Handball | 1. Bundesliga Trotz Doppel-Rot: SC Magdeburg gewinnt Spitzenspiel in Kiel

8. Spieltag

Der SC Magdeburg bleibt Tabellenführer der Handball-Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert gewann am Sonntag das Spitzenspiel beim THW Kiel vor 9.300 Zuschauern 29:27 (16:15). Mit 16:0 Punkten liegt der SCM schon vier Zähler vor dem THW, der nach zwei Unentschieden in Folge die erste Niederlage kassierte.

Die Kieler, die ohne ihre Rückraumspieler Sander Sagosen und Steffen Weinhold (Corona-Quarantäne) auskommen mussten, begannen stark, führten früh mit 4:1. Bereits nach elf Minuten (4:7) nahm Wiegert seine erste Auszeit. "Wir brauchen die gleiche Intensität wie die." Die Worte des Coaches setzte sein Team im Anschluss erfolgreich um. Magdeburg ging nun deutlich resoluter zur Sache, Kiel schloss ein paar Mal überhastet ab, die Gäste kamen zu einfachen Toren - so stand es 8:10 nach 16 Minuten. In der Folge entwickelte sich eine spannende Partie auf Augenhöhe.

Michael Damgaard (Magdeburg, 34, v.l.) und Hendrik Pekeler (Kiel, 61) im Zweikampf-Duell.
Magdeburgs Michael Damgaard (34, v.l.) im Zweikampf mit Hendrik Pekeler (Kiel, 61). Bildrechte: IMAGO / Jan Huebner

Zwei Rote Karten - SCM behält die Nerven

Zu Beginn der zweiten Hälfte nahm die Hektik zu. Erst sah SCM-Abwehrchef Piotr Chrapkowski nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte (33.), dann musste auch der Magdeburger Spielmacher Marko Bezjak wegen eines Nachtretens gegen Magnus Landin mit Rot vom Feld. Dennoch gingen die Gäste beim 24:21 (47.) mit drei Toren in Führung und brachten den Vorsprung verdient auch über die Zeit. Beste Werfer waren der Kieler Niclas Ekberg und der Magdeburger Omar Ingi Magnusson mit je sechs Treffern.

Stimmen zum Spiel

Jannick Green (Torwart SCM): "Das ist wunderschön. Wir haben voll daran geglaubt, dass wir das heute schaffen können. Wir haben einen breiten Kader mit sehr vielen guten Spielern. Es macht riesen Spaß, so kann es von mir aus weitergehen."

Domagoj Duvnjak (THW Kiel): "Es war ein absolut verdienter Sieg, das ist keine Frage. Wir suchen keine Ausreden, Glückwunsch an Magdeburg. Das Leben geht weiter."

red/sid/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 24. Oktober 2021 | 15:30 Uhr

8 Kommentare

Erich B. vor 5 Wochen

Lieber MDR,
wenn ich in der Fußball-RL auf Chemie Leipzig - Union Fürstenwalde klicke, komme ih bei diesem Bericht heraus. Bitte Verlinkung reparieren.

Bogensee vor 5 Wochen

Glückwunsch an diese tolle Team!!! Da spielt jeder für den anderen Mitspieler, immer im Kopf, dass hier so Großes möglich ist!!! Was für ein schönes Gefühl 🖖🏻👍🏻

tobi vor 5 Wochen

Meine Fre... ist diese Magdeburger Mannschaft stark. In jeder Hinsicht ein Genuss der Truppe zuzuschauen.
Eine Superleistung gegen starke Kieler in einem Handballkrimi... ganz feiner Sport.