Handball | Bundesliga Union Halle-Neustadt feiert Schützenfest im Ostderby gegen Zwickau

Brutaler Start für den BSV Sachsen Zwickau: Der Traditionsverein hat in seinem ersten Spiel nach 26 Jahren Bundesliga-Abstinenz eine herbe Niederlage im Ost-Derby gegen Halle kassiert.

Handballspielerin springt hoch beim Ballwurf. 5 min
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Die Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau mussten zum Bundesliga-Auftakt Lehrgeld zahlen. Der Aufsteiger kassierte am Samstag (04.09.2021) im mitteldeutschen Derby gegen den SV Union Halle-Neustadt eine klare 20:36 ( 8:19 )-Heimniederlage.

Den größten Anteil am Erfolg der Gäste hatten die überragende Torfrau Anica Gudelj (15 Paraden) sowie die treffsicheren SV-Spielerinnen Julia Niewiadomska (7/4) und Marija Gudelj (5). Für das Team aus Sachsen erzielten Pia Adams (6/2), Ema Hrvatin und Jenny Choinowski (je 3) die meisten Tore.

Halle in allen Belangen besser

In Jubelpose: Edita Nukovic Halle , links Camilla Askebjerg Madsen
Edita Nukovic und Camilla Askebjerg Madsen bejubeln den Hallenser Sieg. Bildrechte: imago images/Kruczynski

Der Neuling fand in den ersten 30 Minuten keine Mittel, um die stabile hallesche Verteidigung aus den Angeln zu heben. Hinzu kamen viele technische Fehler, die die Saalestädterinnen zu einfachen Treffern nach Tempogegenstößen nutzte. Von 4:2 (6.) zogen die Hallenserinnen über 8:3 (12.) auf 17:8 (28.) davon und hatten damit das Derby bereits zur Pause vorentschieden. Nach dem Seitenwechsel schraubten die Gäste das Ergebnis noch weiter in die Höhe.

Dabei war Zwickaus Cheftrainer und Geschäftsführer Norman Rentsch vor dem Saisonstart noch euphorisch. Rentsch betonte, dass man wolle "das Image der grauen Maus ablegen". "Es geht darum, die Euphorie mitzunehmen. Wir wollen nicht agieren wie ein typischer Aufsteiger, sondern auf Sieg spielen, um mit unserer Mentalität hoffentlich die Klasse halten zu können."

Rentsch schon beim HC Leipzig und bei Borussia Dortmund

Rentsch kennt die höchste Liga schon von seinen Engagements beim HC Leipzig und später bei Borussia Dortmund, ehe er seit seiner Rückkehr nach Zwickau im Januar 2019 das Team zum Bundesligisten formte. Nach dem frühzeitig feststehenden Aufstieg gingen die Personalplanungen in die entscheidende Phase. Mit der 30 Jahre alten Torhüterin Nele Kurzke kehrte eine ehemalige Nationalspielerin von Bayer Leverkusen nach Zwickau zurück. Sie spielte bereits zwischen 2012 und 2015 in Zwickau. Dazu kamen die slowenische Nationalspielerin Ema Hrvatin (21 Jahre) vom französischen Club AS Cannes Mandelieu sowie die Tschechin Anna Frankova. Die 24 Jahre alte Rechtsaußen-Spielerin war zuletzt bei Zweitliga-Absteiger HC Rödertal aktiv. Neu im BSV-Team ist auch die Schweizer Nationalspielerin Chantal Wick. Die 27-Jährige spielte zuletzt für die Neckarsulmer Sport-Union.

BSV Sachsen Zwickau: Trainer Norman Rentsch
Zwickaus Trainer Norman Rentsch Bildrechte: IMAGO / Eibner

red/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 05. September 2021 | 15:30 Uhr

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