Handball | Bundesliga 20 Treffer Unterschied! Thüringer HC fertigt Mainz ab

18. Spieltag

Es hat ein bisschen gedauert, ehe der Thüringer HC seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Am Ende feierte die Müller-Sieben aber einen mehr als deutlichen 38:18 (15:10)-Kantersieg gegen überforderte Gäste aus Mainz. Vor allem in der zweiten Halbzeit drehten Jerabkova und Co. mächtig auf.

Arwen Ruehl, Thueringer HC und Tina Kolundzic, 1. FSV Mainz 05
Auch Arwen Rühl durfte sich mit fünf Treffern in die Torschützenliste eintragen. Bildrechte: imago images/Christian Heilwagen

Wenige Tage nach dem wichtigen Erfolg in der Europa League ging der Thüringer HC als haushoher Favorit ins Heimspiel gegen Mainz. Die Gäste fuhren bisher erst zwei magere Siege ein und kassierten bereits 15 Pleiten.

Kurze Schwächephase nach starkem Beginn

Entsprechend eindeutig gestaltete sich das Geschehen bereits in den ersten Minuten. Angeführt von Marketa Jerabkova spielte sich das Team von Herbert Müller nach acht Minuten erstmals einen Vier-Tore-Vorsprung heraus (6:2). Mainz mühte sich dagegenzuhalten, hatte den wuchtigen Tempogegenstößen in der Anfangsphase aber wenig entgegenzusetzen. Vielmehr war es der THC, der sich das Leben in der ersten Hälfte durch technische Ungenauigkeiten und mangelnde Chancenverwertung phasenweise schwer machte.

So konnten die Gäste das Spiel bis zur 20. Minute ein wenig offen halten, ehe die Thüringerinnen das Tempo anzogen und dank der Treffer von Emma Ekenman Fernis und Nina Neidhart mit einer komfortablen Führung die Pause antraten (15:10). Wirklich zufrieden schien THC-Coach Müller angesichts der vielen vermeidbaren Fehler aber nicht zu sein.

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Lange hielt der Außenseiter aus Mainz gut mit. Am Ende war ein Klassenunterschied aber nicht übersehbar. Bildrechte: imago images/Christian Heilwagen

Klassenunterschied in Hälfte zwei

Mit Wiederanpfiff präsentierte sich der THC dann aber deutlich spritziger und dominierte die Partie nach Belieben. Mainz zeigte hingegen immer wieder Konzentrationsschwächen im Angriff und in der Abwehr und musste dem hohen Tempo aus der ersten Hälfte Tribut zollen. Die Gastgeberinnen nutzten die sich bietenden Freiräume dagegen eiskalt aus und spielten sich in einen Rausch: Ab der 40. Minute stand erstmals ein Zehn-Tore-Vorsprung zu Buche (24:14).

Wenig überraschend glich die Schlussphase eher einem munteren Scheibenschießen, in der die Müller-Sieben völlig überforderten Mainzerinnen die Grenzen aufzeigte. Kerstin Kundig setzte mit einem Doppelschlag kurz vor Ende den umjubelten Schlusspunkt. Beste Schützin auf Seiten des THC war Jerabkova mit neun Treffern. Daneben überzeugten Fernis und Neidhart mit je sieben Toren.

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jsc

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Sportblock | 10. Februar 2021 | 21:40 Uhr

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