Handball | European League SC Magdeburg peilt Titelgewinn an

Die beiden vergangenen Final-Four-Teilnahmen im EHF-Cup hat der SC Magdeburg in den Sand gesetzt, am Pfingstwochenende soll beim Vierer-Turnier der neuen European League alles anders werden. In Mannheim peilt der SCM den Titelgewinn an.

Piotr Chrapkowski, Jannick Green Krejberg, Christian O’Sullivan
Gelingt der finale Coup in der European League? Die SCM-Spieler Piotr Chrapkowski, Jannick Green und Christian O’Sullivan. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / Christian Schroedter

Endlich mal wieder ein Titel: Am Pfingstwochenende bekommen die Handballer des SC Magdeburg ihre Chance, sich im Final-Four-Turnier der neu gegründeten European League die Trophäe zu sichern. Der Sieger im "kleinen" Europapokal wird am 22. und 23. Mai mit zwei Halbfinals und dem Endspiel in der SAP Arena in Mannheim ermittelt.

SCM im Halbfinale gegen Wisla Plock

Von den vier Kandidaten auf den Gewinn des Pokals kommen drei aus Deutschland. Neben dem SC Magdeburg haben sich auch noch die Rhein-Neckar Löwen und die Füchse Berlin qualifiziert. Zudem ist der polnische Klub Wisla Plock dabei, gleich der Halbfinalgegner des SCM. Der Tabellenzweite der polnischen Liga gewann ebenso wie Magdeburg seine Vorrundengruppe, setzte sich dann gegen Sporting Lissabon und den dänischen Vertreter GOG Handball aus Gudme durch.

O'Sullivan zum Gegner: "Gute Mannschaft mit viel Routine"

Magdeburgs Kapitän Christian O'Sullivan schätzte den Gegner ein: "Das ist eine gute Mannschaft mit viel Routine, einigen Spielern mit großer Erfahrung. Sie haben eine gute European League gespielt und stehen verdient im Final Four." Auch Trainer Bennet Wiegert, der mit dem SCM 2002 als erster deutscher Verein die Champions League gewann, analysierte die Polen: "Sie sehen sich als Abwehrmannschaft, agieren aber eher Mann gegen Mann, während wir eher im System agieren."

Einen Favoriten im anderen Halbfinale haben weder der SCM-Kapitän noch sein Trainer ausgemacht. "Mir ist es egal, das kann ich nicht bestimmen", bemerkt Wiegert. "Die Mannschaft mit der aufstrebendsten Form ist Berlin. Wir haben ein bisschen Bockmist gebaut und auch die Rhein-Neckar Löwen haben bestimmt keine einfache Zeit." Letztlich habe unter Pandemiebedingungen aber jede Mannschaft ihre Chance.

Wiegert: "Zwei Spiele, in denen du top performen musst"

Mit "Bockmist" spielte der SCM auch bei den beiden vergangenen Final-Four-Teilnahmen im EHF-Cup an. 2016/2017 unterlag man als großer Favorit schon im Halbfinale gegen Gastgeber Göppingen, ein Jahr später sogar in eigener Halle gegen Saint-Raphael Var Handball aus Frankreich ebenfalls in der Vorschlussrunde. Dass man jeweils das kleine Finale gewann und Dritter wurde, war für den ambitionierten Klub, der 1999, 2001 und 2007 den EHF-Cup gewann, kein Trost.

Und nun also in Mannheim. "Es sind zwei Spiele, in denen du top performen musst. Und dann hast du aus der Saison was mitgenommen", sagt Wiegert und setzt damit die Zielstellung klar auf Titelgewinn. Körperlich sind beim SCM alle Spieler bis auf die Langzeitverletzten Matthias Musche und Gisli Kristjansson an Bord.

Trainer Bennet Wiegert (SC Magdeburg)
Kare Zielstellung von SCM-Trainer Bennet Wiegert: Titelgewinn. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / Werner Scholz

jmd/dpa

Termine Final Four
Datum Runde Ansetzung
22. Mai Halbfinale SC Magdeburg - Wisla Plock (18 Uhr)

Rhein-Neckar Löwen - Füchse Berlin (20:45 Uhr)
23. Mai Spiel um Platz 3

Finale
Verlierer Halbfinale 1 - Verlierer Halbfinale 2 (18 Uhr)

Sieger Halbfinale 1 - Sieger Halbfinale 2 (20:30 Uhr)

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 22. Mai 2021 | 13:15 Uhr

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