gearbeitet hat. Diese Zeit möchte er nicht missen. Allerdings weiß auch Köhler, dass es deutlich mehr Tainer als Top-Vereine gibt. "Man hat das Gefühl, man muss jung und Trainer in einem Nachwuchsleistungszentrum gewesen sein, um für einen Verein interessant zu sein. Alte Erfolge zählen da weniger." Sich auf dem Sofa ausruhen und auf Angebote zu warten, sei für ihn nie eine Option gewesen. "Ich will arbeiten und gute Arbeit abliefern", macht er klar.

Trainer Sven Köhler (VfB Auerbach)
Bildrechte: IMAGO / foto2press

Man hat das Gefühl, man muss jung und Trainer in einem Nachwuchsleistungszentrum gewesen sein, um für einen Verein interessant zu sein. Alte Erfolge zählen da weniger.

Sven Köhler (Trainer, VfB Auerbach)

In Auerbach weiß wohl jeder, dass der drohende Abstieg nicht dem Trainer anzukreiden ist. Aus der aktuellen Mannschaft ließ sich nicht mehr herausholen, das zeigte zuletzt auch das bittere 2:4 im Abstiegsspiel gegen Optik Rathenow.

Sven Köhler 3 min
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

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Sanny Stephan

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 30. April 2022 | 16:00 Uhr

8 Kommentare

Zwickauer1 vor 40 Wochen

Zimmermann (Zimbo) ist Zwickauer und wie in Auerbach auch eben in Zwickau noch ein Fußballgott.
Aber Zimbo fühlt sich in Auerbach wohl und das ist wichtig.
Er geht ja hauptberuflich auch als Polizist auf Arbeit und bringt somit Beruf und Sport unter einem Hut.
Sehr gut Zimbo.
In Zwickau bleibst Du unvergessen mit deinen vielen Toren.
Sportliche Grüße nach Auerbach aus Zwickau.

oldie71 vor 40 Wochen

Erstmal den Klassenerhalt schaffen !
Halt ein Chemnitzer Jung der Köhlei und Zimmermann ein Urgestein aus Auerbach!
Feine Geste von beiden dem Verein treu zu bleiben!

sportspecker vor 40 Wochen

Der Köhler kommt aus Brand-Erbisdorf!

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