Handball | 2. Bundesliga EHV Aue lässt HC Elbflorenz keine Chance

8. Spieltag

Was war das für ein Sachsenderby! Der EHV Aue hat am Samstagabend, den 12. Oktober 2019, mit 30:24 (11:12) gegen den HC Elbflorenz gewonnen und somit einen enorm wichtigen Erfolg im harten Abstiegskampf gefeiert. Dabei erwischten vor allem die Gäste aus Dresden den deutlich besseren Start in der Erzgebirgshalle. Letztlich zahlte sich aber der aufopferungsvolle Kampf der Spieler von Stephan Swat aus.

Kammlodt mit rot vom Parkett

Stephan Swat
EHV Aue-Trainer Stephan Swat Bildrechte: imago images/Eibner

Zum Derby in der Erzgebirgshalle trafen zwei Tabellenwelten aufeinander. Die Gastgeber aus Aue starteten mit 4:10 Punkten und als Drittletzter der Tabelle in die Saison. Die Gäste aus Dresden hatten eine ausgeglichene 7:7 Punktbilanz und gingen als Favorit in die Partie. EHV-Trainer Stephan Swat freute sich auf das Spiel und forderte sein Team auf, trotz der Tabellensituation, Spaß zu haben: "Es gibt nichts Schöneres als ein Derby. Die Halle ist hoffentlich voll. Die Zuschauer, die Spieler, die Trainer sind voller Emotionen. Es geht richtig zur Sache. Das ist es, was unseren Sport ausmacht. In solch ein Spiel muss man, unabhängig von der Tabellensituation, mit Freude gehen, mit Spaß und mit Lust auf die Herausforderung."

In den ersten Spielminuten agierten beide Team bis zum 3:3-Spielstand auf Augenhöhe. Erst danach nahmen die Gäste aus Dresden das Spielruder in die Hand und nutzten besonders auf der linken Abwehrseite der Auer die löchrige Abwehr aus. So erarbeiteten sich die HC Elbflorenz einen 3-Punkte-Vorsprung und gab diesen auch so schnell nicht wieder her. Vor allem der Rückraum-Schütze Sebastian Greß machte auf dem Auer Parkett eine tolle Figur und erzielte einige Treffer für die Landeshauptstadt. Nach einer Viertelstunde stand es 9:5 (17.) für die Dresdner.

Das Swat-Team legte danach aber etwas die Nervosität ab und kämpfte sich in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit wieder zurück. So agierten die Auer in Überzahl viel zielstrebiger und hatten mit Erik Töpfer den wohl besten Akteur auf der "Platte". Der EHV-Goalie zeigte vor über 2000 Zuschauern einige Top-Paraden und hielt sein Team so im Rennen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff mussten die Hausherren doch noch eine bittere Pille schlucken. Der drittbeste Torschütze der Liga (51 Treffer), Adrian Kammlodt, musste nach einer Roten Karte vorzeitig vom Feld. Zur Halbzeit lagen die Gastgeber mit 11:12 zurück.

Erik Toepfer (Torwart, EHV Aue) jubelt
Mann des Spiel: Aue-Torwart Erik Töpfer hielt sein Team vor allem im ersten Durchgang mit wahnsinnigen Paraden im Spiel. Bildrechte: imago images / Eibner

EHV Aue nimmt Fahrt auf

Und die Auer ließen ihre Formkurve weiter ansteigen und gingen nach einem Blitzstart mit 14:12 in Führung (32.). Gleichzeitig war das auch die erste Führung in der Partie für die „Handball-Veilchen“. Knapp eine Viertelstunde vor dem Schluss führten die Blauen mit 22:17 (46.) und hatten die Dresdner förmlich am Boden. Dem Team von Rico Göde unterliefen im zweites Drittel des Spielfeldes viel zu viele einfache Fehler und konnten somit keine weitere Spielwendung einleiten. Die Zuschauer in der Erzgebirgehalle konnten am Ende über einen klaren und so vor der Partie nicht erwartbaren 30:24-Erfolg des EHV jubeln.

Torjubel bei den handballern auf dem Feld.
Am Ende gab es nur noch Jubel auf Seiten der Auer. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

tw

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 12. Oktober 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Oktober 2019, 21:24 Uhr