Handball | Bundesliga Sachsen Zwickau furios, Thüringer HC auf Rang eins, Halle-Neustadt weiter sieglos

5. Spieltag

Im fünften Anlauf hat Sachsen Zwickau erstmals jubeln dürfen – auf furiose Art und Weise. Derweil eroberte der Thüringer HC die Tabellenführung, während Halle-Neustadt weiter sieglos blieb. Zudem ausgelost: Das Achtelfinale im DHB-Pokal wurde ausgelost. Nach der nun startenden EM geht es am 23. November mit dem mitteldeutschen Duell Halle gegen Zwickau weiter.

Sara Odden Zwickau und Alisa Pester Zwickau attackieren Naina Klein Leverkusen Handball Frauen 1.Bundesliga
Die Zwickauerinnen Sara Odden und Alisa Pester attackieren Naina Klein (Leverkusen) Bildrechte: IMAGO / Kruczynski

39:32! Zwickau feiert Befreiungsschlag gegen Leverkusen

Der BSV Sachsen Zwickau hat am fünften Spieltag der Handball-Bundesliga den ersten Sieg gefeiert. Am Sonnabend gewann das Team von Norman Rentsch eine tempo- und torreiche Partie gegen Rekordmeister Bayer Leverkusen klar mit 39:32.

Nach anfänglichen Problemen übernahm der BSV das Kommando konnte schon vor der Pause seinen Vorsprung ausbauen. Nach 30 Minuten stand es 19:16. Im zweiten Durchgang ließ Zwickau nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil, am Ende hatte der BSV sogar viele Tore wie noch nie in der Bundesliga erzielt. Je zehn Mal trafen Anna Frankova und Ema Hrvatin.

Johanna Stockschlaeder (Thueringer HC, 18)
Johanna Stockschlaeder war beste Werferin des THC. Bildrechte: IMAGO / foto2press

33:20 in Waiblingen: THC behält die blütenweiße Weste

Die Handballerinnen des Thüringer HC gehen mit blütenweißer Weste in die WM-Pause. Bei Schlusslicht VfL Waiblingen setzte sich das Team von Trainer Herbert Müller mit 30:22 durch. Beste Werferinnen des THC waren Johanna Maria Stockschlader mit sieben und Annika Lott mit sechs Toren.

THC-Sieg nie in Gefahr trotz Nachlässigkeiten

Die Rollen waren klar verteilt. Waiblingen verlor seine bisher vier Bundesliga-Spiele, scheiterte zudem im DHB-Pokal deutlich. Der Thüringer HC dagegen hat bisher alle Pflichtspiele für sich entscheiden können. Und so zog das Team von Trainer Herbert Müller auch nach leichten Startschwierigkeiten schnell auf 5:1 davon. Nach 17 Minuten stand es bereits 10:3, dann aber schlichen sich Unkonzentriertheiten ein. Viele technische Fehler gepaart mit leichtfertig vergebenen klaren Würfen. So kamen die Gastgeberinnen bis auf vier Tore heran.

Nach einer Auszeit und einigen Wechseln fing sich der THC wieder und zog bis zur Pause auf 14:8 davon. Nach dem Wechsel schraubten die Gäste das Ergebnis weiter hoch, nach 43 Minuten stand es bereits 21:11. Dann wechselte Müller wieder durch, Waiblingen kämpfte sich zwischenzeitlich auf fünf Tore heran 17:22. Doch der klare Favorit ließ nichts anbrennen. Spielmacherin Sonja Frey feierte in Waiblingen ein besonderes Jubiläum. Der Wurf zum zwischenzeitlichen 17:9 war ihr 500. Treffer im THC-Trikot.

Katrin Schneider Union Halle, Trainerin
Trotz gutem Start verlor Union Halle-Neustadt von Trainerin Katrin Schneider deutlich in Metzingen. Bildrechte: IMAGO/Eibner

25:30 in Metzingen: Halle-Neustadt weiter sieglos

Union Halle-Neustadt muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Das Team von Trainerin Katrin Schneider verlor am Samstagabend beim bisherigen Tabellennachbarn TuS Metzingen mit 25:30 (14:17). Dabei kamen die Wildcats furios in die Partie. Hinten war Keeperin Anica Gudelj kaum bezwingbar und vorn beeindruckten die Gäste mit durchlagskräftigem Tempospiel. Nach Niewiademskas Treffer führten die Saalestädterinnen mit 8:2 (10.).

Dann jedoch schlichen sich allmählich Nachlässigkeiten ein, zudem nutzte Metzingen drei in kurzen Abständen folgende Hallenser Zeitstrafen, um sich Stück für Stück heranzupirschen – und dann durch Magda Balsam erstmals vorbeizuziehen (19./11:12 aus Wildcats-Sicht). Zur Pause hatten sich die Gastgeberinnen ein erstes kleines Polster (14:17) erarbeitet, das nach Wiederanpfiff immer weiter anwuchs. Die Halle-Neustädterinnen verzweifelten zusehend an der überragend aufgelegten Torfrau Lea Schupbach, die insgesamt auf 17 Paraden kommen sollte. Als Dagmara Nocun (mit acht Toren beste Werferin der Partie) im Tempogegenstoß verwandelte, lagen die Wildcats bereits mit sieben zurück (42./16:23). Wirklich nahe kamen die Schneider-Team in der Folge nicht mehr. Halle-Neustadt geht als Tabellenvorletzter in die EM-Pause.

DHB-Pokal: Achtelfinale ausgelost

Im Rahmen der Bundesliga-Partie Buxtehude - Dortmund ist das Achtelfinale im DHB-Pokal ausgelost worden. Der BSV Sachsen Zwickau ist bei Zweitligist Rosengarten-Buchholz zu Gast, der Thüringer HC reist zu Erstliga-Konkurrent Metzingen. Halle-Neustadt. Anwurf ist am 3. oder 4. November.

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red/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Sportblock | 22. Oktober 2022 | 22:40 Uhr

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