Handball | Bundesliga Thüringer HC revanchiert sich beim Buxtehuder SV

23. Spieltag

Der Thüringer HC hat sich für die Hinspielpleite beim Buxtehuder SV revanchiert und trotz zwischenzeitlicher Schwächephasen letztendlich deutlich mit 31:24 (17:13) den 15. Saisonsieg feiern können. Im Angriff überragte einmal mehr Marketa Jerabkova.

Marketa Jerabkova (Thueringer HC)
Marketa Jerabkova traf zwölf Mal und liefert sich mit der Blombergerin Nele Franz weiter ein Kopf-an-Kopf-Duell um die Bundesliga-Torschützinnenkrone. Bildrechte: IMAGO / Christian Heilwagen

"Alles, was zählt, sind die beiden Punkte", atmete THC-Cheftrainer Herbert Müller nach der Schlusssirene in der heimischen Salza-Halle tief durch. Aber dennoch war der 58-Jährige nicht vollends zufrieden mit dem vorangegangenen Auftritt seines Teams: "Das Auf und Ab macht einen verrückt. Wir müssen viel entschlosser und mutiger spielen, um solche Spiele über 60 Minuten durchzuziehen."

Müller hadert mit dem "Auf und Ab"

Dabei waren die Gastgeberinnen gegen den Tabellenachten gut und defensiv griffig in die Partie gekommen. Bis zum 8:3 von Youngster Arwen Rühl hatte der offensiv wenig durchschlagskräftige BSV kaum etwas entgegenzusetzen (13.).

"Doch anstatt uns abzusetzen, steht es auf einmal 9:8", blickte Müller über seine in dieser Phase fahrlässige THC-Sieben entgeistert zurück: "Daran haben wir die ganze Saison schon zu knabbern." Aber wie so oft war wieder auf Marketa Jerabkova Verlass. Die tschechische Topscorerin erwischte einen Sahnetag und zog ihr Team fast schon allein aus dem Loch (17:11, 27.).

Teresa von Prittwitz (Buxtehuder SV) und Asli Iskit (Thueringer HC) spielen Handball.
Asli Iskit war mit sechs Treffern zweitbeste THC-Schützin am Samstagabend. Bildrechte: IMAGO / Christian Heilwagen

THC-Keeperin Davidsen überzeut mit 19 Paraden

Nach Wiederanpfiff schmolz der Vier-Tore-Pausenvorsprung jedoch einstweilen wieder. Die hartnäckigen Buxtehuderinnen ließen sich nicht abschütteln. Mit dem 21:19 der besten BSV-Schützin Caroline Müller-Korn (Sechs Treffer) drohte erneut eine Zitterpartie bis zum Schluss (42.).

Allerdings fing sich der THC rechtzeitig. Zudem war Torhüterin Marie Davidsen bestens aufgelegt und brachte die Gäste mit ingesamt 19 Paraden (45 Prozent-Quote) zur Verzweiflung. "Das war zu viel Berg- und Talfahrt meiner Mannschaft, um hier etwas auszurichten", musste BSV-Trainer Dirk Leun später konstatieren. Und nicht zuletzt bekamen sie bis zum Abpfif Jerabkova nicht in den Griff, die insgesamt zwölf Tore warf.

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mhe

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | THÜRINGENJOURNAL | 14. März 2021 | 19:00 Uhr

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