Fußball | Regionalliga Chemie gegen Jena: Jubiläumshit ohne Torparty?

31. Spieltag

Was für ein Leckerbissen für alle Nostalgiker! Chemie Leipzig und Carl Zeiss Jena duellieren sich am Sonntag zum 50. Mal. Problem: Eine Torparty darf man zum Jubiläum aber nicht erwarten. Denn beide Klubs tun sich vor allem offensiv schwer. Das ist auch der Grund, warum der FCC nur noch eine kleine Chance auf die Meisterschaft hat.

Justin Schau und Alexander Bury
Chemies Alexander Bury lässt hier Jenas Justin Schau ins Leere laufen. Klappt das auch am Sonntag? Bildrechte: imago images/Picture Point

Feststimmung vor fast 5.000 Zuschauern und 700 Gästefans

Die äußeren Bedingungen sprechen für eine große Fußballfeier: Die BSG rechnet mit einem ausverkauften Haus vor 4.999 Fans. Aus Thüringen werden wohl 700 Anhänger anreisen, um die Gäste zu unterstützen. Der Rahmen ist dem Jubiläum also mehr als angemessen, obwohl es für die Leipziger gar nicht um so viel geht. Mit bereits 40 Punkten sind sie längst gesichert und kämpfen im Niemandsland der Tabelle hauptsächlich darum, noch ein paar große Klubs zu ärgern. Und so einer kommt am Sonntag mit Jena. Deren Trainer Andreas Patz weiß: "Chemie wird zuhause alles reinwerfen und von den Fans angetrieben. Man wird uns dort alles abverlangen." Fakt: Der Zweitplatzierte braucht dringend einen Dreier, um die Mini-Hoffnung auf ein spannendes Meisterschaftsfinale mit dem BFC Dynamo, der aktuell acht Punkte vorn liegt, zu erhalten.

Torarmut macht beiden Klubs zu schaffen

Andreas Patz (Trainer FC Carl Zeiss Jena)
Bildrechte: IMAGO / opokupix

Schaut man sich die Ausbeute der beiden Traditionsvereine im Angriff an, wird die Problematik deutlich, warum es für die Teams diese Saison wohl nicht für höhere Gefilde reicht. Chemie hat mit 33 Toren den fünftschwächsten Sturm, lebt ganz klar von der starken Defensivarbeit. Die Abstiegskandidaten Auerbach, Fürstenwalde und Halberstadt haben sogar öfters getroffen. Auch bei Carl Zeiss fällt auf: Unter den vier Topmannschaften sind sie mit Abstand am ungefährlichsten. Dafür besticht hier ebenfalls die Abwehr mit den zweitwenigsten Gegentreffern der Liga. Insofern dürfte es beim Jubiläumstreffen kein Chancenfeuerwerk geben. Wer das erste Tor macht, hat gute Chancen, den Hit zu gewinnen. Patz fordert daher: "Wir müssen die Zweikämpfe annehmen, die nötige Laufbereitschaft an den Tag legen und in den Aktionen auch mal klar und einfach bleiben."

Vier Spieler freuen sich auf das Wiedersehen mit dem Ex-Klub

Jenas Burim Halili, der sich über Chemie in den Fokus des FCC verteidigt hatte, ist nach einer Knieläsur wieder eine Option für Sonntag. Außerdem haben Denis Jäpel, Timo Mauer und Florian Brügmann das Trikot mittlerweile gewechselt. Die ehemaligen FCC-Kicker tragen nun das Jersey der Grün-Weißen. Brisanz ist also auf dem Platz allemal da.

Videos aus der Regionalliga

Alle anzeigen (72)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. April 2022 | 16:00 Uhr

16 Kommentare

Blatt vor 12 Wochen

Guten Abend, ich schaue ja sehr gern und oft amüsiert die kommentarspalte an. Nun möchte ich jedoch auch gern mal wieder was betragen, zum Thema "neues chemie, alte Chemiker". Ich gehe nicht erst seit gestern da runter ins Holz., aber wenn ich mir anschaue, dass sehr viele alte Gesichter aus fcs Zeiten dort rumwandern, Flaggen von sehr alten Fanclubs h@ngen, und die zuseherzahl manch alte fcs Zeiten überschreiten (dafür gibt's tolle Statistiken im Netz für jedermann), dann kann ich nicht erkennen, dass hier Großteile von alten Fans vergrault werden... Im Gegenteil,, der FC Sachsen ist sehr wohl existent. Ganz einfach zu sehen, wenn man mal ins leutzscher vereinsheim essen geht. Aber das könnte ja Erkenntnis bringen. Oje, das wäre nicht schön..... 😉

Les Wochos vor 12 Wochen

Stimmt ein wenig. Und zu dieser Moderne gehört dann sicher auch diese Mutation des legendären Fünfecks zu diesem komisch abgerundeten Sechseck und diese spektakuläre Legende dieses Kultigen Hackebeils, damit man sich St.Pauli-mäßig was auf den Rücken bügeln kann. Klar dass das für manch alten „Chemieknacker“ etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Aber damit muss man dann in dieser Moderne halt lebbe, schon klar. Was soll’s.

megaboss vor 12 Wochen

Muß Coountdown voll zustimmen ,hatte meine Meinung ja schon geschrieben .
Der Lieblingsverein wird ja regelrecht verherrlicht samt dem Wunderstürmer Z...

Aktuelle Meldungen aus der Regionalliga