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Fußball | RegionalligaHeiko Weber zurück beim ZFC Meuselwitz

Stand: 13. Mai 2022, 10:00 Uhr

Man sieht sich immer zweimal: Nach zwei Jahren ist Heiko Weber zurück auf der Trainerbank des ZFC Meuselwitz. Mit ihm soll beim Regionalligisten wieder mehr Ruhe einkehren. Die Aufgabe ist nicht unkompliziert.

Nach zwei Jahren zurück auf der Glaserkuppe: Heiko Weber wird wieder Trainer bei Regionalligist ZFC Meuselwitz. Bereits am Mittwochabend, kurz nachdem der Verein bekanntgegeben hatte, dass David Bergner den ZFC nach einem halben Jahr wieder verlässt, soll die Tinte trocken gewesen sein. Weber erhielt einen Kontrakt bis 2025.

Meuselwitz sehnt sich nach Beständigkeit

"Wir kennen Heiko Weber, er kennt alle sportlich handelnden Personen, und wir trauen ihm zu, ähnlich lange im Amt zu bleiben wie beim ersten Engagement", sagte ZFC-Präsident Hubert Wolf. Der Vereinsboss hofft, dass die Meuselwitzer unter Weber "zurück zur lang ersehnten Beständigkeit finden". Weber selbst freut sich "auf die neue Herausforderung, wohlwissend, dass es nicht einfach wird".

Fünf Jahre Erfahrung mit dem ZFC

Weber war bereits zwischen 2015 und 2020 bei den Meuselwitzern tätig, schaffte dabei in jeder Saison mit eher bescheidenen Mitteln den Klassenerhalt. Danach wechselte der 56-Jährige ins Nachwuchsleistungszentrum des FC Carl Zeiss Jena, übernahm zudem die U23 des FCC in der NOFV-Oberliga Süd. Die U23 wird aber aus Kostengründen im Sommer aufgelöst. Ein Angebot, in Jena die A-Junioren zu trainieren, lehnte Weber ab.

Zwei unruhige Jahre in Meuselwitz

David Bergner geht nach dem Klassenerhalt. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Weber tritt kein leichtes Erbe in Meuselwitz an. In den letzten 24 Monaten vergaloppierte sich der Regionalligist gleich mehrfach. Zunächst hatte man es mit dem jungen Trainer Koray Gökkurt und einer deutlich verjüngten Mannschaft versucht. Nach wenigen Monaten verlor der Verein die Geduld, holte Vize-Präsident Holm Pinder zurück auf die Bank. Es folgte eine große Fluktuation in der Mannschaft. Der Erfolg blieb aus. Akut abstiegsgefährdet übernahm im Oktober 2021 David Bergner. Er stabilisierte die Mannschaft, die auf einigen Positionen zudem ordentlich verstärkt wurde. Dennoch dauerte es bis zum vorletzten Spieltag, ehe endgültig der Klassenerhalt gesichert wurde.

Lindemann: "Die einzig richtige Wahl"

Lutz Lindemann kennt Heiko Weber nicht nur aus seiner Zeit in Jena und glaubt, dass die Meuselwitzer die richtige Wahl getroffen haben. "Nach seinem Weggang 2020 ist es in Meuselwitz nicht gut gelaufen. 2021 wären sie ja ohne den Corona-Abbruch sogar abgestiegen. Und diesmal haben sie nur dank David Bergner noch den Klassenerhalt geschafft", sagt der "SpiO"-Experte. In der jetzigen Situation erneut einen fremden Trainer zu holen, wäre kaum zu verantworten. "Weber kennt in Meuselwitz alle, vom Platzwart bis zum Präsidenten. Das ist die einzig richtige Wahl." Eine kleine Kritik an der Personalpolitik des ZFC in der letzten Zeit kann sich Lindemann trotzdem nicht verkneifen: In der Regionalliga dürfe man nicht zu sehr auf sogenannte "Stars" vertrauen. "Hier sollten Jungs aus dem Nachwuchsleistungszentrum die ersten Schritte bei den Männern machen. Schon deshalb ist Weber die richtige Verpflichtung."

2007 beim FC Carl Zeiss Jena: Trainer Heiko Weber (li.) und Sportdirektor Lutz Lindemann Bildrechte: IMAGO / Gerhard König

rei

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Thüringenjournal | 13. Mai 2022 | 19:00 Uhr

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