Handball | EHF-Cup Thüringer HC bleibt im EHF-Cup auf Viertelfinal-Kurs

Der Thüringer HC hat auch das zweite Spiel auf internationalem Parkett gewonnen und bleibt auf Viertelfinal-Kurs im EHF-Cup. Leicht machte es der türkische Spitzenklub Kastamonu Belediyesi dem THC allerdings nicht.

Der Thüringer HC bleibt international auf Kurs. Nach dem Auftaktsieg in Most hat die Mannschaft von Herbert Müller auch das zweite Gruppenspiel im EHF-Cup erfolgreich gestaltet und gegen den türkischen Vertreter Kastamonu Belediyesi mit 27:24 gewonnen. Damit übernahm der THC in der Gruppe A wieder die Tabellenführung und ist auf einem guten Weg Richtung Viertelfinale.

Ann-Cathrin Giegerich (Thüringer HC)
Nach dem Handbruch von Marie Davidsen stand Ann-Cathrin Giegerich zwischen den Pfosten. (Archiv) Bildrechte: imago images / Karina Hessland

Vier-Tore-Vorsprung zur Pause

Nach dem Ausfall von Stammtorhüterin Marie Davidsen, die sich im Pokalspiel beim TSV Nord Harrislee einen Handbruch zuzog, stand Ann-Cathrin Giegerich zwischen den Pfosten des Thüringer HC. Und die 28-Jährige machte ihre Sache gut und war ein sicherer Rückhalt. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase zogen die Thüringerinnen vor 1.500 Zuschauern in der Nordhäuser Wiedigsburghalle das Tempo deutlich an und führten nach einer guten Viertelstunde mit 10:5. Nach dem 13:7 (22.) nahm THC-Coach Herbert Müller seine erste Auszeit. Dennoch arbeiteten sich die Türkinnen danach etwas heran, mit 16:12 für die Gastgeberinnen wurden die Seiten gewechselt.

Iveta Koresova (Thüringer HC)
Fünf Tore gingen auf das Konto von Iveta Koresova. (Archiv) Bildrechte: imago images/Karina Hessland

Sieg nicht in Gefahr

Nach dem Seitenwechsel konnte der THC seinen Vorsprung auf 22:15 (42.) ausbauen. Dann gab es jedoch einen Bruch im Spiel der Thüringerinnen, den Kastamonu mit einem Fünf-Tore-Lauf auf 20:22 (48.) nutzte. In einer spannenden Schlussphase behielten die THC-Frauen aber die Nerven, standen sicher in der Abwehr und brachte den Sieg über die Zeit. Beate Schaffknecht, Emily Bölk und Kapitänin Iveta Koresova waren mit jeweils fünf Treffern die erfolgreichsten Werferinnen für den Thüringer HC.

Trainer Herbert Müller vom THC in Aktion
Geschafft: Freude bei THC-Trainer Herbert Müller. (Archiv) Bildrechte: imago images/Gerhard König

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jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 12. Januar 2020 | 17:45 Uhr

1 Kommentar

automeris vor 37 Wochen

Es ist natürlich schade, dass es diesen Bruch im Spiel gab. Sonst hätten sie die Damen das Spiel höher gewonnen. Aber ich würde den Bruch auch etwas Gutes abgewinnen. Denn die Mannschaft des THC hat sich ja dann dagegengehalten und hat das Spiel doch nicht aus der Hand gegeben. Das zeugt von Moral und das ist sehr wichtig im Handball und wird dem Team auch in der Bundesliga helfen, wo sie ja leider schon genug Punkte liegen gelassen haben.