Handball | Bundesliga SC Magdeburg ringt auch Wetzlar nieder

3. Spieltag

In einem kampfintensiven und über weite Strecken engen Spiel gegen die HSG Wetzlar hat der SC Magdeburg dank einem 30:26 (15:14) seine weiße Weste bewahrt. Dabei dominierte der SCM die Anfangs- und die Endphase der Begegnung. So gab es im dritten Spiel der Saison den dritten Sieg.

Die Gastgeber starteten beinahe perfekt in die Partie, die ersten fünf Versuche fanden alle den Weg ins Tor. Wetzlar schien noch nicht drin im Spiel, nahm eine Auszeit und fand dadurch langsam in seinen Rhythmus. Nach 15 Minuten lag Magdeburg mit fünf Toren vorne (11:6), eine Unterbrechung nach einer Verletzung von Wetzlars Patrick Gempp schien aber für einen Bruch im SCM-Spiel zu sorgen.

Die Grün-Roten agierten nun zu fahrig, ließen ihre Chancen liegen und kassierten plötzlich den Ausgleich (13:13/26.). Das Spiel wurde immer hektischer, das Publikum war mit den Leistungen der Unparteiischen nicht zufrieden und quittierte jede strittige Szene mit Pfiffen. Das schien sich auch auf die Mannschaft zu übertragen. SCM-Coach Bennet Wiegert kassierte für zu viele Sprüche Richtung Schiedsrichtergespann eine Gelbe Karte. Mit einem knappen Vorsprung ging es schließlich in die Pause (15:14).

Piotr Chrapkowski, Patrick Gempp, Magnus Saugstrup
Es war ein hartes Ringen zwischen dem SCM und den Gästen aus Wetzlar. Bildrechte: imago images/Eibner

SCM in der entscheidenden Phase hellwach

Auch in der zweiten Hälfte blieb das Duell spannend. Wetzlar verteidigte mit aller Härte - manchmal auch etwas über dem Erlaubten. Das kühlte die Stimmung in der Arena bei den 3.474 Zuschauern nicht unbedingt runter, die besonders in Wetzlars Magnus Frederiksen eine Art Sündenbock gefunden hatten. Jede Ballaktion von ihm wurde von einem gellenden Pfeifkonzert begleitet.

Mitte des zweiten Durchgangs konnte sich der SCM beim Stand von 22:20 erstmals wieder auf zwei Tore absetzen, zehn Minuten vor dem Ende waren es drei Treffer. Wetzlar schaffte es nun Probleme in den eigenen Angriffen mit der Abwehr des SCM, der seinerseits immer wieder zu einfachen Toren kam. Omar Ingi Magnusson war mit sieben Treffern erfolgreichster Werfer der Magdeburger, für Wetzlar traf Maximilian Holst ebenfalls siebenfach.

"Es war klar, dass es intensiv wird. Wetzlar hat eine qualitativ sehr gute Mannschaft, die jedem das Leben schwermachen kann. Das hat auch uns betroffen. Wir sind gut gestartet und hatten dann vor der Halbzeit eine Stressphase, an der ich großen Anteil hatte. In der zweiten Halbzeit haben wir es geschafft die Crunch-Time zu dominieren und über eine gute Abwehrleistung mit vier Toren zu gewinnen", lautete das Fazit von SCM-Coach Wiegert am "sky"-Mikrofon.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 16. September 2021 | 21:45 Uhr

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