Fußball | Regionalliga Miatke auf dem Sprung zum ZFC Meuselwitz

Der ZFC Meuselwitz steht vor der Verpflichtung des gestandenen Drittliga-Spielers Nils Miatke. Der 31-Jährige wurde beim FSV Zwickau "aussortiert" und will sich neben dem Fußball auch auf eine Ausbildung konzentrieren.

v.li.: Tobias Mueller (FCM, 5), Nils Miatke (Zwickau, 28)
Nils Miatke (r.) im Duell mit Magdeburgs Tobias Müller. In dieser Saison kam er 15 Mal zum Einsatz. Bildrechte: IMAGO / Eibner

Der ZFC Meuselwitz hat den nächsten dicken Fisch an der Angel. Der Regionalligist steht vor der Verpflichtung des Zwickauers Nils Miatke, der 49 Zweitligaspiele und 172 Drittliga-Partien bestritten hat.

Müler: "Unterschrift steht bevor"

ZFC-Sportdirektor Frank Müller bestätigte "Sport im Osten", dass eine Vertragsunterschrift bevorsteht. "Wir hatten sehr gute Gespräche, sind in den letzten Zügen. Das ist natürlich ein toller Spieler mit Zweitliga-Erfahrung, der jetzt auch neben dem Fußball hier eine Ausbildung absolvieren kann."

Miatke (31) bekam nach fünf Jahren und 150 Spielen für den FSV Zwickau kein neues Vertragsangebot. Er wollte aber weiter spielen, den Blick allerdings schon über den Tellerrand richten. Wie "TAG24" berichtet, strebt der Linksfuß bei den Zipsendorfern eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann an.

MIatke von Zwickau enttäuscht

Nils Miatke
Nils Miatke spielte 150 Mal für den FSV Zwickau. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Miatkes Abschied in Zwickau war auch von Nebengeräuschen begleitet. Er hätte sich nach den vielen gemeinsamen Jahren gemeinsamer mehr Offenheit gewünscht Miatke bei "Tag24": "Fünf Jahre habe ich alles für den Verein gegeben und meinen Teil zum Klassenerhalt beigetragen. Da hätte ich mir schon gewünscht, dass man von Beginn an offen mit mir spricht. Wenn man eine Verjüngung einleiten will und deswegen ohne mich plant, ist das in Ordnung. Das gehört im Fußball dazu. Nur die Art und Weise, wie man es dann kommuniziert hat, fand ich nicht in Ordnung."

Sechster Neuzugang

Miatke, der in seiner Karriere unter anderem für Carl Zeiss Jena, Erzgebirge Aue und Energie Cottbus spielte, ist nach Dominik Bock, René Eckardt, Niklas Jahn, Felix Müller (alle FC Carl Zeiss Jena) und Noah-Etienne Vetter (1. FC Magdeburg) schon der sechste Neuzugang beim ZFC.

sst

Videos aus der Regionalliga

Vorschaubild Kühne
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Zu den Vorfällen nach der Regionalligapartie BFC Dynamo gegen die Chemie Leipzig äußerte sich BSG-Präsident Frank Kühne im Interview mit "Sport im Osten."

Mo 13.09.2021 18:30Uhr 05:57 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-chemie-leipzig-praesident-kuehne-bekraeftigt-und-widerspricht-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR Aktuell | 17. Juni 2021 | 15:00 Uhr

7 Kommentare

Fan Achim vor 12 Wochen

ZP-HB64 Im Beitrag von drfussball steckt schon einiges an Wahrheit. Mit Nordhausen brauchst du den ZFC garantiert nicht zu vergleichen. Wenn ein solcher Sponsor wie in Meuselwitz seine eigene Firma 30 Jahre lang erfolgreich führt, so trau ich ihm das auch beim Fussballverein zu. Trotz allem sind beim ZFC keine Vollprofis, alle gehen einen Beruf, Ausbildung, Schule oder Studium nach. Das auch hier die Bäume nicht in den Himmel wachsen, kann man daran erkennen, daß viele Spieler die hier waren abgegeben werden mussten weil sie nicht in den finanziellen oder arbeitstechnischen Rahmen gepasst haben. Lieber eine Klasse tiefer spielen als finanzielles Harakiri, so lautete schon immer die Devise der Verantwortlichen. Jahrelang wurden viele Mittel in den Ausbau des Stadions gesteckt (Trainingsplätze, Flutlicht, Tribüne) jetzt investiert man in gute Spieler. Das vergleiche dann mal mit Nordhausen. Ging man dort auch so vor?

drfussball vor 12 Wochen

Stimme dir völlig zu, da sieht man, welche Sponsoren an der Coronakrise verdient haben. Traurig ist das wie immer für die Liga, die sich immer weiter spaltet zwischen Profitum und arbeitenen Amateuren.

ZP-HB64 vor 12 Wochen

Erinnert alles irgendwie an Nordhausen. Kaum 1 000 Zuschauer (sofern überhaupt möglich) und dann Spieler wie Förter, Bock, Eckardt, Stenzel, Becker, Miatke usw. . Alles äußerst merkwürdig.