Handball | 1. Bundesliga Erste Saisonniederlage für den Thüringer HC

Nachholspiel 7. Spieltag

Nun ist es passiert. Der Thüringer HC hat seine erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Im Topspiel bei der SG BBM Bietigheim fing das Müller-Team verheißungsvoll an, doch dann ließ die Kraft nach und der Deutsche Meister ging als 24:27-Verlierer vom Parkett.  Das bedeutete auch den Verlust der Tabellenspitze. Nach der Partie wurde das Final Four im DHB-Pokal ausgelost.

v.l. Nina Müller (THC), Fie Woller (BBM), Ann-Cathrin Giegerich (THC)
Bietigheims Fie Woller setzt an und prüft THC-Keeperin Ann-Cathrin Giegerich. Bildrechte: imago/Pressefoto Baumann

THC gibt Sieben-Tore-Vorsprung her

Beide Teams waren sich der Bedeutung des Spiels bewusst und begannen nervös. Nach dem 1:1 agierten die Thüringerinnen zielstrebiger und legten vier Tore am Stück zur 5:1-Führung (13.) vor. Das Signal für Bietigheims Trainer Martin Albertsen zur ersten Auszeit. Das beflügelte aber mehr den THC, der nach dem Treffer von Emely Bölk zum 9:2 (18.) einen komfortablen Vorsprung herausgeworfen hatte.

Doch der schmolz. Bietigheim ließ sich nicht abschütteln und kam dank der beiden Ex-HCL-Asse Maura Visser und Karolina Kudlacz-Gloc immer näher heran. Mit 13:10 für die Mannschaft von Herbert Müller wurden die Seiten gewechselt.

Bietigheim zieht vorbei

Nach dem Wechsel wurde es in der MHP-Arena Ludwigsburg immer enger für den Deutschen Meister. Die Bietigheimerinnen waren konzentriert aus der Kabine gekommen, machten den Rückstand auf das Müller-Team wett und lagen nach 41 Minuten mit 16:15 vorn. Beim 17:16 (43.) für die Gastgeberinnen musste THC-Coach Müller reagieren und legte die grüne Karte auf den Tisch. Danach gelang Lydia Jakubisova das 17:17 (46.) – und jetzt wurde es ein Wechselbad der Gefühle.

Der THC-Führung folgte prompt der Ausgleich – beim 20:20 (53.) war für beide Mannschaften noch alles drin. Doch nun zog Bietigheim alle Register und setzte sich ab. Bölk gelang mit dem Tor zum 24:27 noch Ergebniskosmetik, an der Niederlage änderte das nichts. Herbert Müller sah es realistisch: "Herzlichen Glückwunsch zum verdienten Sieg von Bietigheim. Das Ergebnis geht auf Grund der zweiten Halbzeit in Ordnung, wo uns dann die Kraft gefehlt hat."

Ina Großmann, Anna Loerper (Bietigheim) und Emily Bölk ringen um den Ball.
Harter Fight zwischen den THC Spielerinnen Ina Großmann und Emely Bölk mit der Bietigheimerin Anna Loerper. Bildrechte: imago/wolf-sportfoto

Halbfinals im Final Four: THC und Halle gehen sich aus dem Weg

Nach der Partie wurden die beiden Halbfinalbegegnungen des OLYMP Final4 im DHB-Pokal ausgelost, das am 25. und 26. Mai 2019 in der Stuttgarter Porsche Arena steigen wird. Dabei trifft der Thüringer HC auf die TuS Metzingen, der SV Union Halle-Neustadt muss sich mit der SG BBM Bietigheim auseinandersetzen.

jmd/cdi

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 23. Januar 2019 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2019, 21:09 Uhr

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