Handball | Bundesliga Leipzig kassiert gegen Göppingen erste Niederlage

5. Spieltag

Tabellenführer SC DHfK Leipzig hat die erste Saisonniederlage in der Bundesliga einstecken müssen. Im Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen zogen die Sachsen am Donnerstagabend mit 22:25 den Kürzeren.

Handball 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Leipzig immer im Rückstand

Eine Woche nach dem furiosen Sieg bei den Rhein-Neckar Löwen (28:23) waren die Leipziger kaum wiederzuerkennen. Der Favorit aus Sachsen offenbarte dabei große Probleme gegen die aggressive Deckung der Gäste. Während der SC DHfK nach 21 Minuten gerade mal fünf Tore verbuchen konnte, hatte Göppingen kurz zuvor erstmals mit fünf Treffern in Führung gelegen (8:3/18. Minute). Frisch Auf profitierte in der Partie vor allem auch von der löchrigen DHfK-Abwehr. Leipzig packte zwar kurz vor dem Halbzeitpfiff immer wieder die Brechstange aus, dennoch ging es mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Kabine (9:12).

Torwurf Philipp Weber (Rueckraumspieler DHfK Leipzig, Rueckennummer 20) (Mitte) gegen Daniel Rebmann (Goeppingen, Nr. 12) (re.) beim Handball-Bundesliga-Spiel DHfK Leipzig gegen Frisch Auf! Göppingen (22.10.2020).
Philipp Weber (Rueckraumspieler DHfK Leipzig, Rueckennummer 20) mit dem Torwurf gegen Daniel Rebmann (Goeppingen, Nr. 12) Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Göppingen dreht weiter auf

Auch nach dem Wechsel bot sich den 999 zugelassenen Zuschauern ein ungewohntes Bild, denn die Gäste drehten weiter auf und eilten sogar kurzzeitig mit sechs Toren davon (19:13/40.). Mitte der zweiten Hälfte fingen sich die Leipziger etwas und der Vorsprung schmolz auf einen Treffer zusammen (20:21)/50.). In der Schlussphase behielten die Gäste aber kühlen Kopf und brachten den Sieg ohne große Probleme über die Zeit. Bester Leipziger Werfer war Linksaußen Lukas Binder mit fünf Toren.

Stimmen zum Spiel

Hartmut Mayerhoffer (Trainer Göppingen): "Ich bin sehr glücklich und zufrieden, was meine Mannschaft 60 Minuten hier abgerissen hat. Uns war vorher klar: wenn wir in Leipzig etwas holen wollen, muss viel passieren: Wir müssen das Tempospiel von Leipzig im Griff haben und in der Abwehr sehr präsent sein. Das haben die Jungs hier überragend umgesetzt. Es war auch klar, dass wir wenige Gegentore brauchen, wenn wir das gewinnen wollen. In der zweiten Halbzeit haben wir drei Siebenmeter liegen lassen, dann wurde es nochmal knapp. Respekt an Leipzig, man sieht, dass hier viel passiert."

André Haber (Trainer DHfK Leipzig): "Ich bin traurig. Es ist immer ein Scheiß-Gefühl, zu verlieren. Zu Hause tut es aber besonders weh. Wir sind an einer guten Göppinger Deckung und an uns selbst gescheitert. Wir haben im Angriff zu viel liegen lassen. Das hat mir nicht gefallen. Es ist schade, weil ich felsenfest überzeugt war, dass wir es schaffen können."

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lta/dh

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 22. Oktober 2020 | 21:45 Uhr

2 Kommentare

Chili Palmer vor 29 Wochen

Grün gegen weiß halt. Zu seligen SCL-Zeiten wäre das nicht passiert.

Rychlik vor 29 Wochen

OK gratuliere Gewinner - alle finden Gegner und bessere weil alle gewinnen wollen