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April 2022: Jenas Maurice Hehne klärt den Ball, Maximilian Krauß (mi.) und Chemies Alexander Bury schauen hinterher. Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Fußball | RegionalligaCarl Zeiss Jena zu Gast bei Chemie Leipzig – stolpert der nächste Favorit im Alfred-Kunze-Sportpark?8. Spieltag

Stand: 07. Oktober 2022, 08:00 Uhr

Das Regionalliga-Topduell des 8. Spieltages findet gleich am Freitagabend (7. Oktober, 19 Uhr im Liveticker in der SpiO-App und auf sport-im-osten.de) unter Flutlicht statt: Der noch ungeschlagene Tabellenzweite FC Carl Zeiss Jena gastiert beim formstarken Sechsten Chemie Leipzig. Stolpert nach dem BAK der nächste Favorit im Leutzscher Alfred-Kunze-Sportpark?

Vom Elfmeterpunkt erzielte Denis Jäpel in der Nachspielzeit den 3:2-Siegtreffer für Chemie Leipzig beim letzten Duell mit dem FC Carl Zeiss Jena. Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Die aus Leipziger Sicht wichtigste Nachricht vor dem Duell mit dem FC Carl Zeiss Jena zuerst: Denis Jäpel, der am vergangenen Samstag in Chemnitz unglücklich mit dem Kopf gegen eine Betonwand knallte, kurz bewusstlos war und eine Nacht im Krankenhaus verbrachte, steht wieder auf dem Trainingsplatz. "Bei ihm ist alles soweit in Ordnung", bestätigt Chemie-Trainer Miroslav Jagatic am Donnerstag (6. Oktober) auf MDR-Nachfrage und ergänzt: "Auch der letzte ärztliche Check war positiv. Er hat gestern einen leichten Aufgalopp problemlos absolviert." Ein bei TikTok hochgeladener Clip von Jäpels Ausrutscher hatte Stand Donnerstag bereits über 16 Millionen Abrufe.

BSG: Entwarnung für Jäpel – Hoffnung bei Horschig

Der 24-Jährige steht aller Voraussicht nach gegen Jena zumindest im Kader der Leutzscher. Auch Stammkeeper Benjamin Bellot und Defensivstütze Philipp Harant, die zu Wochenbeginn von einem Infekt gebremst wurden, dürften grünes Licht bekommen. Etwas knapper, aber keineswegs hoffnungslos sieht es bei Paul Horschig aus, der sich beim CFC eine Oberschenkelblessur zugezogen hatte. Tarik Reinhard (Knöchel) jedoch fällt aus.

Gerade Denis Jäpel hat – wie alle Grün-Weißen – beste Erinnerungen an das letzte Duell mit seinem Ex-Verein – der verwandelte Elfmeter des Angreifers Anfang April im ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark tief in der Nachspielzeit sorgte für Chemies über weite Strecken der Partie nicht für möglich gehaltenen 3:2-Heimsieg nach zweimaligem Rückstand.

Chemie-Trainer Miroslav Jagatic will sich von der "Momentaufnahme" Rang sechs nicht blenden lassen. Bildrechte: IMAGO/Picture Point

Vier Chemie-Siege in Serie: "Das sind Momentaufnahmen"

Gegen einen ähnlichen Spielverlauf am Freitagabend hätte Miroslav Jagatic wenig verwunderlich auch diesmal nichts einzuwenden. Chemie ist mit vier Regionalliga-Siegen in Serie, darunter auch der Erfolg gegen Spitzenreiter Berliner AK, das Team der Stunde in der Regionalliga. Auf das bittere Sachsenpokal-Aus nach Elfmeterschießen gegen Ortsrivale 1. FC Lok antwortete die BSG zuletzt mit dem 1:0-Auswärtssieg beim CFC, der den Sprung ins obere Tabellendrittel auf Rang sechs ermöglichte.

Wir lassen uns nicht in eine Rolle drängen, für die wir noch nicht bereit sind. Eines Tages wollen wir eine Spitzenmannschaft sein, aber davon sind wir noch ein gutes Stück entfernt.

Chemie-Trainer Miroslav Jagatic

"Das sind Momentaufnahmen, wir haben gerade sieben Spiele hinter uns", wehrt sich Jagatic energisch gegen daraus resultierende steigende Erwartungen von außen. "Wir lassen uns nicht in eine Rolle drängen, für die wir noch nicht bereit sind. Eines Tages wollen wir eine Spitzenmannschaft sein, aber davon sind wir noch ein gutes Stück entfernt. Wir sind bodenständig und demütig. Künstlich aufgebauter Druck hemmt uns nur, den werde ich auch immer wegnehmen von der Mannschaft", betont der 46-Jährige.

Nach zuletzt zwei Remis hoffen Routinier René Lange (li.) und Co. auf den fünften Saisonsieg des FC Carl Zeiss Jena. Bildrechte: IMAGO/Bild13

Jena ungeschlagen, aber zuletzt zweimal nur Remis

Nach dem Berliner AK, Lok und Chemnitz wartet mit Jena nun der nächste Brocken auf die BSG. Der Tabellenzweite FC Carl Zeiss ist noch ungeschlagen, hat 15 Punkte auf dem Konto (zwei mehr als Chemie) und weist das beste Torverhältnis (14:3) mitsamt den wenigsten Gegentoren der Liga auf, musste sich zuletzt aber mit zwei 1:1-Remis gegen Erzrivale Rot-Weiß Erfurt sowie Energie Cottbus zufrieden geben. Personell fehlt dem FCC nur Rechtsverteidger Ugur Tezel (Oberschenkel).

Die Thüringer haben "eine brutale individuelle Klasse, gerade auch im letzten Drittel", warnt Jagatic. Beispielhaft hebt er FCC-Rechtsaußen Maximilian Krauß hervor, der nach überstandenem Muskelfaserriss aber noch auf seine erste direkte Torbeteiligung in dieser Saison wartet. Trotzdem lobt Jagatic: Krauß "versteht den Sinn des Spiels im letzten Drittel, er ist mutig und stark im Dribbling und kann zwei, drei Spieler beschäftigen."

Jena-Trainer Andreas Patz hat Respekt vor der Aufgabe in Leipzig-Leutzsch. Bildrechte: IMAGO/Bild13

Jena-Trainer Patz: "Freuen uns auf die Kulisse"

"Wir wollen dort etwas mitnehmen, natürlich auch dieses Spiel gewinnen und es auch entsprechend angehen", blickte FCC-Trainer Andreas Patz auf der offiziellen Vereinshomepage voraus. Patz sieht Chemie als "eingespielte Truppe, die im Umschaltspiel stark und sehr robust ist. Darauf stellen wir uns ein. Wir jedenfalls freuen uns auf die Kulisse und auf das Spiel." 4.999 Fans dürfen aktuell in den AKS.

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mhe

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 08. Oktober 2022 | 16:00 Uhr

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