Fußball | Regionalliga Fan-Ausschluss vom Tisch - FC Carl Zeiss Jena passt Sicherheitskonzept an

Nach den Ausschreitungen beim Heimspiel gegen Energie Cottbus stand ein Ausschluss der Gästefans zur Debatte. Der ist nun für die Partie gegen Lok Leipzig vom Tisch. Carl Zeiss Jena stellte neue Sicherheitsmaßnahmen vor.

Randale Energie Cottbus Carl Zeiss Jena
Beim Heimspiel gegen Energie Cottbus war es zu heftigen Ausschreitungen im Stadion des FC Carl Zeiss Jena gekommen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach den Vorkommnissen beim Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus hat der FC Carl Zeiss Jena sein Sicherheitskonzept angepasst. Wie der Regionalligist mitteilte, wird es bei der Partie gegen den 1. FC Lok Leipzig am 10. Dezember unter anderem eine Intensivierung der Zugangskontrollen, bauliche Veränderungen in den sensiblen Bereichen der Fantrennung, ein Verbot des Alkoholausschanks im Stadion und eine konsequente Abweisung von Fans anderer Klubs geben. Damit will der Verein ähnliche Szenen verhindern, die es beim Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus gegeben hatte.

Carl Zeiss Jena nimmt Kartenvorverkauf wieder auf

Mit diesen Maßnahmen will der FC Carl Zeiss Jena zudem verhindern, dass es einen präventiven Ausschluss von Gästefans gibt. Den hatte die Polizei ins Auge gefasst, wie auch einen Umzug der aktiven Jenaer Fanszene auf die Nordtribüne. Die Ostthüringer behalten sich aber vor, das Konzept bei den nächsten Risikospielen erneut anzupassen. "Vor diesem Hintergrund wurde die komplizierte Situation der Fantrennung auf der Haupttribüne mit Vertretern der Jenaer Südkurve und Vereinsvertretern des 1. FC Lokomotive Leipzig erörtert“, heißt es in einer Pressemitteilung. Der zwischenzeitlich ausgesetzte Kartenvorverkauf können nun wieder aufgenommen werden.

Schlimme Szenen beim Heimspiel gegen Cottbus

Wegen des Stadionbaus sind aktuell auf der Haupttribüne sowohl Fans der Gastgeber als auch – getrennt durch einen Pufferblock – Gästeanhänger. Beim Spiel gegen Energie Cottbus am 28. September hatten Anhänger der Lausitzer Leuchtraketen auf den mit Jenaer Fans vollbesetzten Teil der Haupttribüne geschossen. Die Partie wurde für 17 Minuten unterbrochen. Unter die Gästefans hatten sich auch Randalierer anderer Vereine gemischt. Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes verhängte eine Strafe von 15.000 Euro gegen den FC Energie Cottbus und belegte den Verein zudem mit einem Geisterspiel auf Bewährung, die bis 30. April ausgesetzt ist.

Brennende Pyrotechnik in einem Stadion.
Brennende Pyrotechnik im Zuschauerbereich des FC Carl Zeiss Jena Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

rei/pm

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Tor zum 3:0 für Jena
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Carl Zeiss Jena hat es im dritten Versuch geschafft und den ersten Sieg im neuen Jahr geholt. Die Thüringer ließen TeBe Berlin kaum eine Chance.

Sport im Osten Sa 04.02.2023 14:00Uhr 02:51 min

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Torvorbereitung Lok
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Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 10. Dezember 2022 | 13:55 Uhr

12 Kommentare

Harka2 vor 9 Wochen

Ganz ehrlich? Es ist heute geradezu lächerlich einfach simple Fingerabdruckscanner an den Eingängen zu installieren, welche bereits aufgefallenen Fans den Zutritt verweigern. Das hat heute jeder auf dem Handy und was glaubt ihr, wo die Daten dazu liegen? Die Stadien sind private Veranstaltungsorte, dort gilt Hausrecht und nicht die DSVO. Der Datenschutz ist da komplett raus, wenn der Verein es will. Nur, der Verein kassiert lieber die Eintrittsgebühren der Chaoten und überlässt die Kosten dem Steuerzahler.

Harka2 vor 9 Wochen

Ich bin schon lange dafür, dass den Vereinen der Polizeieinsatz in Rechnung gestellt wird, so wie jedem anderen Veranstalter auch. Dann würden die Vereine endlich mal ernsthaft gegen die Chaoten vorgehen.

Harka2 vor 9 Wochen

@Lok
Diese "Fans" demolierten auch gleich mal die Schrankenanlage am Jenaer Justizzentrum, welches ihnen kostenlos die Parkplätze zur Verfügung gestellt hat. Na wenigstens haben diese "Fans" auch schön in die Videoüberwachung gegrinst.

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