Handball | 2. Bundesliga Aue verliert bei Trainer-Rückkehr gegen Top-Team

Der EHV Aue hat eine Überraschung gegen den Aufstiegs-Aspiranten vom TuS Lübbecke verpasst. Der Ärger über die zweite Pleite in Folge hielt sich in Grenzen, denn abseits des Parketts gab es Erfreuliches.

SG BBM Bietigheim vs. EHV Aue Gabriel De Santis EHV Aue, Nico Schneider EHV Aue, Goncalo Ribeiro EHV Aue, Petr Slachta EHV Aue, Sebastian Paraschiv EHV Aue unzufrieden
Enttäuschung nach dem Abpfiff bei Gabriel De Santis, Nico Schneider, Goncalo Ribeiro, Petr Slachta und Sebastian Paraschiv. (Archivbild). Bildrechte: imago images/wolf-sportfoto

Stephan Swat ist in der Erzgebirgshalle zurück! Nach seiner schweren Corona-Erkrankung kehrte er beim Duell des EHV Aue gegen TuS Lübbecke erstmals wieder in der Halle zurück und nahm auf der Tribüne Platz. Er sah zumindest eine Halbzeit lang ein ausgeglichenes Spiel, am Ende verlor Aue aber gegen den Favoriten aber klar mit 25:33 (12:14).

Dutschke vor den Augen von Swat stark

TuS Lübbecke ist in der 2. Handball-Bundesliga das Team der Stunde, hat 2021 erst einmal verloren und den Aufstieg als Tabellenzweiter im Blick. Entsprechend selbstbewusst traten die Gäste auch in Aue auf. Die Mannschaft von Runar Sigtryggsson - er trainiert das Team seit der Erkrankung von Swat - hatte zuletzt in Bietigheim gepatzt und rangiert derzeit im Tabellenmittelfeld.

Stephan Swat
Dirigieren kann er noch nicht, aber stiller Beobachter in der Halle ist Stephan Swat wieder. Bildrechte: imago images/Hartmut Bösener

Anders als zuletzt, lieferte Aue diesmal über weite Strecken ein leidenschaftliches Spiel ab, hielt gegen den Favoriten gut dagegen, war aber insgesamt chancenlos. Vor den Augen von Swat machte aber zumindest Jannik Dutschke, gerade 19, auf sich aufmerksam. Das Eigengewächs beeindruckte mit einem mutigen Auftritt. Mit vier Toren in der ersten Halbzeit hatte Dutschke entscheidenden Anteil am knappen Pausenstand (12:14).

Nach der Pause chancenlos

Nach der Halbzeit zog Lübbecke dann auf fünf Tore davon (22:17/40.). Aue drohte den Anschluss zu verlieren, nahm eine Auszeit und versuchte ins Spiel zurückzukommen. Lübbecke ließ die Zügel aber nicht schleifen und traf regelmäßig (26:19/48.). Den Gastgebern drohte der Untergang, doch anders als zuletzt, zeigte Aue Kämpferherz und kam von einem 20:28 (50.) zurück (24:28/54.).

Was akzeptabel wirkte, wurde am Ende noch bitter. Maximilian Lux sah nach seiner dritten Zweiminuten-Strafe nicht die übliche Rote Karte, sondern die Blaue, die für ein "schlimmeres Vergehen" gezeigt wird und für Lux möglicherweise ein Spiel Sperre bedeutet. Zudem musste sein Team die letzten vier Minuten in Unterzahl überstehen, dies nutzte der Gast zum - am Ende - doch deutlichen Sieg.

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sst

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sachsenspiegel | 11. April 2021 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Dieter1943 vor 5 Wochen

Ich finde es sehr seltsam, daß der nachfolgende Sachverhalt nicht eine einzige Zeile wert ist
Sachsen Zwickau 22 641:511 130 39:5
2 Füchse Berlin 22 616:512 104 35:9
3 SG Herrenberg 22 605:573 32 34:10
4 TuS Lintfort 19 530:469 61 27:11
5 Solingen-Gräfr. 22 628:591 37 25:19
6 HC Leipzig 22 606:577 29 24:20
7 VfL Waiblingen 22 579:568 11 23:21
8 Nord Harrislee 21 551:551 0 20:22
9 SV Werder Bremen 21 560:608 -48 17:25
10 TG Nürtingen 18 464:489 -25 16:20
11 TVB Wuppertal 21 524:586 -62 13:29
12 SG 09 Kirchhof 21 495:584 -89 11:31
13 HC Rödertal 21 515:592 -77 7:35
14 HSG Freiburg 22 515:618 -103 5:39