Mit viel Kampf zum Sieg im Spitzenspiel - Magdeburg schlägt Montpellier in der Europa League

Der SC Magdeburg hat das Spitzenspiel in der Gruppe C der Europa League gewonnen. Bei Montpellier HB sah es lange nach einer Niederlage für den SCM aus, doch mit einer starken kämperischen Leistung konnte das Team von Bennet Wiegert am Ende mit 32:30 (16:15) gewinnen. Bester Werfer der Magdeburger war wieder einmal Ómar Ingi Magnússon mit zehn Treffern.

Omar Ingi Magnusson jubelt
Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Gute Grundlage in der ersten Halbzeit

Die Elbestädter erwischten einen guten Start in die Partie und erspielten sich bereits nach vier Minuten eine erste 4:1-Führung. Vor allem in der Abwehr war der SCM sehr aggressiv und attackierte die Gastgeber früh. Dies führte zu Ballgewinnen und schnellen Toren per Tempogegenstoß - zum Beispiel durch Tim Hornke zum 9:5 in Minute 15. Eine Zeitstrafe für Chrapkowski brachte die Franzosen zwar schnell wieder auf 11:12 (22.) heran aber Magdeburg schaffte es, den Vorsprung bis in die Kabine zu bringen. Mit ein wenig mehr Vorbereitung in den letzten Aktionen hätte es sogar ein größeres Polster zur Pause sein können.

Schon beinah abgeschrieben

Nach dem Seitenwechsel war Montpellier die spielbestimmende Mannschaft. Magdeburg handelte sich hinten zu viele Zeitstrafen ein und musste häufig in Unterzahl agieren, sodass die Gastgeber zu vielen freien Würfen im Angriff kamen. Nach 37 Minuten ging der MHB dann das erste Mal in Führung (18:19) und der SCM musste sogar bis auf 24:27 (48.) abreißen lassen. Vieles sah nach der zweiten Niederlage in der Gruppe C für die Elbestädter aus. Doch dann kam die Zeit des Jannick Green.

Jannick Green Krejberg
Jannick Green drehte spät in der Partie richtig auf. Bildrechte: IMAGO

Viel Kampf und ein bärenstarker Jannick Green

Der Magdeburger Keeper, der in der zweiten Halbzeit noch keine Hand an den Ball bekommen hatte, drehte jetzt auf. Drei Paraden in Folge brachten den SCM zurück in die Partie und schon wenig später netzte Magussen zum 27:27-Ausgleich (50.). Mertens und Sullivan holten kurz darauf zwei Ballgewinne in der Abwehr und das Wiegert-Team konnte tatsächlich wieder auf drei Tore (30:27, 54.) davon ziehen. Doch es wurde noch einmal eng. Die Gastgeber kamen kurz vor Schluss wieder auf ein Tor heran. Dann Hornke machte zehn Sekunden vor Schluss den Deckel drauf - und wie! Bedient von Mertens traf der Rechtsaußen per Kempa-Trick zum 32:30 Endstand.

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vk

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