Handball | Bundesliga THC nach Schwächephase letztlich souverän – Wildcats überraschen Leverkusen

16. Spieltag

Die Handballerinnen des Thüringer HC haben zum Auftakt der Rückrunde gegen die Kurpfalz Bären einen am Ende klaren 31:18 (17:10)-Sieg geholt. Dabei war die Partie gegen die Tabellenletzten zumindest im ersten Abschnitt ein hartes Stück Arbeit. Auch Union Halle-Neustadt drehte am späteren Abend vor allem in der zweiten Hälfte auf. Die Wildcats überraschten favorisierte Leverkusenerinnen mit 25:22 (10:12). Es war Halles erster Sieg seit fast drei Monaten. Ein Befreiungsschlag.

Lea Gruber (SV Union Halle) macht die Vortänzerin
Vortänzerin Lea Gruber peitscht ihre Wildcats-Mitspielerinnen nach dem Befreiungsschlag gegen Leverkusen ein. Bildrechte: imago images / Fotostand

Nach einer frühen 3:0-Führung für die Müller-Sieben sah es so aus, als würde sich der Favorit zeitig absetzen können. Doch Ketsch fand ins Spiel, agierte im Angriff mit einer siebten Feldspielerin und kam so zu Torerfolgen. Einige technischer Fehler auf Seiten des THC sorgten dafür, dass Ketsch nach elf Minuten mit einem Tor vorne lag (4:5). Doch die Thüringerinnen berappelten sich und erhöhten die Konzentration an beiden Ende der Platte. Torhüterin Marie Skurtveit Davidsen konnte sich mehrfach auszeichnen, dazu lief vorne der Angriff heiß. So stand es zur Pause 17:10.

Marketa Jerabkova (Thüringer HC)
Marketa Jerabkova (Thüringer HC/mi.) war mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin. Bildrechte: imago images / Christian Heilwagen

Früher Lauf macht alles klar

Auch nach der Pause blieb der Fokus beim Team aus Bad Langensalze hoch. Ein Sechs-Tore-Lauf legte im zweiten Abschnitt früh den Grundstein für den letztlich ungefährdeten Sieg. Ketsch traf nach dem Seitenwechsel erstmals nach knapp elf Minuten und konnte im gesamten Abschnitt nicht mehr die Gefahr und Aggressivität der ersten 20 Minuten ausstrahlen. THC-Rückraumspielerin Marketa Jerabkova war mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin des Abends. In der Tabelle bleibt der Thüringer HC mit 19:11 Punkten auf Rang fünf.

Halle-Neustadt zur Pause in Schlagdistanz

der schwachen Leistung unter der Woche gegen das bis dato Ligaschlusslicht aus Mainz war Union Halle-Neustadt gegen den Tabellensechsten Bayer Leverkusen um Wiedergutmachung bemüht. Allerdings kam das Team von Trainer Jan-Henning Himborn zunächst schwer in die Partie. Doch nach zwischenzeitlichem 1:4- (7.) und 3:6-Rückstand (11.) tauten die Saalestädterinnen zunehmend auf und kamen bis zur Halbzeitsirene in Schlagdistanz (10:12).

 v.li. Anica Gudelj (Halle) und Svenja Huber (Leverkusen)
Nicht nur Svenja Huber verzweifelte am Samstag an Halle-Neustadts Keeperin Anica Gudelj. Bildrechte: imago images / Fotostand

Befreiungsschlag dank ganz starker zweiter Hälfte

Während die Gastgeberinnen mit ganz viel Schwung aus der Kabine kam, verlor Leverkusen zunehmend den Faden. Das 15:14 von Helena Mikkelsen (mit insgesamt sieben Treffern die beste Schützin des Abends), die sich nach vergebenem Siebenmeter den Rebound sicherte und im zweiten Versuch verwandelte (38.), war Halles erste Führung seit dem 1:0.

Bayer verzweifelte in der Folge immer wieder an der massiven Wildcats-Defensive und deren überragend aufgelegten Torhüterin Anica Gudelj. Zwischen Wiederanpfiff und Himborns Timeout in der 53. Minute beim Stand von 22:15 trafen die Rheinländerinnen ganze drei Mal. Auch wenn die Gäste anschließend mit hohem Risiko noch Druck aufbauen und verkürzen konnte, geriet Halle-Neustadts erster Sieg seit dem 31. Oktober nicht mehr in Gefahr. Dank dieses vierten Saisonerfolges wuchs Halles Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz auf aktuell sechs Punkte.

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red

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGENJOURNAL | 24. Januar 2021 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

p1ckering vor 16 Wochen

Klasse, Mädels! Ein rundum gelungenes WE für den Süden SA.