Fußball | Regionalliga Rauscht Lok beim CFC in die Spitzengruppe?

Nachholpartie vom 9. Spieltag

Beim Sachsen-Kracher am Mittwoch (19 Uhr im Livestream auf sport-im-osten-de und in der "SpiO"-App) streiten sich Chemnitz und Lok Leipzig um Wiedergutmachung. Der FCL leckt gerade die Wunden nach dem Landespokal-Aus in Bautzen, der CFC will Revanche für die Finalpleite letzte Saison.

Daniel Berlinski 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Di 12.10.2021 17:43Uhr 00:36 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-berlinski-chemnitz-vor-duell-gegen-lok-leipzig100.html

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Was für ein Flutlichthit in der Regionalliga! Der Chemnitzer FC erwartet zum Traditionsderby gegen Lok über 3.000 Zuschauer, davon etwa 600 Gästefans. Es ist die Neuauflage des Endspiels um den letztjährigen Sachsenpokalsieg. Damals knallte FCL-Torjäger Djamal Ziane die Probstheidaer mit dem 1:0 in der Verlängerung in den DFB-Pokal. CFC-Trainer Daniel Berlinski betont deshalb: "Wir wissen, wie gefährlich Djamal ist. In der Partie ist viel Prestige drin und wir haben aus dem Finale etwas gutzumachen." Die Niederlage kostete den Himmelblauen wichtige Einnahmen, um in den Kader zu investieren.

Chemnitzer Saisonziel stark gefährdet

Jetzt erklärt der Chemnitzer Übungsleiter, was die Stunde geschlagen hat: "Es gilt jetzt mal, ein Topspiel für sich zu entscheiden." Denn die Bilanz der Westsachsen ist mittlerweile eine einzige Enttäuschung. "Erstmal geht es darum, gut in die Saison zu starten. Ziel muss es sein, vorne mitzuspielen", hieß der Auftrag von Sportchef Marc Arnold im Sommer.

Der Aufstieg sollte wohl nicht als Jahresziel, sondern eher über zwei Spielzeiten ausgerufen werden. Arnolds Begründung damals: "Wir haben ohnehin eine hohe Erwartungshaltung im Umfeld, da sollten wir den Druck nicht noch erhöhen. Unsere junge Mannschaft ist weiterhin in einem Entwicklungsprozess." Fragt sich aktuell nur, wo die Entwicklung bleibt. Nach elf Spielen liegen die Himmelblauen nun auf Rang neun und es gehört angesichts von schon 15 Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze viel Fantasie dazu, das eigentliche Saisonziel nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren. 

Berlinski: "Defensiv gehören wir zu den Top-Mannschaften der Liga"

Immerhin redet Berlinski seine gebeutelte Truppe stark: "Wir kennen auch unsere Qualitäten. Wenn man sich unsere Statistik in der Defensive anschaut, glaube ich nicht, dass wir gegen Lok ein Problem haben. Da gehören wir zu den absoluten Top-Mannschaften in der Liga. Wir müssen offensiv aber noch mehr Wucht an den Tag legen, Chancen kreieren und in Führung gehen." Fakt ist aber auch: Während der CFC die fünfbeste Deckung stellt, haben die Leipziger mit sieben Gegentoren die wenigsten der gesamten Liga kassiert.

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Lok trifft doppelt so oft wie der CFC

Im Angriff zeigt sich aber noch mehr, warum Lok im Gegensatz zu den Westsachsen immer noch in Schlagweite zur Spitze ist: Mit 26 Toren erzielten die Probstheidaer doppelt so viele wie die Himmelblauen. Berlinski warnt: "Es ist also nicht nur Djamal Ziane, sondern auch Sascha Pfeffer neben oder hinter ihm verfügt über besondere Qualitäten, hat einen guten Schuss aus der zweiten Reihe. Da fallen Tore quasi aus dem Nichts. Dazu haben sie mit Theo Ogbidi einen sehr schnellen Flügelspieler, den wir gut kennen." Der gebürtige Hallenser wechselte im Sommer vom CFC nach Leipzig, kommt vor seiner Rückkehr zum Ex-Klub auf ein Tor und sieben Vorlagen – so viele Scorer-Punkte sammelte kein einziger Chemnitzer in der Liga.

Civa: "Pokalpleite war ein Nackenschlag" 

Trainer Almedin Civa (Lok)
Lok-Trainer Almedin Civa muss seine Mannschaft nach überraschenden Pokal-Aus wieder aufbauen. Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Auf Seiten von Lok dürfte entscheidend sein, wie die Leipziger das überraschende Pokal-Aus bei Oberliga-Aufsteiger Bautzen wegstecken. Coach Almedin Civa erklärt: "Das war schon ein Nackenschlag. Aber im Sport wie im Leben gehört das dazu. Da muss man aufstehen und weitermachen. Vom Kopf her werden wir das tun." Klappt es auch körperlich? Rechtsverteidiger Robert Berger: "Wir wussten, was für ein Programm auf uns zukommt. Wir müssen es abschütteln. Chemnitz ist für uns ein wichtiges Spiel. Wir müssen dagegenhalten und unser Spiel aufzwingen." Verletzungsbedingt fehlen werden bei den Blau-Gelben noch Linksverteidiger Damir Mehmedovic und Rechtsaußen Bogdan Rangelov.

Mentale Stärke kann Lok daraus ziehen, dass man mit einem Auswärtserfolg beim CFC direkt auf Platz drei rauschen würde und noch ein weiteres Nachholspiel in der Hinterhand hätte. Für Chemnitz wäre das fast schon Ironie des Schicksals. CFC-Coach Berlinski sorgte bei aller Ehrfurcht vor den Leipzigern übrigens noch für einen kleinen Lacher: "Wenn man sich die Statistik der letzten Wochen anschaut, hat Lok, glaube ich, 16 Punkte aus den letzten fünf Spielen geholt. Das spricht auch für sich." Haut rechnerisch natürlich nicht hin: Es war die Ausbeute von sechs Spielen. Irgendwie passt es aber ins unglückliche Gesamtbild des CFC…

Videos aus der Regionalliga

Daniel Berlinski
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Mi 13.10.2021 21:39Uhr 02:18 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-interview-daniel-berlinski100.html

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Sascha Pfeffer
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Mi 13.10.2021 21:41Uhr 01:20 min

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Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 13. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

5 Kommentare

Lok vor 3 Tagen

Kann in einer Pressekonferenz schon mal passieren. Ich würde da nicht unterstellen wollen, dass es ein Rechenproblem gäbe.
Schade, dass der CFC nur Gästeblock 20 aufmacht und es daher seit Tagen keine Karten mehr für die Auswärtsfans gibt. Ich denke, auch der CFC freut sich über Eintrittsgelder, so sind nun nur die knapp 600 zugelassenen Leipziger dabei, statt der sonst gern gekommenen 800-1.000. Wird trotzdem stimmungsvoll! Sportliche Grüße.

AufmerksamerBeobachter vor 2 Tagen

Immerhin vier Titel. Wieviele sind das mehr, als ihre Konstruktwerbemannschaft erreicht hat? Genau, vier.

jochen vor 2 Tagen

super😀 ein Highlight allererster Sahne