Fußball | Regionalliga Wacker Nordhausen und Lok Leipzig treten auf der Stelle

15. Spieltag

Der FSV Wacker Nordhausen und der 1. FC Lok Leipzig haben sich am Freitag 1:1 (0:0) getrennt. Beide Mannschaften behalten damit ihren Tabellenplatz: Wacker bleibt Fünfter, die Messestädter belegen Rang 14. Nach einem Abseitstor und einem Feldverweis fielen die Treffer vom Elfmeterpunkt.

Aufregung, Rot, keine Treffer

Die 1.298 Zuschauer im Albert-Kuntz-Sportpark sahen eine umkämpfte Partie, in der beide Teams zu Abschlüssen kamen. Nach einem Zuspiel von Sebastian Heidinger gelang Carsten Kammlott auch ein Tor, das wegen einer Abseitsstellung aber keine Anerkennung fand (26.).

Abseitsstellung von Wacker Nordhausens Kammlott 1 min
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Zehn Minuten vor der Halbzeit wurde es dann hektisch. Schiedsrichter Christian Allwardt stellte Wackers Tobias Becker wegen eines groben Fouls an Sascha Pfeffer mit Rot vom Platz - eine harte Entscheidung. Bei Nordhausen, das zuvor Feldvorteile hatte, riss anschließend der Faden. Trotz zahlenmäßiger Überlegenheit verpasste es Lok, die Defensive der Gastgeber nachhaltig in Verlegenheit zu bringen.

Rote Karte für Wacker Nordhausens Tobias Becker 2 min
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Tore gibt es nur vom Punkt

Nach der Pause drängte Leipzig auf die Führung. Doch die gelang Wacker: Nachdem Joy-Lance Mickels von David Urban im Strafraum gefoult worden war, traf Nils Pichinot zum 1:0 (53.).

Tor Lok Leipzig bei Wacker Nordhausen
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Doch die "Loksche" steckte nicht auf und bekam ebenfalls einen Strafstoß zugesprochen: Ryan Malone verwandelte sicher zum 1:1 (63.). Beide Teams hatten danach die Chance zum Sieg. Zunächst setzte Kammlott einen Seitfallzieher knapp am Kasten vorbei (70.), ehe Leipzigs Nicky Adler eine butterweiche Pfeffer-Eingabe aus Nahdistanz am Pfosten vorbeiköpfte (73.). Auch Pichinot konnte den Ball per Kopf nicht über die Linie befördern (78.). So blieb es beim leistungsgerechten Remis.

Stimmen zum Spiel

Björn Joppe (Leipzig): "Es war ein sehr spannendes Kampfspiel, das hatten wir so erwartet. Wir sahen zwei Mannschaften, die nicht da stehen, wo sie hingehören. Der Schiedsrichter war wohl mitunter überfordert, ich hätte die Rote Karte auch nicht gegeben. Aber so hatten wir mal etwas Glück, was uns sonst oft verwehrt wurde. Ein großes Lob an mein Team, das heute gegen eine sehr spielstarke Mannschaft ordentlich dagegengehalten und zu Recht einen Punkt gewonnen hat."

Tino Berbig (Nordhausen): "Wir wollten den Rasen zum Brennen bringen heute, und hätten zu elft vielleicht auch gewonnen. Am Ende war die Rote Karte der Knackpunkt im Spiel. Wir haben gut gekämpft und alles gegeben und sind auf dem richtigen Weg."

fth/mhe/osc

Berichte aus der Regionalliga

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 03. November 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. November 2018, 21:16 Uhr

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8 Kommentare

05.11.2018 17:29 brutus 8

Ich habe die große Befürchtung, daß der Tabellenplatz des 1. FC Lokomotive Leipzig relativ schnell niemanden mehr interessieren wird, da der bestellte Insolvenzverwalter die undankbare Aufgabe bekommen wird, diesen großen Traditionsverein deutscher Fußballgeschichte, sauber abzuwickeln.

04.11.2018 09:19 Stell dir vor - wacker steigt auf und keiner geht hin 7

Kopf hoch, bald ist die halbe Liga pleite und ihr steigt auf.

03.11.2018 13:04 Galaxy 6

Man muss mal beim Zeitpunkt der Ballabgabe das Video anhalten! Kammlott steht nicht im Abseits. Schieri zeigt sofort zum Anstoßpunkt und LR hat die Fahne unten. Was dann kommt ist eine Farce. Selbst der Lok Trainer bescheinigt dem Schieri ne Schwäche Leistung

03.11.2018 12:40 Zuschauer 5

Als Auerbach-Fan bin ich hier neutral. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die rote Karte wirklich nur eine gelbe Karte gewesen sein soll. Wer so in den Gegenspieler springt, muß einfach mit rot rechnen. Vielleicht sehe ich das aber auch falsch.

03.11.2018 07:50 Alter Lokfan 4

Ich halte Lok immer die Treue ,aber was intern schon wieder abgeht ,alter Schwede ! In der Winterpause knallt es ,ist ja auch normal bei dem was hier an Fußball abgeliefert wird.
Wir werden in 20 Jahren noch in der Liga sein,ich habe jedenfalls zur Zeit richtig die Schnauze voll !!!!!!!

03.11.2018 05:36 Kurti66 3

Habe beide Mannschaften jetzt öfter gesehen und ehrlich ihr seid in allen Belangen, sportlich sowohl als auch vom Umfeld her nicht drittligatauglich
Und noch etwas zu ETL, an Heiko Scholz hat es wohl nicht gelegen......

03.11.2018 02:30 Instagram 2

Was meint der Berbig mit "Wir sind auf dem richtigen Weg"? Solche Trainer braucht der arrogante und erfolglose Fußball-Südharz. Chemnitz wirds freuen.

02.11.2018 22:59 Altmeister 1

Alles gegen Nordhausen, so eine Schande dann macht doch eure DDR Oberliga!