Handball | Bundesliga Aufsichtsrat Kretzschmar hört beim SC DHfK Leipzig auf

Stefan Kretzschmar hört als Aufsichtsrat beim sächsischen Handball-Bundesligisten SC DHfK Leipzig auf. Das teilte der 46 Jahre alte ehemalige Nationalspieler am Montagvormittag via Facebook mit.

"Nach nunmehr 10 Jahren werde ich diesen Sommer meine Tätigkeit beim SC DHfK Leipzig beenden. Wir haben mit vereinten Kräften einen etablierten, ernstzunehmenden Bundesligaverein aus der 5. Liga in den vergangenen Jahren aufgebaut", schrieb Kretzschmar.

"Die Zukunft sieht rosig aus"

Er war Ende 2009 beim damaligen Oberligisten in seiner Geburtsstadt eingestiegen. "Ich bin kein rationaler Mensch, ich habe das aus dem Bauch heraus entschieden. Die Stadt bietet tolle Strukturen und eine lange Tradition. Im Vergleich zu München oder Köln gibt es keine andere starke Mannschaftssportart, daher könnte es hier gelingen", hatte Kretzschmar bei seinem Antritt gesagt. 2010 stieg Leipzig in die 3. Liga auf, ein weiteres Jahr später in die zweite. Seit Sommer 2015 sind die Sachsen erstklassig.

"Mit den handelnden Personen, den diesjährigen Neuverpflichtungen, dem daraus resultierenden besten Leipziger Kader jemals & euch Fans im Rücken, sieht die Zukunft rosig aus", schrieb Kretzschmar nun. Die Grün-Weißen beendeten die Saison 2018/19 am Sonntag dank ihres ersten Sieges gegen Ex-Meister Rhein-Neckar Löwen überhaupt (28:26) auf Rang elf. Wenige Tage zuvor hatten die Messestädter den Transfer des kroatischen Nationalspielers Marko Mamic vom polnischen Meister Kielce bekanntgegeben, der ab der kommenden Spielzeit für den SC DHfK auflaufen wird.

Kretzschmar selbst werde wohl erstmal eine Pause machen und sich dann vielleicht einer neuen Herausforderung widmen, kündigte der 218-malige Nationalspieler an.

dpa/mhe

                                  

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 10. Juni 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Juni 2019, 10:54 Uhr

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3 Kommentare

11.06.2019 08:04 Hans im Glück 3

Fragt mal bei MoGoNo nach welche ihre Oberligalizens abgetreten haben. Und finanziell war es ja relativ einfach da viele mitgezogen haben Concordia hat das Spielermaterial geliefert und schwupp nach einem Abstieg aus liga 3 ging es steil bergauf. Wenn man bedenkt was da für Spieler schon zu oberligazeiten gespielt haben war es abzusehen

10.06.2019 14:56 Handballfan 2

Kretzsche war schon damals ein wichtiger Faktor Sponsoren und Fans anzuziehen und den Verein interessant zu machen. Nicht mehr nicht weniger.
Der Durchmarsch in die Bundesliga ist aber auch der Insolvenz des 1.SV Concordia Delitzsch in der 2. Liga zu verdanken, wo eine Fülle von Leistungsträgern rüber wechselte sowie abgezogen wurden. Ansonsten wäre das Projekt bei weitem nicht so einfach geworden! Aber Respekt.

10.06.2019 13:39 ein Dynamo 1

Welchen Anteil er am Aufstieg wirklich hat, kann ich nicht beurteilen. Aber es wird ein wesentlicher sein. Ich denke, wenn man mit dem Klub fast alles erreicht hat, ihn von der 5. Liga in die Bundesliga etabliert hat, kann man sich durchaus einer neuen Herausforderung stellen. Dafür wünsche ich dem Herrn Kretzschmar ein glückliches Händchen und viel Erfolg.

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