Fußball | Regionalliga Viktoria Berlin und die Suche nach einem geeigneten Stadion

Die Freude über den Drittliga-Aufstieg lässt sich Viktoria Berlin nicht nehmen. Doch ein Problem bleibt bestehen: Ein geeignetes Stadion muss her. Viel Zeit bleibt in Lichterfelde nicht.

Stadion Lichterfelde
Genügt nicht den Ansprüchen für Drittliga-Spiele: Stadion Lichterfelde. Bildrechte: imago images/Ed Gar

NOFV-Vize Schultz bringt Flughafen-Arena in Tegel ins Spiel

Das Stadion in Lichterfelde genügt nicht den Drittliga-Anforderungen durch den Deutschen Fußball-Bund. Ausweichorte in Berlin wären das Mommsenstadion oder das Olympiastadion, was jedoch mit großen Kosten verbunden wäre. Der Präsident des Berliner Fußball-Verbandes und NOFV-Vizechef Bernd Schultz bezeichnete es als "Armutszeugnis für die Stadt Berlin", dass nach jahrelangen Diskussionen keine neue Genehmigung für den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark als Spielstätte vorliege.

Als Alternative brachte Schultz eine provisorische Arena auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel ins Spiel.

Bernd Schultz 17 min
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Sport im Osten Fr 16.04.2021 19:00Uhr 16:50 min

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Das NOFV-Präsidium hatte am Freitagabend den Saisonabbruch wegen der Corona-Pandemie bestätigt. Regionalliga-Spitzenreiter Viktoria Berlin wurde somit zum Aufsteiger erklärt. Vereinspräsident Ulrich Brüggemann sagte: "Das ist für uns eine Riesensache. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Verein im Frühjahr 2019 durch die Insolvenz geführt werden musste. Was sich seither in Lichterfelde entwickelt hat, ist gar nicht hoch genug zu bewerten."

Kommt Jena noch in den Drittliga-Genuss?

Sollte Viktoria keine den Regularien entsprechende Spielstätte finden, wäre der Aufstiegstraum für die neue dritte Kraft im Berliner Fußball hinter den Bundesligisten 1. FC Union und Hertha BSC allerdings schnell wieder vorbei. Es ist seitens des DFB so, dass dann der nächstplatzierte nachrücken kann, sofern er nicht ein ähnliches Problem hat, da warten wir jetzt mal die Prozesse ab", sagte Schultz.

Erster Nachrücker wäre die VSG Altglienicke, die aber ähnliche Schwierigkeiten mit dem Stadion hat. Nutznießer könnte letztlich noch der Tabellenvierte FC Carl Zeiss Jena sein, der im Gegensatz zum Drittplatzierten Chemie Leipzig die Lizenzunterlagen für die 3. Liga eingereicht hatte.

 jmd/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. April 2021 | 14:00 Uhr

5 Kommentare

Quentin aus Mondragies vor 32 Wochen

Naja, ich hatte einen Herzensverein der es andersrum gemacht hat und dann in der Versenkung gelandet ist. Das war erstmal Kasperletheater. Und es gibt sogar Truppenteile, die kopieren dies. Das sind dann so richtige Lichtstädte, Leuchttürme des Kasperletheaters.
Für mich würde ja reichen, wenn mein Herzensverein vernünftige Videotechnik installiert und seine Spiele über irgendjemanden streamt. Da bezahle ich auch mal gerne 3,99 EUR. Die Liga ist da vollkommen Mumpe und wenn der Gegner "An der Lache" heißt, vollkommen egal.

NeuerHeip vor 32 Wochen

Es könnte auch noch den 1. FC Lok erwischen, falls die die Drittligalizenz bekommen.
Aber die sind sportlich momentan nicht ansatzweise drittligatauglich.

Und wenn ich an die Geschichte denke, als man Wolfgang Wolf zum Sportdirektor machte, um ihn dann über die Entlassung von Björn Joppe zum Cheftrainer zu küren - das ist einfach nicht das Niveau, um mehr als Regionalliga zu erreichen.

Feldspieler vor 32 Wochen

Arm, aber sexy war gestern. Berlin ist nicht mehr so arm, wie es gern dargestellt wird. Berlin hatte mal so viele Stadien in Ist und West. Alles kaputt oder eingeebnet.... ohne Plan und Perspektive! Es ist eine Offenbarung zum Leidwesen der Vereine. Jena, kann man den Aufstieg nicht wünschen, die sind doch sportlich und vor allem finanziell dazu nichtig der Lage: 1. Absteiger mit massiven Verlusten. (Siehe VfB Lübeck) Sollte Viktoria nicht aufsteigen können, geht die VSG hoch und spielt dann bei Union.