Handball | Bundesliga Deutscher Meister zu stark für SC DHfK Leipzig

29. Spieltag

Am Anfang beider Halbzeiten befand sich Außenseiter SC DHfK Leipzig mit Handball-Bundesliga-Spitzenreiter Flensburg jeweils auf Augenhöhe. Für eine Sensation war das aber zu wenig.

Niclas Pieczkowski (SC DHfK Leipzig, 14) gegen Simon Hald (SG Flensburg-Handewitt, 05)
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Beide hatten zuletzt drei Partien gewonnen: Im direkten Duell aber hat der SC DHfK Leipzig beim Deutschen Meister und Tabellenführer SG Flensburg- Handewitt am Mittwoch mit 21:27 das Nachsehen gehabt.

Leipziger Aufholjagd nach der Pause

Die Sachsen begannen vor den 6.118 Zuschauern in der Flensburger Arena mutig. Innerhalb von 30 Sekunden brachten Franz Semper, der zur Saison 2020/21 nach Flensburg wechseln wird, und Maximilian Janke die Sachsen mit 2:0 in Führung. Nach einer Viertelstunde hieß es 4:4. Danach aber bestimmte die SG das Geschehen, und die Leipziger wirkten zunehmend hilflos. Zur Pause stand es 10:16. Erst als die Gäste im Angriff auf einen zusätzlichen Feldspieler setzten, fanden sie wieder besser ins Spiel. Diese Maßnahme, starke Paraden von Torhüter Rene Villadsen und "richtig schlechte 15 Minuten" (SG-Coach Maik Machulla) sorgten dafür, dass der Rückstand auf zwei Tore (19:21/51.) schmolz. Mit einem 4:0-Lauf zog der klare Favorit dann dem SC DHfK aber doch den Zahn.

Holger Glandorf (SG Flensburg-Handewitt, 09) gegen Marc Esche (SC DhfK Leipzig, 43)
Marc Esche (oben) im Duell mit Ex-Nationalspieler Holger Glandorf Bildrechte: imago images / Beautiful Sports

Wiesmach: Nehmen dennoch ein gutes Gefühl mit

Leipzigs dänischer Rechtsaußen Patrick Wiesmach sagte bei "sky": "Bei uns gingen im Angriff ein paar Bälle nicht hinein, dazu ein paar schnelle Gegentore - danach ging dann nichts mehr. Aber wenn man zwei Tore kurz vor Schluss zurück liegt, dann nimmt man dennoch ein gutes Gefühl mit." Zumal er nun ein paar Tage Urlaub in seiner Heimat bekommen hat.

Flensburg feierte den 27. Sieg im 28. Saisonspiel und steuert erneut der Meisterschaft entgegen. Nur beim SC Magdeburg hatte es Ende März eine Niederlage gegeben.

Das sagten die Trainer

André Haber (SC DHfK Leipzig): "Wir sind natürlich enttäuscht, dass es nach dem Spielverlauf am Ende sechs Tore geworden sind. Wir hatten einen ganz guten Start ins Spiel, doch sind dann in eine Phase gekommen, wo wir zu viele Tore über Flensburgs Tempospiel zugelassen haben. Dadurch war der Rückstand zur Pause etwas zu hoch. In der zweiten Halbzeit haben wir dann sehr leidenschaftlich verteidigt und hatten mit René Villadsen einen guten Rückhalt. Auch vorn waren wir dann sehr diszipliniert und haben uns wieder herangekämpft, trotzdem haben wir noch eins zwei sehr gute Chancen übersehen. Für mehr hat es leider nicht gereicht, weil wir wieder in eine Phase gekommen sind, wo wir im Angriff den Ball dreimal sehr leicht hergeben. Wir hätten es heute verdient gehabt, noch näher dran zu sein, aber natürlich geht der Sieg für Flensburg absolut in Ordnung."

Maik Machulla (SG Flensburg-Handewitt): "Wir wussten, dass Leipzig mit viel Selbstvertrauen kommt und hohe Qualität im Kader hat, darum waren wir vor dem Spiel zu Recht angespannt und fokussiert. Ich bin sehr stolz, denn die Saison neigt sich dem Ende entgegen und nach 55 Spielen geht es nur noch um Willen, Kampf und Leidenschaft. Darum bin ich froh über die Art und Weise, wie wir das gemacht haben, auch wenn wir es hätten noch souveräner lösen können. Beim Spielstand von 21:19 und Zeitspiel gegen uns hatten wir eine sehr gefährliche Phase. Ein besonders Lob möchte ich heute vor allem an Marius Steinhauser machen. Jetzt freuen wir uns auf die Partie am Samstag gegen Veszprem."

cke/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 25. April 2019 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Mai 2019, 09:13 Uhr

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