Handball | DHB-Pokal SC Magdeburg nach Zitterpartie im Pokal-Finale

Final4 - Halbfinale

Feiertag für den SC Magdeburg. Die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga hat sich im Halbfinale des Pokal-Final4 mit 30:29 (15:11) gegen die TSV Hannover-Burgdorf durchgesetzt und kann am Sonntag, den 07. April, auf den ganz großen Pokal-Coup hoffen. Das Team von Bennet Wiegert zeigte sich vor allem im ersten Durchgang von seiner besten Seite und ließ den Niedersachsen nur wenig Spielraum. Das sollte sich aber schlagartig in der zweiten Hälfte ändern.

Damgaard sticht heraus

Robert Weber
Auch Rechtsaußen Robert Weber war im ersten Durchgang ein wichtiger Faktor. Über den österreicher liefen viele erfolgreiche Angriffe. Bildrechte: imago images/wolf-sportfoto

Mit einem Bundesliga-Lauf von acht Siegen in Folge reiste der Bundesliga-Dritte SC Magdeburg mit einer besonders breiten Brust nach Hamburg und bewies im Pokal-Halbfinale gegen den Bundesliga-13. TSV Hannover-Burgdorf von der ersten Spielminute an spielerische Klasse. Die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga ging schnell mit 4:1 in Führung und hatte vor allem mit dem Dänen Michael Damgaard einen treffsicheren Akteur auf dem Parkett, der drei Treffer erzielte.

Am Ende der Partie sollten sogar 15 Tore zu Buche stehen für den Rückraum-Spieler. Wie schon im Bundesliga-Aufeinandertreffen agierten die Magdeburger blitzschnell und waren in vielen Aktionen einfach zu flink für die noch sehr ängstlich auftretenden Niedersachsen. So stand bis zur Halbzeit eine komfortable 15:11-Führung zu Buche für die Sachsen-Anhalter.

Außenseiter kämpft sich zurück

SC Magdeburg Trainer Bennet Wiegert
SC Magdeburg-Trainer Bennet Wiegert hatte vor allem in der zweiten Halbzeit ordentlich was zu tun und musste mit ansehen, wie sein Team eine komfortable Führung verspielte. Bildrechte: imago images / wolf-sportfoto

Die spielerische Überlegenheit der Sachsen-Anhalter aus der ersten Hälfte sollte aber überraschenderweise ganz schnell verschwinden. Der Bundesliga-13. kämpfte sich zurück und glich nach 40 Spielminuten zum ersten Mal aus (18:18). Und für die Mannschaft von Bennet Wiegert kam es sogar noch dicker. Die Hannoveraner nutzten den spielerischen Tiefschlaf des SCM aus und sorgten für einen 21:24-Rückstand (50.). Doch damit noch nicht genug in diesem Pokal-Drama.

Magdeburg ließ sich nicht beirren, kämpfte sich vor allem dank des unwiderstehlichen Damgaard zurück und entschied den Krimi vor 13.200 Zuschauern in der ausverkauften Hamburger Arena am Ende für sich. Für den goldenen Siegtreffer sorgte Christian O'Sullivan zwei Sekunden vor dem Ende. Damit dürfen die Sachsen-Anhalter nach 1996 und 2016 vom dritten Pokal-Triumph träumen. Im Finale treffen sie am Sonntag auf den THW Kiel. Der Rekordmeister setzte sich im anderen Halbfinale mit 24:22 gegen die Füchse Berlin durch.

SC Magdeburg Trainer Bennet Wiegert 2 min
Bildrechte: imago images / wolf-sportfoto

Stimmen nach dem Spiel

Matthias Musche (Magdeburg): "Das Spiel war ein hartes Stück Arbeit, aber wir freuen uns riesig, dass wir im Pokalfinale stehen. Jetzt holen wir uns den Cup - egal, wer da kommt."

Robert Weber (Magdeburg): "Am Ende waren wir die glücklichere Mannschaft. Wir haben eine unglaubliche Leistung abgeliefert".

Bennet Wiegert (Magdeburg): "Wir sind einfach unfassbar erleichtert. Großen Respekt an meine Mannschaft, dass Sie nach dem zwischenzeitlichen Tief noch einmal zurückgekommen ist."

Fabian Böhm (Hannover): "Der Trainer hat uns in der Halbzeit gesagt wir müssen einfach nur weitermachen. Das haben wir gemacht und haben die Partie gedreht. Am Ende verlieren wir, meiner Meinung nach, völlig zu Unrecht. Mit vielen Entscheidungen vom Schiedsrichter bin ich einfach nicht einverstanden."

tw

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 06. April 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. April 2019, 12:26 Uhr

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10 Kommentare

06.04.2019 22:14 Sportfreunde 10

Chemie Power...

Keine Ahnung der Chemikal...den wie alle die nur ein bisschen Ahnung von Handball haben waren die Entscheidungen nicht zum Vorteil vom SCM...wie auch im Anschluss Ex Nationalspieler Dominik Klein und andere Ehrfahrende Leute sagten...

Aber in Halle spielt man ja Erstliga Fußball und Handball...

06.04.2019 21:53 Florentine 9

Ja, das sind einige der Fehler...und es waren noch mehr...schade...ich frage mich nur, wer ist das, der so falsch schreibt? Ein Journalist?
Letztendlich wollen wir natürlich in erster Linie den Erfolg unserer Mannschaft hervorheben...da hast du recht, Fazzo.
Ich freue mich auf das Finale morgen.

06.04.2019 20:55 Siggi 8

"Das Team [...] ließen..."
Das Team = Einzahl

06.04.2019 20:51 Siggi 7

Ich habe gerade nichts anderes zu tun.
"GroßenRespekt" schreibt man getrennt.

06.04.2019 20:41 Siggi 6

"Die spielerische Überlegenheit der Sachsen..."

Unglaublich, MDR.

[Lieber Nutzer,

vielen Dank für den Hinweis. Lässt natürlich etwas Raum für Interpretation: Nieder-Sachsen? Sachsen-Anhalter? Wir ändern das sofort.

Besten Dank!]

06.04.2019 20:09 ChemiePower 5

MAGDEBURG, da verschieben immer die Schiedsrichter, egal welche Sportart, da hat der Hannoveraner recht...

06.04.2019 19:58 Fazzo 4

@Florentine - na ja ...Swamm trühber ;))
viel wichtiger :
Finale - o...ho !!
Pokale - ooho ...he-ho !!!
=D

06.04.2019 19:35 Florentine 3

Wieder eine Menge Rechtschreib- und Grammatikfehler in dem Spielbericht.
Verstehe ich nicht. Warum passiert so etwas in den öffentlichen Medien?
Vorbildwirkung gleich Null !!!

06.04.2019 18:23 Gittan 2

Ja, ja, die blitzschnell agierenden Leipziger... Wie peinlich ist das denn, seinen Beitrag mit Versatzstücken eines früheren Artikels per taste and copy schreiben.

06.04.2019 18:01 kdm 1

Klasse Ergebnis mit starker kämpferischer Leistung!
@MDR Wer ist die Leipzierg?