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Fußball | Regionalliga Wacker Nordhausen steht vor Schuldenberg

Wie schlimm steht es wirklich um Regionalligist FSV Wacker Nordhausen? Ein Blick in den letzten Geschäftsbericht zeigt: Den Verein drücken Millionen-Schulden. Die Beantragung einer Insolvenz sei aber noch kein Thema.

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Wohin steuert der FSV Wacker Nordhausen? In die Zahlungsunfähigkeit? Trotz massiver Finanzprobleme wolle Nordhausen keine Insolvenz anmelden. Nach Angaben eines Vereinssprechers wird zurzeit an einer Lösung gearbeitet.

Ein Blick in die Bilanzen lässt aber nichts Gutes ahnen. Allein im Geschäftsjahr 2017/18 hat die GmbH einen Fehlbetrag von 3,249 Millionen Euro ausgewiesen. Insgesamt summierte sich die Schuldenlast auf über neun Millionen Euro. Davon sind kurzfristige Verbindlichkeiten, die innerhalb eines Jahres beglichen werden müssen, in Höhe von 554.000 Euro aufgelaufen. Bereits im Geschäftsjahr zuvor hatte Wacker einen Jahresfehlbetrag von 2,477 Millionen Euro aufgehäuft.

Vize-Präsident ist voller Hoffnung

Vizepräsident Hans-Joachim Juncker bestätigte MDR THÜRINGEN die finanzielle Schieflage, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Die Schieflage bei den Gehältern der Spieler, dem Finanzamt, der Krankenkasse und Berufsgenossenschaft sei da. Schwierigkeiten habe es auch früher gegeben. "Es ist jedes Jahr eine große Herausforderung, auch wenn sie einen großen Förderer haben. Wir gehen optimistisch in den letzten Monat, arbeiten an einer Lösung, die den Fortbestand des Vereins bedeutet. Und die Voraussetzungen schaffen, dass wir im neuen Jahr wieder aktiv sein können“, sagte Juncker. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass die Spieler seit zwei Monaten auf ihre Gehälter warten. Wacker-Präsident Nico Kleofas, der am Sonntag nicht im Stadion war, bestätigte finanzielle Schwierigkeiten. Von Hauptsponsor Knauf, der einen Großteil des auf mindestens drei Millionen Euro geschätzten Etats aufbringt, gab es auf Nachfrage keine Reaktion.

Hans-Joachim Junker 3 min
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Mo 02.12.2019 11:32Uhr 02:40 min

https://www.mdr.de/thueringen-journal/video-361088.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | THÜRINGEN JOURNAL | 02. Dezember 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Dezember 2019, 17:31 Uhr

31 Kommentare

wicky 67 uncut vor 3 Tagen

Deswegen wäre es ja auch um so besser wenn er weggeht, zumal er genug Scherben in Erfurt hat liegen lassen... Will lieber garnicht wissen was der uns monatlich noch so kostet... Der Brdaric sitzt abends bestimmt mit den Emmerling zusammen auf der Couch, und süffeln gemeinsam den teuersten Whisky...
Das uncut brauchste übrigens nicht extra mit hinzufügen! RWG

Andi-1953 vor 3 Tagen

Wicky 67uncut , wir sind uns selten einig! Aber da stimme ich zu, mit dem kleinen Unterschied, dass wir einen Ex-Trainer mit einem Einserabschluss abzugeben haben!

Chili Palmer vor 3 Tagen

Du hast wieder nicht aufgepaßt oder nicht richtig gelesen (Ganz wie beliebt!), denn wir zeigen im Gegensatz zu euch nicht mit nacktem Finger auf angezogene Leute. Eben so, wie Lokisten sich das bei ihren Eltern abgeschaut haben. In der Fachliteratur wird in diesem Zusammenhang bisweilen auch von Erziehung gesprochen...
Exklusiv für dich enthülle ich auch den (längst seitens des Vereins verkündeten) Unterschied von Lok 2.0 zu Wacker NDH: Sofern sich unser Mäzen zu neuen Saison nicht in ähnlichen Größenordnungen engagiert, wird wieder auf Amateurstatus umgestellt und kleinere Brötchen gebacken, so ähnlich wie die es in HBS gemacht haben. Ich weiß, das ist jetzt nicht das, was du hören wolltest. Das tut mir leid, aber nicht weh.