Sensation im Fuchsbau - Leipzig feiert Befreiungsschlag in Berlin

Der personell arg gebeutelte SC DHfK Leipzig hat zwei Punkte aus der Hauptstadt entführt. Bei den Füchsen Berlin entwickelte sich eine absolut verrückte Partie, in der die Sachsen bereits mit acht Toren führten. Berlin konnte in der zweiten Hälfte aber wieder herankommen und sogar in Führung gehen. Am Ende machte Niclas Pieczkowski Sekunden vor der Sirene das entscheidende Tor zum Sieg. Nach vier Niederlagen in Folge war die Freude nach Abpfiff dementsprechend ausgelassen.

 Leipzig jubelt nach Spielende 2 min
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Achterbahnfahrt mit positivem Ausgang: Der SC DHfK Leipzig hat in der Bundesliga bei den Füchsen Berlin ein extrem spannendes Spiel für sich entscheiden können.

So 28.03.2021 14:12Uhr 02:07 min

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Grandiose erste Halbzeit

Der DHfK hatte sich richtig was vorgenommen im Fuchsbau. Mit wahnsinnig viel Tempo und Wille kamen die Sachsen auf die Platte und spielten die Berliner in der ersten Halbzeit an die Wand. Keeper Joel Birlehm trug mit einer Leistung, die nicht weniger, als Weltklasse war, einen großen Teil dazu bei, dass Leipzig nach 20 Minuten völlig verdient mit 15:9 in Front war. Bei Berlin ging wenig bis gar nichts zusammen und die Gäste bestraften das mit aller Konsequenz. Mit einer herausragenden Sechs-Tore-Führung (18:12) ging es für das Team von André Haber dann in die Kabine. Erst einmal durchatmen.

Joel Birlehm jubelt
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DHfK-Keeper Joel Birlehm nach dem Abpfiff

Verrückte Phase nach dem Seitenwechsel

Nach der Pause ging es zunächst unverändert weiter. Nach 40 Minuten waren die Leipziger mit 24:16 bereits auf acht Tore weg. Doch dann ging es langsam merklich an die Körner. Fast eine Viertelstunde lang lief beinahe gar nichts zusammen im DHfK-Angriff und nach einem 9:0-Run waren die Füchse plötzlich wieder da und gingen durch Anderson sogar in Führung. Pünktlich zur heißen Phase war das Spiel wieder völlig offen.

Niclas Pieczkowski
Machte den entscheidenen Treffer: Niclas Pieczkowski Bildrechte: imago images/Matthias Koch

Mit noch zwei Minuten auf der Uhr glich Pieczkowski zum 27:27 und beendete damit endlich die Torflaute. Berlin nahm im folgenden Angriff die Auszeit und hatte nun die Chance, 47 Sekunden vor dem Ende, zumindest einen Punkt zu sichern. Aber einer hatte was dagegen. Und der stand im Leipziger Kasten. Birlehms Parade brachte die Sachsen wieder in die Position, ihrerseits das Spiel zu entscheiden. Und das taten sie - in Person von Niclas Pieczkowski. Der Rechtshänder netzte Sekunden vor der Sirene zur 28:27-Führung ein und sicherte seinem Team somit den überraschenden, aber absolut verdienten und vor allem wichtigen Auswärtssieg.

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vk

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