Handball Handball-Deutschland trauert um Peter Kretzschmar

Der frühere Weltklasse-Handballer Peter Kretzschmar ist tot. Er starb am Sonntag (09.09.2018) im Alter von 85 Jahren nach langer Krankheit. Der Vater von Stefan Kretzschmar wurde als Spieler und Trainer Weltmeister.

Peter Kretzschmar
Peter Kretzschmar an der Seitenlinie im Jahr 1982. (Archiv) Bildrechte: IMAGO

DHB-Präsident: "einer der ganz Großen"

"Peter Kretzschmar war einer der ganz Großen des Handballsports - sowohl als Aktiver als auch als Trainer. Er hat den Frauenhandball der Siebziger- und Achtzigerjahre geprägt und zahlreiche Spielerinnen in die Weltklasse geführt. Unser Mitgefühl gilt der Familie", sagte Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB).

Klangvoller Name im deutschen Handball

Der Name Kretzschmar steht für eine Handball-Dynastie in Deutschland. Sohn Stefan gewann mit der deutschen Nationalmannschaft 2004 Olympia-Silber und holte sich mit dem SC Magdeburg die Trophäe in der Champions League. Peter Kretzschmars Ehefrau Waltraut war am Gewinn von drei WM-Titeln der DDR-Nationalmannschaft beteiligt. Sie war am 7. Februar dieses Jahres im Alter von 70 Jahren gestorben.

Stefan Kretzschmar (SC Magdeburg) mit Vater Peter und Mutter Waltraud am Rande seines Abschiedspiels.
Stefan Kretzschmar mit seinen Eltern. (Archiv) Bildrechte: imago/Camera 4

Erfolg als Spieler und Trainer

In Kretzschmars Erfolgsliste als Spieler, der in seiner Geburtsstadt für den SC Lok Leipzig aktiv war, steht auch der Gewinn des WM-Titels im Feldhandball. Im Finale 1963 besiegte die DDR das BRD-Team. Bei der Hallen-WM 1958 stand Kretzschmar in der gesamtdeutschen Mannschaft, die Dritte wurde. Als Trainer führte er das Frauen-Team des SC Leipzig zu zehn DDR-Meistertiteln. Mit der Auswahl gewann er zwei WM-Titel (1975, 1978) und zwei Olympia-Medaillen: Silber 1976 in Montreal und Bronze 1980 in Moskau.

Wieland Schmidt erinnert sich an Peter Kretzschmar 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 10. September 2018 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2018, 15:54 Uhr

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6 Kommentare

11.09.2018 08:31 Sr.Raul 6

Genau so ist es und so lese ich es auch in diesem Nachruf, @1 (michael becker). Es erschließt sich daher für mich überhaupt nicht, was in diesem Zusammenhang "alles vereinnahmt wird."

11.09.2018 07:58 Jörg Hirte 5

Checke ich nicht. Da schreibt der öffentlich rechtliche MDR ohne Mauern im Kopf und dann kommt einer und baut sie wieder auf. Leider ist die alte „DDR“ nicht mehr da, um die Erfolge von Peter Kretzschmar entsprechend zu würdigen. Mein Beileid gilt seiner Familie. RIP

11.09.2018 05:43 Chris 4

@1: Orrr, noch hinterwäldlerisch ging es nicht?!
Mein Mitgefühl der Familie!

11.09.2018 05:29 Daniel 3

? Und die ehemalige DDR war kein Deutschland? Er war ein ganz großer. RIP.

10.09.2018 23:21 ehrt 2

@michael becker .... und wer vereinnahmt hier was ?? Ist es allein die Tatsache, dass sich die gesamtdeutsche Presse einer Größe des Handball-Sports der DDR erinnert, die Ihnen aufstösst ? Das die Erfolge für die DDR erreicht wurden, wurde im Beitrag ja nun eindeutig herausgestellt. Im Übrigen war und ist die DDR auch ein Teil Deutschlands. Insofern ist Ihr Kommentar komplett unverständlich.

10.09.2018 17:03 michael becker 1

schön wie immer alles vereinnahmt wird. seine grossen erfolge erreichte kretschmar ebend nicht für deutschland sondern für die ddr.