Handball | Bundesliga Thüringer HC dominiert auch zweites Derby gegen Halle

28. Spieltag

Die Handballerinnen des Thüringer HC haben mit 35:25 (17:12) bei Union Halle-Neustadt gewonnen. Dabei zwang der THC die "Wildcats" zu Fehlern und spielte seine Angriffe dann auch konzentriert zu Ende. Schon das Hinspiel war mit 34:17 klar an die Müller-Sieben gegangen. Während der THC weiter um einen internationalen Startplatz kämpft, braucht Halle noch Punkte für den Klassenerhalt.

Nadine Smit und Nina Neidhart
Bildrechte: imago images/Fotostand

THC lässt nichts anbrennen - Halle mit zu vielen Fehlern

Den größten Anteil am Erfolg des THC hatte Marketa Jerabkova, die mit ihrem zwölften Treffer des Tages für den Endstand sorgte. Nina Neidhart, Emma Ekenman und Lydia Jakubisova markierten jeweils fünf Tore für die Gäste. Zudem war THC-Torfrau Marie Davidsen ein sicherer Rückhalt. Für Halle erzielten Sophie Lütke mit zehn und Lea Gruber mit sieben die meisten Tore.

Die Hallenserinnen gestalteten die Startphase ausgeglichen und führten nach neun Minuten mit 6:5. Doch dann übernahm der THC die Initiative und drehte mit einem 4:0-Lauf auf. Mit zunehmender Zeit wurde die Führung immer deutlicher. Beim 29:17 (49.) war die Partie entschieden. Dass Halle sich in der Endphase noch einmal herankämpfte, war auch der abfallenden Konzentration des THC geschuldet. Letztlich war der Auswärtssieg aber ungefährdet.

Stimmen zum Spiel

Herbert Müller (Trainer Thüringer HC): "Ich freue mich darüber, dass wir die Möglichkeit hatten, Kraft zu sparen. Ich freue mich über das erste Tor von Klara Schlegel für den THC. Es war vor allem wichtig, diese 3:1-Abwehr zu lösen. Die hat Halle in den letzten fünf Spielen super gemacht. Wir hatten eine kleine Schwächephase beim 14:9 als sie auf 14:12 drangekommen sind. Aber dann haben wir gleich nachgelegt und die zehn Tore sind ein optimales Ergebnis. Wir haben jetzt noch ein paar Vier-Punkte-Spiele. Dortmund ist das leichteste Spiel der Saison, da kannst du frei von der Seele aufspielen. Wenn sich eine Chance bietet, werden wir da sein."

Jan-Henning Himborn (Trainer Halle): "Wir haben natürlich einige Ausfälle zu beklagen. Unser kompletter Mittelblock ist ausgefallen. Wir wollten diese Ausfälle offensiver lösen. Wir haben erste Halbzeit gut angegriffen, haben dann aber zu leichte Gegentore zugelassen. Fünf Tore Rückstand zur Pause ist dann natürlich schon deutlich. Wenn der Rückstand nur zwei oder drei Tore ist, ist es leistungsgerecht. In der zweiten Halbzeit glauben wir dann vielleicht nicht mehr so richtig dran. In den letzten zehn Minuten haben wir uns gut präsentiert. Wir bekommen es leider nicht hin, diese Leistung über 60 Minuten abzurufen. Wir haben alles reingeworfen, aber der THC ist immer noch einen Tick besser als wir."

Die Spielerinnen des Thüringer HC jubeln
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Felix Thiel

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 01. Mai 2021 | 19:30 Uhr

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