Fußball | Regionalliga Lok hofft gegen Cottbus auf Bayern-Effekt

4. Spieltag

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Lok Leipzig setzt im Regionalliga-Topspiel gegen Energie Cottbus auch auf eine Art "Bayern-Effekt". Anpfiff ist am Samstag um 16:00 Uhr. Der MDR überträgt live im TV.

von Christian Kerber

Beide sind gut in die Saison gestartet, beide wollen sich in der Spitzengruppe etablieren: Am Samstag (16:00 Uhr live im MDR Fernsehen) treffen der 1. FC Lok Leipzig und der FC Energie Cottbus zum Regionalliga-Topspiel aufeinander.

Lok-Trainer Joppe: "Frühes Tor schießen"

Den Gegner beobachten, das konnte Loks Teamchef Björn Joppe am Montag ziemlich locker: Bei der ARD-Übertragung des DFB-Pokalspiels von Energie gegen Bayern München. Tat er aber nicht, "weil sie gegen Bayern gespielt haben." Große Erkenntnisse könne er da nicht erkennen: "Gegen Bayern haben sie ganz anders gespielt: mit einer anderen Einstellung, mit einem anderen System. Danach sollten wir uns nicht richten." Völlig kalt lässt den Leipziger die Bayern-Partie in der Vorbereitung dann aber doch nicht: "Wenn wir am Sonnabend ein frühes Tor schießen, spielt bei ihnen vielleicht der Kopf eine Rolle", sagte er dem "Sportbuzzer".

Björn Joppe
Joppe: Habe Cottbus - Bayern nicht angeschaut Bildrechte: imago images / Picture Point

Wollitz: "Lok ausgewogen und sehr ambitioniert"

In der Lausitz schwärmen sie immer noch vom beachtlichen 1:3 gegen den Deutschen Meister und Pokalsieger. Trainer Claus-Dieter Wollitz meinte: "Meine Mannschaft hat Selbstvertrauen getankt. Denn sie hat gegen Weltklasse-Spieler gut agiert.“ Mit dem Altersdurchschnitt einer U23-Mannschaft (in den letzten Minuten der Partie sogar nur 19,4 Jahren) bot seine junge Elf erstaunlich gut Paroli. Allerdings: "Diese Spieler können so eine Leistung nicht Woche für Woche bringen. Wir müssen damit rechnen, dass die Jungs auch mal in ein Loch fallen. Das ist normal."

Gegner Lok ist zwar nicht Bayern München, aber dennoch fährt Wollitz mit viel Respekt nach Probstheida: "Lok ist eine ausgewogene und sehr aggressive Mannschaft, sehr stark bei Standards und auch sehr ambitioniert", so Wollitz in der "Lausitzer Rundschau". Lok hat in vier Partien gegen Energie noch nicht gewonnen. Vielleicht werden die Blau-Gelben am Samstag zum nächsten Cottbus-Bezwinger - nach Bayern München.

Jubel nach dem 5:3 für Cottbus im Spiel Cottbus gegen Erfurt (04.08.2019). Mit Torschütze Abdulkadir Beyazit (Mitte hinten) jubelt Dimitar Rangelov (re.), Ben Florian Meyer (vorn) und Trainer Claus-Dieter Wollitz (vorn).
Cottbus-Trainer Wollitz (li.) feierte mit seinem jungen Team in dieser Saison bereits zwei Siege. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. August 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. August 2019, 08:45 Uhr

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1 Kommentar

16.08.2019 14:56 Buri 1

Was heißt denn hier "Lok hat in vier Partien gegen Energie noch nicht gewonnen." Eure Zeitrechnung beginnt wohl erst nach 1990? ;)

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