Fußball | Regionalliga Wirtschaftsprüfung für Regionalligisten? Bugar rudert zurück

Der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV), Erwin Bugar, will die Fußball-Regionalligisten nun doch keiner wirtschaftlichen Prüfung unterziehen. "Das war eine persönliche Meinung, die aber nicht umsetzbar ist", sagte Bugar am Montag (13.01.2020) im Gespräch mit dem MDR.

NOFV- Präsident Erwin Bugar während einer PK.
Bildrechte: imago images / Picture Point LE

Demnach seien die Kosten einer solchen Wirtschaftsprüfung zu groß: "Der NOFV müsste eine Zulassungskommission bilden und würde dafür zusätzliche hauptamtliche Mitarbeiter benötigen. Und die Vereine müssten einen Wirtschaftsprüfer beauftragen." Gerade mit Blick auf die kleinen Klubs, die unter Amateur-Bedingungen arbeiten und Jahr für Jahr mit wenig Geld auskommen müssen, könne man eine solche finanzielle Belastung "keinem Verein zumuten".

Nach Bekanntwerden des Falls Wacker Nordhausen, der binnen weniger Jahre neun Millionen Euro Schulden angehäuft haben soll, hatte der NOFV-Präsident angeregt, die Regionalligisten in Zukunft einer Wirtschaftsprüfung zu unterziehen. "Vielleicht muss man jetzt nach diesen Dingen, nicht nur in Nordhausen, darüber nachdenken, die Bedingungen für die Regionalliga zu verschärfen", hatte Bugar im Dezember verlautbart.

Weitere Beratungen beim NOFV folgen

Allerdings wird die Wirtschaftlichkeit der Vereine weiterhin ein Thema bleiben. Nach Ansicht von Hubert Wolf, Präsident des ZFC Meuselwitz, bestehe nach wie vor Handlungsbedarf: "Wir müssen auf der nächsten Präsidiumssitzung des NOFV diskutieren, wie man es hinbekommen kann, dass die Vereine in unseren Gefilden sorgsam wirtschaften."

mze

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 13. Januar 2020 | 14:40 Uhr

17 Kommentare

Chili Palmer vor 25 Wochen

Wieder falsch. Ich kann aber erkennen, dass es ohne nachhaltiges Sponsoring an der Grenze von Amateur- zu Profisport so funktioniert, wie im Unterholz. An der Stelle bin ich froh, dass mein Verein einen anderen Weg eingeschlagen hat.

Chili Palmer vor 25 Wochen

Gerade dir hätte ich nun zugetraut, den Spruch zu kennen, ohne dir altersmäßig zu nahe zu treten - versteht sich ;-)
Der Rest deines Beitrages beweist durchaus, dass meine Intention bei Nutzern fruchtet, deren Meinung mir nicht ganz gleichgültig ist.

Fan Achim vor 25 Wochen

Chili Palmer "Das war vielleicht in Friedenszeiten so"..... Ist den jetzt Krieg? Schon richtig, das man investieren soll und dabei auch Schulden macht. Aber den Schulden die gemacht wurden sollten auch Werte gegenüber stehen. Das kann ein Stadion sein oder auch Spieler die man weiter verkaufen kann. Und wenn das ein Verein ins Gleichgewicht bringen kann, so wirtschaftet er solide. Verliert man aber den Überblick , so entstehen Situationen wie sie in Chemnitz, Erfurt und Nordhausen oder Victoria Berlin entstanden sind. Weißt du wie viele Spieler bei unseren ZFC schon vorgesprochen haben und unser Präsident musste nein sagen, weil nicht finanzierbar, das nennt man solide wirtschaften. das heißt, seine Möglichkeiten richtig einschätzen.

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